Angst davor, dass mein Hund stirbt?

6 Antworten

Zuerst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir unendlich leid für Dich tut und was ich Dir schreibe,schreib ich mit Tränen in den Augen. Seinen Hund zu erlösen ist das schlimmste was einem Hundebesitzer passieren kann. Leider hat Dein Hund ein hohes Alter erreicht und da besteht kein Chance mehr auf Besserung.

Als meine Oma gestorben ist war ich sehr traurig, aber verglichen mit dem, was ich nach dem Tod meiner zweiten Dobermannhündin( 2010) mitgemacht habe, war das gar nichts.

Meine erste Dobermannhündin starb 1997. Ich habe Tage und Nächte durchgeweint. Dann haben wir erfahren, dass ein Züchter ganz in unserer Nähe einen Wurf hatte und wir bekamen unsere Tara. Meine Donna wird immer in meinem Herzen weiterleben, aber ich hatte wieder eine Aufgabe. Donna hätte sicher gewollt, dass es mir wieder besser geht. Ich muß noch anfügen, dass beide Hündinnen in meinen Armen nach kurzer Krankheit gestorben sind und sie haben es selber entschieden. Als meine Tara dann über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wollte mein Mann keinen Hund mehr. So sehr habe ich ihn noch nie weinen sehen. Nach dreieinhalb Jahren hat er nachgegeben. Ich sah nur noch glückliche Hundebesitzer und war zu der Zeit bestimmt depressiv. Hätte er nicht nachgegeben, hätte ich die Beziehung beendet. Ich bin ein Hundemensch, ich will keine großen Reisen machen oder mir teure Sachen kaufen, nein, ich will einen Hund.

Dann kam Lucy zu uns. Sie war ein Jahr alt, körperlich in einem sehr schlechten Zustand und auf dem Stand eines Welpen. Aber ich ich war nur noch glücklich, unsere Beziehung war von einer Stunde auf die andere wieder glücklich und Lucy ist heute ein gesunder und toller Hund.

Was ich Dir damit sagen will, Du wirst es nicht aufhalten können, dass Dein geliebter Hund, mit dem Du aufgewachsen bist und der für Dich wie ein Bruder, ist gehen muß. Du wirst leiden und weinen. Du wirst weder essen noch schlafen können und ablenken wirst Du Dich auch nicht können. Wie auch und mit was?

Ich wünsche Dir viel Kraft und würde Dich am liebsten in die Arme nehmen.

Überleg Dir ob es nicht doch das beste wäre, einem neuen Hund ein Zuhause zugeben. Es ist kein Verrat an Deinem Hund. Alles Gute Susanne

Weinen hilft. Auch deine Familie kann dich trösten. Stell dir vor, was er alles schönes erlebt hat und wie schön sein Lebe war. Zudem weiß es der Hund wenn er stirbt. Die Tiere haben aber gar keine Angst davor. Sie nehmen es einfach hin.

Wenn du an einen Himmel glaubst kannst du dir dann auch vorstellen wie gut es ihm dort gehen wird. Vieleicht hatte er auch Hundekumpels die schon gestorben sind und ihn dort erwarten.

Also ich glaube eigentlich nicht an Gott. Dennoch habe ich mir als unser Hund gestorben ist das alles immer ausgemalt. 

Dennoch wirklich helfen kann nur die Zeit. Am Anfang möchte man es nur nicht glauben.

Und auch wenn es jetzt wirklich gemein klingt, es ist auch eine Erleichterung, wenn er dann gestorben ist. Was für dich ja jetzt besonders schlimm ist, ist die ungewissheit ob er morgen noch lebt. 

Weist du den Tod selber wird dein Hund ja gar nicht bewusst erleben. Das letzte wird für ihn der Moment vor dem Tod sein. Mach ihm die nächsten Tage einfach so angenehm wie möglich.

Da bist du nicht alleine, denn diese Angst erlebt jeder, der seinen vierbeinigen Freund sehr liebhat.

Alles hat seine Zeit, 
die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks, 
die Zeit des Sorgens und des Leids. 
Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.
 

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