Arbeit nach Muskelkater?

3 Antworten

Ich würde auch sagen,  dass heute ruhige, leichte Arbeit dran sein sollte. Also entweder eine lockere Schrittrunde ins Gelände ( dann aber vorzugsweise eher flach), entspanntes vorwärts-abwärts reiten am Platz oder einfach nur etwas Handarbeit mit ihr machen. Einfach die Sachen die leicht und körperlich nicht allzu anstrengend,  aber trotzdem gymnastizierend sind und deiner Stute Spass machen. Du kennst dein Pferd aber eh am besten und merkst wahrscheinlich am besten ob sie genauso gerne läuft wie sonst auch. Nimm auf sie Rücksicht, im Normalfall sagt dir dein Pferd schon was geht und was nicht.

Lg Mikado

hallo,

damit die muskeln die übersäuerung (muskelkater wird sie keinen haben, wenn sie gut trainiert ist) abbauen können, solltest du einfach ein bisschen leichte arbeit mit vorwärts abwärts im schritt und trab machen. so lösen sich die muskeln, der stoffwechsel kommt in schwung. durch die versorgung des muskels mit sauerstoff bauen sich so die säuerungsverspannungen schnell ab. im schritt aufwärmen, dann 3 reprisen von 3 minuten im vorwärts abwärts, dazwischen schritt ebenfalls drei minuten und nach der letzten trabreprise schritt am langen zügel, bis das pferd entspannt ist, der schweiss (s. wetter...) trocken ist und die atmung auf normal gelandet. danach könntest du dann nochmal die beine abwaschen, eventuell die beine (besonders hinten) ein paar minuten ins wasser stellen (ist gut für die sehnen).

danach, wenn noch zeit und lust ist, ein bisschen mit dem zufriedenen pferd spazieren gehen.

Danke erst mal für die Antwort. Ich weiß nicht, ob sie nun Muskelkater haben wird. Jedoch hatte ich das Gefühl sie tat sich etwas schwer, als es steiler wurde... Ihre Muskeln werden ja schon etwas anders beansprucht, da wir hauptsächlich im Viereck unterwegs sind oder tut das nichts zur Sache? Großartig geschafft war sie nicht, aber naja ...

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@rudolpho21

klar, es werden teils die muskeln anders beansprucht. aber wenn das pferd gut trainiert ist, wird ja sowieso wert darauf gelegt, dass die hinterhand aktiv schiebt. von daher dürften die muskeln selber im training sein.

die andere beanspruchung auch eines trainierten muskels kann aber trotzdem eine sauerstoffschuld verurscachen. dann "überäuert" der muskel. die folge davon ist einfach, dass man sich am nächsten tag steif fühlt und auch die muskeln etwas schmerzen. mit leichter arbeit, die aber für durchblutung und gute versorgung des muskels sorgt (der muskel wird eben nur verstärkt versorgt, wenn er ein bisschen arbeiten muss), werden eben diese versteifungen beseitigt.

das pferd wird unter umständen trotz vorwärts-abwärts nicht wirklich "rund" laufen und eine gewisse steifigkeit haben. diese wird gegen ende der arbeit dann besser. daher eben leicht arbeiten für die muskeldurchblutung und die stoffwechselaktivierung. morgen ist dann alles wieder normal.

ein echter "muskelkater" hält dagegen zwei bis drei tage an - da dürfte das pferd auch unwillig auf arbeit reagieren, bei übersäuerung wird lediglich eine gewisse steife bemerkbar sein.

machen marathonläufer übrigens auch - am tag nach dem wettbewerb ein bisschen joggen, damit der muskelstoffwechsel angeregt wird und dei steifigkeit verschwindet.

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Wenn bei uns etwas körperlich sehr anstrengendes auf dem Plan steht, sehe ich zu, dass am nächsten Tag frei ist oder nur leichte Arbeit wie spazieren gehen oder ausreiten im Schritt. Muskulatur braucht Ruhe zum Wachsen und wenn gestern so anstrengend für sie war, läufst du durch erneutes Training heute eher Gefahr, dass die Muskeln durch erneute hohe Belastung Schaden nehmen, z.B. anreißen. Wichtig ist nur, dass es stattdessen auf der Koppel oder dem Paddock steht und sich so bewegen kann, wie es ihm zu der Zeit angenehm ist.  Und zwischendurch mal ein Tag Pause schadet ohnehin nicht ;-)

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