Alternative zum Nebengewerbe?

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7 Antworten

Bitte nicht die Umsatzsteuer und die Einkommensteuer durcheinander bringen. Wenn du Arbeitnehmer bist, ist ein Nebeneinkommen bis zu 410 Euro IM JAHR steuerfrei. Bei gewerblichen
Nebeneinkünften müsstest du deinen Gewinn (Betriebseinnahmen - Betriebsausgaben) ermitteln (oder dir von einem Steuerberater dabei helfen lassen) und diese Einkünfte dem Finanzamt erklären.

Umsatzsteuerrechtlich kann bis zu einem Gesamtumsatz von 17.500 Euro die sogenannte Kleinunternehmerregelung angewandt werden. Das heißt, du weist in deinen Rechnungen keine USt aus - kannst aber für Dinge,
die du für deinen Betrieb erwirbst keine Vorsteuer geltend machen. Ob die Kleinunternehmerregelung Sinn ergibt, steht dann noch auf eine anderen Blatt.

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Wenn ich Arbeitnehmer bin, kann ich ja ein Nebengewerbe aufmachen, bei
dem ich Steuerfrei bis 17.500€ im Jahr verdienen kann, richtig?

Nein, falsch.

"Steuerfrei" im Nebenverdienst sind 410,- € pro Jahr. Diese beziehen sich auf den Gewinn, nicht auf den Umsatz (§ 46 Abs. 2 EStG).

Kleinunternehmer nach § 19 Abs. 1 UStG ist

  • wer Unternehmer ist
  • umsatzsteuerpflichtige Umsätze hat
  • diese voraussichtlich 17.500,- € im Jahr nicht übersteigen (Achtung runterrechnen auf Monate)
  • und nicht zur Regelbesteuerung nach Absatz 2 optiert (kann sinnvoll sein, wenn man mehrheitlich mit anderen Unternehmen Geschäfte macht aufgrund des Vorsteuerabzugs).

Bei dem wird die Umsatzsteuer nicht erhoben und er ist im Gegenzug auch nichts vorsteuerabzugsberechtigt.

Ich bin seit 12 Jahren Unternehmer und kann bis heute nicht verstehen warum sich Menschen um die Sche*ß-Steuern die falschen Gedanken machen.

Es gibt keine Steuersätze über 45% ergo, bleibt über die Hälfte deines Verdienstes (Gewinn) ohnehin bei dir.

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Nein, das ist falsch.
Der Gewinn ist steuerpflichtig ab dem ersten Euro Gewinn.

Bis 17.500 Bruttoeinnahme (nicht Gewinn !) hast du die Wahl, ob du Rechnungen mit oder ohne Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) ausstellst, mit allen Vor- und Nachteilen für die eine oder die andere Wahl.

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Wenn ich Arbeitnehmer bin, kann ich ja ein Nebengewerbe aufmachen, bei
dem ich Steuerfrei bis 17.500€ im Jahr verdienen kann, richtig?

Falsch. Der Betrag von 17.500 € bezieht sich ausschließlich auf die Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuergesetz und hat auch nichts damit zu tun, ob man nebenbei noch Arbeitnehmer ist.

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Leider falscher Ansatz:
.......  bei dem ich Steuerfrei bis 17.500€ im Jahr verdienen kann, richtig?

Das betrift nicht deinen Gewinn, sondern deinen Umsatz.

Das was du meinst ist die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG. Danach wirst du bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der Mehrwertsteuer freigestellt. Du darfst keine MwST auf deinen Rechnungen extra ausweisen, du darfst aber auch deine verausgabte MwST beim Finanzamt nicht geltend machen.

Alle anderen Steuerarten und Abgaben bleiben von dieser Reglung unberührt.

Auch in den ersten Jahren einer Selbstständigkeit hast du deine Steuern und Abgaben zu bezahlen.

Mit deinem Wissen rennst du in die Pleite bevor du begonnen hast.

Mein Tipp: besuche zuerst einen Kurs für Existenzgründer. Dort erfährst du die wichtigsten Grundlagen.

Dann suche dir einen Steuerberater der dir auf die Sprünge hilft.

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Steuerfrei ist das nicht. Bis zu 17.500 Euro braucht keine Mehrwertsteuer berechnet werden. 

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Hi, ich hoffe ich habe deine Frage richtig verstanden :)

Du möchtest ein Nebengewerbe aufbauen, aber trotzdem weiterhin Sozialversicherung etc. erhalten ohne Arbeitnehmer zu sein ?

Das Risiko eines eigenen Gewerbe liegt natürlich immer bei dir selber. Du hast je nach Rechtsform deines Gewerbes verschiedene Möglichkeit. Hast du z.B: eine GmbH kannst du dich selber als Geschäftsführer einstellen und dir ein Gehalt zahlen. Aber dann muss deine Firma entsprechend Erträge erzielen. Ansonsten ist es wirklich dein eigenen Risiko. Bis du 17.500eur Gewinn erwirtschaftet hast, dauert es aber trotzdem. Ich würde es an deiner Stelle parallel zum festen Job vorerst laufen lassen.

VG

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kevin1905 18.10.2016, 11:18

Ein beherrschender Gesellschafter Geschäftsführer ist niemals sozialversicherungspflichtig auch wenn er einkommensteuerrechtlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit bezieht.

Dun dun.

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