An die Montagefrauen - wie ertragt ihr das bloß?

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6 Antworten

Du Arme, dass tut mir wirklich wahnsinnig leid. Ich bin zwar noch nie in einer ähnlichen Situation gewesen - zumindest, was die Beziehung mit einem Mann angeht, der auf Montage ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass dies keine einfach Situation ist. Im Grund genommen, hast Du ja so gut wie nichts von Deinem Partner. In der Zeit, wo er bei Dir ist, wird er vermutlich auch nicht viel Sinn für gemeinsame Aktivitäten haben, sondern ist einfach nur platt.

Auch wenn Du die Zeit für Dich nutzen kannst, in der er nicht da ist, will man das ja eigentlich gar nicht. Hin und wieder mal für sich sein. OK. Aber immer über so lange Zeiträume...das belastet eine Beziehung.

Sich dann mit Freunden treffen, die vermutlich verheiratet sind und Kinder haben, tut dann doppelt weh, weil man sich dies selbst von Herzen wünscht. O Mann, eine wirklich ätzende Situation.

Ich glaube nicht, dass DU wirklich Einfluss darauf hast, etwas zu ändern. Wenn es irgendwie möglich ist, dann vermutlich eher Dein Freund. Montage wird zwar gut bezahlt, sie fordert aber einen hohen Preis. Könnte er sich nicht in den Innendienst versetzen lassen oder irgendwo arbeiten, wo er regelmäßiger zu Hause ist oder schneller?

Ich denke, dass müsst Ihr als Paar besprechen und nach einer Lösung suchen. Zumindest sollte er darüber Bescheid wissen, wie unglücklich Du bist.

Alles Gute Dir.

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Kommentar von LillyHameln
18.06.2016, 09:20

Danke für die liebe Antwort. Wir reden viel über das Thema und er ist auch gewillt. Nur fehlt einfach für alles die Zeit. Er will natürlich auch mal Zeit mit seiner Tochter verbringen und ich stehe irgendwie hinten an. Selbst an meinem Geburtstag im August wird er sicher nicht da sein. Und es gibt auch keine Möglichkeit, dass ich irgendwie nachreise. Mich macht das fix und fertig. Es ist wohl dieses typische Denken: "Ich mache alles und was habe ich davon?" 

Ich habe ihm neulich vorgeschlagen, dass er sich mal ein paar Wochen krankschreiben lässt, damit wir in Ruhe eine Wohnung und auch einen Job suchen können. Aber dafür ist er - auch nach sieben Jahren ohne Fehlzeiten - viel zu pflichtbewusst. Und meine Gedanken kreisen währenddessen um nichts Anderes. :/

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Am besten führst du ein sachliches Gespräch mit ihm ohne Vorwürfe und ihr arbeitet heraus, welche Wünsche und Ziele ihr beide habt und wie ihr sie verwirklichen könnt. Eine Montagetätigkeit ist hart, ich war selbst 2 Jahre im Aussendienst. Aber sie wird auch meist gut bezahlt. Ein geordneter Jobwechsel ohne hast wäre sicher dann eine Möglichkeit.

Alles Gute

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Wir haben schon x Gespräche geführt, wie es weitergehen soll. Er will das mit der Montage nicht mehr länger machen. Wir suchen auch eine gemeinsame Wohnung. Aber das bleibt natürlich alles an mir hängen. Ich suche Wohnungen, gehe auf Besichtigungen, suche Stellenangebote. Das strapaziert mich noch mehr. Es ist einfach für nichts Zeit. :(

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

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Ich habe keine Idee, wie du dich verhalten solltest, denn so, wie du dich verhältst, ist das absolut okay. Dein Freund soll sich eine andere Stelle suchen, bei der er eine geregelte Arbeitszeit hat, auch wenn das finanzielle Einbußen bedeuten sollte. Wie lange will er das noch durchziehen? Bis zum Burnout?

So ist das für allle Beteiligten kein Leben. Niemand ist glücklich! Er, nur er kann und sollte das ändern.

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Kommentar von TerminatorCat
19.06.2016, 06:51

Ist immer leicht gesagt. Sie schrieb doch, dass er seinen Job liebt. Es geht ihm dabei wohl weniger um das Geld. Einen vergleichbaren Job zu bekommen, kann ich mir sehr schwierig vorstellen...

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Du schreibst leider nicht, wie alt du bist,

aber meiner Meinung nach, "hängst" du dich wieder an den Falschen...

du brauchst jemanden, mit dem du ein ganz "normales" Leben führen kannst,

zudem der ganz alltägliche Ablauf eine große Rolle spielt... dazu gehören auch

die "banalen Dinge wie gemeinsames einkaufen, putzen, arbeiten, essen,

kuscheln, einschlafen und aufwachen....

.... und dazu passt keine Schichtarbeit und auch keine Montage....

vielleicht solltest du dich neu orientieren ....

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Kommentar von LillyHameln
18.06.2016, 09:20

Ich bin 28.

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Kommentar von TerminatorCat
18.06.2016, 09:28

es hängt von der montage ab. Ab und zu mal für paar tage / wochen weg, ist etwas anderes als permanent über wochen ohne aussicht auf Veränderung.

Wenn das zweite gilt, würde ich als Partnerin schon überlegen zu ihm zu ziehen

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Die Montage deines Freundes ist nicht wirklich das Problem sondern deine Grundeinstellung vom Leben und von der Liebe ( neidisch auf andere ). 

So lange du damit nicht im Reinen bist, wird die Situation der Montage, was ja wirklich nicht immer schön ist, an dich immer mehr nagen.

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Kommentar von LillyHameln
18.06.2016, 09:29

Danke für die Antwort. Na ja - meine Einstellung zu Leben und Liebe ist aber doch irgendwie normal, oder? Ich möchte ja nicht mein Leben lang allein dahinvegetieren, sondern mir auch mal was aufbauen. Ich habe jahrelang den Verzicht geübt und konnte mich damit arrangieren. Das hatte natürlich seine Vorteile - beruflich und reisetechnisch. Und auch charakterlich bin ich "stärker" geworden. Nur ist es momentan so, dass ich das einfach nicht mehr möchte. Immer die Starke sein, immer die, die alles alleine stemmt. Natürlich bin ich neidisch, wenn scheinbar "alle anderen" das "spielend leicht" hinbekommen. Mir ist vollkommen klar - deswegen auch die Anführungszeichen - dass das oft Fassaden sind, die von außen recht schön aussehen. Nur denke ich, ich muss doch auch irgendwann mal eine "gute Zeit" haben, oder bin ich da auch wieder zu egoistisch?

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Kommentar von conelke
18.06.2016, 11:20

Ich denke nicht, dass es hier um boshaften Neid geht. Jede Frau - zumindest die meisten - haben eine Vorstellung davon, wie ihr Leben verlaufen sollte. Dazu gehört auch eine Familie zu gründen! Zeit spielt hier auch eine große Rolle. Eine junge Frau, die mit der Familienplanung noch Zeit hat, wird dies vermutlich anders beurteilen, als eine Frau, deren biologische Uhr tickt. Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass man mit viel Frust auf die blickt, die bereits ihr Ziel erreicht haben, während man selbst nur graue Suppe vor sich sieht und keine Ahnung hat, wann man seine Wünsche und Ziele umsetzen kann. Diese Frauen sind nicht wirklich neidisch, sondern eher verzweifelt. Und doch...die Montage ist das Problem, da sich die Frau mit ihren Wünschen, Hoffnungen und Zielen alleine dort stehen sieht und keinen Partner an ihrer Seite hat, der sie wirklich unterstützen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass alle Frauen, deren Partner auf Montage ist, ähnliche Gedanken haben und sich nichts sehnlicher wünschen, als einen geregelten Tagesablauf, wo man die Verpflichtungen, die der Alltag mit sich bringt, auf zwei verteilen kann.

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