Angst davor, dumm zu sein?

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Die Aussagefähigkeit von Intelligenztests ist umstritten. Aber dass sie völlig bedeutungslos sind, stimmt nicht. Eher richtig wäre es, ihre Bedeutung anzuerkennen, aber nicht zu übertreiben.

Für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg ist Intelligenz eine der vielen Voraussetzungen. Andere Faktoren sind EQ (emotionale Intelligenz), soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Bildung, angestammtes soziales Umfeld (wegen "Vitamin B"), Arbeitsmoral, Charaktereigenschaften,... und auch ein wenig, aber wirklich ein wenig Zufall.

Einer der besten Erzähler unserer Zeit, Haruki Murakami, schreibt, dass er kein Talent hat und deswegen sehr diszipliniert arbeiten muss. Das erste kann man wohl anzweifeln, das andere wird aber stimmen. Kein Wunder: Er ist ja auch mehrere Male Marathon gelaufen.

Leute mit überdurchschnittlicher Intelligenz laufen oft Gefahr, erfolglos zu sein, gerade weil sie intelligent sind: Am Anfang haben sie leichten und schnellen Erfolg, dann verlassen sie sich auf ihre Intelligenz und faulen herum, und sind überrascht bis hilflos, wenn die Aufgaben komplexer sind und nicht aus dem Stegreif nicht gelöst werden können. Egal wie intelligent man ist: Irgendwann kommt dieser Zeitpunkt mit Sicherheit, wenn man die oben aufgezählten Faktoren vernachlässigt.

Abgesehen davon, dass die Intelligenz sich auch trainieren und steigern lässt, kann sie auch durch andere Faktoren kompensiert werden (siehe oben). Wenn also dein IQ niedriger ausfällt als erwartet, so ist es kein Grund, den Mut sinken zu lassen, sondern Grund, sich verstärkt auf die anderen Qualitäten zu verlegen und deine Intelligenz zu trainieren.

Wenn du das tust, kannst du jeden Abschluss schaffen und in jedem Beruf mit Erfolg arbeiten.



Ich würde dich jetzt gerne fragen, was ich außer meiner Intelligenz an anderen Qualitäten habe, aber wir kennen uns nicht, von daher... Der Punkt ist eben, ich halte mich für weitestgehend unfähig. Ich war immer das unsportliche, hässliche, sensible, sozial inkompetente, einsame Kind und, ja, mein IQ war, woran ich mich immer geklammert habe, seit meiner Kindheit: "Es gibt etwas, dass ich kann. Es gibt etwas, dass mir Wert verleiht." Ich weiß, dass klingt lächerlcih krass, aber ich habe dieses Mantra halt als Kind entwickelt, als man mir eben wirklich suggeriert hat, dass es für mich keinen Platz und keinen Nutzen gibt.

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@Implord

Die anderen Qualitäten hatte ich aufgezählt. Ob und welche davon du hast, weiß ich nicht. Die meisten Qualitäten werden einem nicht in die Wiege gelegt. Man muss sie sich erarbeiten. Wenn du meinst, keine davon zu haben, hast du bestimmt nicht Recht. Aber an ihnen arbeiten, kannst du, und du musst es auch wohl.

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Dann piiip drauf. Und lass ruhig zu, dass dein Selbstbild zerstört wird. Das bist nicht du wie du selbst schreibst, sondern ein Bild von dir.

Intelligenztests sagen so viel über Intelligenz aus (Was ist das überhaupt?) wie Bananen über Ausserirdische..

Wenn dein Testresultat tief liegt heisst das nicht, dass du dumm bist.

Sondern, dass der Test einfach schubladisierend ist und Menschen einordnen will um sie zu kategorisieren. Diese Tests sind nicht per se schlecht, aber man muss auch sehen was sie aussagen können und was nicht. Es kann dir niemand sagen was intelligent-sein sei. Diese Tests messen irgendetwas, vielleicht logisches Abstraktionsvermögen, das assoziative Denken, was auch immer..

Angst hast du wahrscheinlich davon, was diese Tests für Auswirkungen haben können. Und diese, so hart es klingt, sind teilweise ziemlich brutal. Aber so funktioniert unsere Gesellschaft. Man ist Zahlengeil und Kompetenzgeil, will einordnen, vergleichen, selektieren.. Es gibt sehr viele Menschen auf der Erde mit sehr tiefen Intelligenztestresultaten (kommt auch noch darauf an, welchen du machst) und trotzdem stehen die an der Spitze der Wissenschaft, haben sich Imperien aufgebaut und rocken ihr Leben.

Frag den Psychologen nur eines: Wie operationalisieren die Intelligenz?

Dann weisst du Bescheid.

Ein Intelligenztest misst ziemlich willkürlich und man misst dabei eher eine bestimmte Art Intelligenz.

Zwischenmenschliche Intelligenz wird zumindest normalerweise nicht gemessen und ich kenne "hochintelligente" Menschen, die genau damit die größten Probleme haben.

In diese Kategorie würde ich mich einordnen.

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