Kann der Arbeitgeber anzeigt werden wegen fehlender Sicherheitsunterweisung?

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3 Antworten

Falls ein Betriebsrat vorhanden ist unbedingt über das Ereignis informieren.
Ansonsten könnte man über eine anonyme Anzeige nachdenken.

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Kommentar von Arias
12.04.2016, 16:00

danke für schnelle antwort! 

wo und wie macht man eine anonyme anzeige?

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Kommentar von Garryplotter
12.04.2016, 16:03

bei der Polizei per Telefon (nicht über 110) die andere Nummer weiß ich nicht aber sie lässt sich im Internet bestimmt finden.

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Hallo Arias,

Naja so einfach ist das nicht.

Ein Hexenschuss oder irgendwelche Erkrankungen, die ohne äußere Ursache nur zufällig am Arbeitsplatz passieren sind keine Arbeitsunfälle. Das heißt, dass die BG hier nichts anderes tut, als den Arbeitsunfall abzulehnen.

Klar kann die BG, wenn Sie davon Kenntnis erhält, ein Bußgeld verhängen, wenn Unfallverhütungsvorschriften missachtet werden. Allerdings sehen die BG'en die Bußgeldverhängung nur als äußerstes Mittel. Die werden davon nur Gebrauch machen, falls alle anderen Mittel versagen und selbst dann muss die BG den Rahmen nicht voll ausschöpfen. Die 10.000 € sind nur die Höchstsumme.

Ich finde es im Übrigen etwas befremdlich, wenn ein Arbeitnehmer sich informiert, wie er seinem Arbeitgeber am besten eine reindrücken kann. Anonym melden und so. Edward Snowden, bist Du es? Was zum Teufel geht dich das an?

Grundsätzlich musst Du bei so etwas damit rechnen, dass die BG zumindest den Präventionsdienst bei deinem Arbeitgeber vorbei schickt. Dieser kann den Arbeitgeber problemlos davon unterrichten, dass eine anonyme Quelle über Missstände informiert hat. Wer, außer einem Mitarbeiter könnte wohl wissen, wann die letzte Unterweisung war? Als Arbeitgeber wäre ich danach sehr interessiert daran, das Leck zu finden und diesen "Mitarbeiter" los werden zu wollen. Nur so ein Gedanke.

Viele Grüße

Lumbago

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Bei einem Arbeitsunfall zahlt sowieso die BG. Diese prüft im Zweifelsfall auch, ob die Sicherheitsunterweisungen stattgefunden haben.

Du kannst aber Deinen Arbeitgeber schriftlich (wegen Beweisbarkeit) darauf hinweisen, daß die Unterweisung nicht stattgefunden hat.

Als Arbeitnehmer hast Du sogar das Recht, Deinen Arbeitgeber abzumahnen. Vermutlich willst Du aber weiterhin dort arbeiten - deswegen würde ich diesen Weg nicht empfehlen.

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