American Stafford - Erfahrungen?

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7 Antworten

Hallo,

gerade in NRW ist die Haltung eines solchen Hundes sehr schwierig, denn man braucht dazu eine Erlaubnis, die nicht erteilt werden muss.

Dann darf man einen solchen Hund NUR aus dem Tierschutz übernehmen. Das wiederum birgt weitere Gefahren, denn Tiere aus dem Tierschutz sind ja nicht dort gelandet, weil es geliebte und gut gehaltene Familienmitglieder waren. Die Hunde haben vielfach Gewalt erlebt, sind falsch oder gar nicht erzogen, bringen häufig viele Probleme und Verhaltensauffälligkeiten mit sich.

Einen solchen Hund in eine Familie integrieren zu wollen, ohne scheinbar bisher über eine gefestigte Hundeerfahrung zu verfügen, halte ich für wenig sinnvoll, ziemlich leichtsinnig und gefährlich.

Und die Anfeindungen, denen man häufig ausgesetzt ist, sind keine "Märchen", sondern tägliches Erleben.

Es gibt so viele wunderbare Hunderassen und Mischlinge, die prima in eine Familie passen - ohne, dass man sich zusätzliche große Probleme damit schafft.

Meine persönliche Meinung - obwohl ich weder eine negative Einstellung den "Listenhunden" gegenüber habe, noch etwas gegen Tierschutzhunde habe (von denen ich selbst mehrere besitze).

Gutes Gelingen

Daniela

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Wenn ihr in NRW lebt dürft ihr keine Listen Hunde von Züchtern kaufen, nur in den Bundesländern wo das züchten erlaubt ist darf man auch vom Züchter kaufen.

Hättet ihr euch informiert wüsstet ihr also das ihr nur Tiere aus dem Tierschutz / Tierheim übernehmen dürft und in NRW überhaupt mal die Erlaubnis zu bekommen ist abartig schwer und häufig fast unmöglich.

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Listenhunde sind genau so zu erziehen, wie andere Hunde auch. Früher waren eben diese Rassen in Zuhälterkreisen sehr beliebt und wurden scharf gemacht. Sie wurden für Hundekämpfe hergenommen bzw missbraucht und mit den Aggressivsten wurde gezüchtet. Durch ihren kurzen Fang haben sie eine enorme Beisskraft. Leider ist das so und die Liste wird noch lange bestehen. Ihr habt Euch gut vorbereitet, müßt aber trotzdem damit rechnen, dass Freunde Eurer Kinder nicht mehr zu  Besuch kommen dürfen. Verschwindet mal eine Katze, dann wars der gefährliche Kampfhund. Die Behörden werden Euch ständig auf dem Radar haben.

Überlegt es Euch sehr gut. Die andere Seite ist die, wenn man ein gutes Beispiel ist, dass diese Hunde keine Monster sind, dann bekommen die Menschen wieder eine bessere Einstellung zu diesen Hunden.

Alles Gute

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Ich arbeite in Sachsen im Landratsamt und bin unter anderem für den Bereich GefH zuständig. Gleichzeitig bin ich im Tierheim meines Ortes Gassigeher und gehe dort mit den von uns beschlagnahmten Hunden Gassi. Schizophren, was? Letzten 15 Monate mit einem beschlagnahmten Pitbull-AmStaff-Mix, der gelistet ist. Habe mich ausführlich mit der Rasseherkunft beschäftigt.

So ist der Sinn des Hundekampfes seit dem späten 19. Jahrhundert nicht mehr Zuchtschwerpunkt. AmStaff wurden seither als Familienhunde wie andere auch gezüchtet, ohne dabei die sehr deutliche Körpererscheinung aufzugeben. Charakterlich sind sie eigentlich unkompliziert, bei konsequenter Erziehung (wie bei jedem Hund) tolle Familienergänzung.

Man sollte sich schon mit Mimik und Gestik eines Hundes auskennen, immer. Grad mit kleineren Kindern. Da ist bei jedem Hund die Gefahr, dass er sich in der ständigen Rangsuche seinen Rang nach euch aber vor den Kindern sucht. Das kann aber auch bei jedem Hund passieren. Deshalb ständige Erziehung.

Auch ich sehe diese Liste eher als Klischeeliste kritisch, das ist offensichtlich. Aber derzeit eben Gesetz. Man muss die äußere Erscheinung sehen, das Image, dass andere die Straßenseite wechseln, das wird sich auch kaum ändern. Auch die erhebliche Kraft mit relativ schnellen kleinen Hebeln ist niemals zu unterschätzen, von der potenziellen Bisskraft mal ganz abgesehen... Da sie sehr aufmerksam sind und neugierig, reagieren sie auch schnell mit Jagdtrieb, "haben und verteidigen" wollen.

Ich finde diese Rasse gut, aber vielleicht nicht ideal mit kleinen Kindern. Aber da finde ich sowieso keinen größeren Hund wirklich geeignet.

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Auch wenn ich selber keinen American Srafford habe, kenne ich einige Vertreter dieser Rasse von guten Freunden.

Alle samt sind guterzogene, kinderliebe und absolut Aggressionslose Hunde, mit einem super Wesen.

Diese "Kampfhunde" Verordnung ist eh so ziemlich das dämlichste was sich Politiker haben einfallen lassen. Nur um auf stimmenfang in der besorgten, aber fachlich unkundigen Bevölkerung zu gehen.

Klar gab es schreckliche Zwischenfälle. Aber da waren nicht die Hunde schuld, sonndern die Herrchen, die es cool fanden, eine Vierbeinige Waffe zu haben. Und deshalb diese Tiere zu unberechenbaren Monstern gemacht haben.

Da dies aber nicht die Frage ist, folgendes.

Ja ihr werdet mit Massiven Anfeindungen rechnen müssen. Und da ihr Kinder habt, werden euch "besorgte Bürger" vielleicht sogar beim Jugendamt anzeigen wollen.

Wenn du Pech hast, werden besonders "besorgte" Nachbarn eine regelrechte Hetzkampanie auffahren.

Und die Kinder bekommen es sicher mit. Aber wenn sie den Hund lieben, und ihr ihnen die Hintergründe und Dummheit der Menschen erklärt, ist das sicher kein Problem.

Schafft euch euren Traumhund an, und ihr werdet sicher ein liebevolles Wesen zu eurer Familie dazugewinnen.

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Hi,

sorry Züchter ? Die Zucht dieser Rasse ist verboten. Aber lassen wir das mal außer Acht, wenn ich es richtig lese, soll es ein Welpe sein? Also seit ihr für die Sozialisierung verantwortlich. Wenn ihr ihn konsequent und liebevoll aufzieht, ist er genauso gefährlich oder ungefährlich, wie andere Rassen.

Ihr müsst nur konsequenter als konsequent sein. Soll es ein älteres Tier sein, falls ich den Text falsch interpretiert habe, würde ich es mir sehr genau überlegen, denn hier kommt es auf die Vorgeschichte des Hundes an, und als Anfänger würde ich es mir nicht zu trauen.

Gruß uwe4830

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Kommentar von Audumla
16.10.2016, 20:45

Hallo,

Ja, es soll auf jeden Fall eun Welpe sein da wir ihn als noch "unverbraucht" ansehen und nicht erst irgendwelche negativen Erfahrungen ausbügeln müssen. 

Züchter, ja, sogar anerkannte in Hessen, niedersachsen...

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So wirklich gut könnt ihr euch aber nicht vorbereitet haben, wenn ihr noch nicht einmal wisst, dass man in NRW einen solchen Listenhund nur aus dem Tierschutz übernehmen dürft, und das erst, nachdem ihr einen Antrag zur Haltung eines solchen Hundes gestellt habt.

Dazu müsst ihr überzeugende Argumente anführen können, warum es ein solcher Hund sein muss. Nur der Grund "so ein Hund gefällt mir" zählt nicht. I.d.R. zählen eben nur besondere private (begründete Bewachung eines besonders gefährdeten Grundstückes z.B.) oder öffentliche Interessen (das wäre z.B. die Übernahme aus dem Tierschutz).

Wenn du nun schreibst, ihr hättet bereits Kontakt zu Züchtern aufgenommen - dann könnt ihr dies eben vergessen. In NRW ist die Zucht verboten und aus einem anderen Bundesland dürfen sie nicht "eingeführt" werden.

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Kommentar von darkhouse
18.10.2016, 14:32

Wenn die Gefährlichkeit eines Hundes widerlegt wurde, zählt er als normaler Hund und man darf ihn zur Fortpflanzung bringen. Klingt irre, ist aber so in Sachsen bspw.

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