Aller erste Reitstunde?

8 Antworten

das kann sooooo unterchiedlich ein !!!!

im Massenbetriueb wirt du auf ein fertig gesatteltes Pferd gesetzt und der Trainer steht in der Mitte und bewegt das Pferd an der Longe: du wirst also im Kreis  herum getragen und lernst, dich in die bewegungen des Tieres einzufinden, nach 30 Min steigst du moit mehr oder weniger schmerzenden Gliedern ab und da war's, denn der nächxte Schüler sitz auf.

in einer mäßigen reitschule nimmt dich ein grpßes Mädchen unter doie Fottiche und holt mit dir das Pferd, putzt mit dir und sattelt und mit Glück erklärt sie auch mehr oder weniger genau, was du wie machen sollst bund warum , vielleicht sagt sie dir den NAmen des Pferdes und erzählt noch etwas zum Pferd,
Rest wie oben

in einer guten Reitschule wir dir
in aller Ruhe das Pferd vorgestellt,
gezeigt, wie man es halftert und führt, dann machst du das unter Aufsicht selbst;
dann wird dir der Panikhaken erklärt und der Panikknoten und du übst, woie man damit ein Pferd sicher anbindet
dann wird dir das Putzzeug erklärt und in seiner Anwenbdung gezeigt und du putzt unter Aufsicht
wie die Hufe geräumt werden und wie sie überhaupt von innen aussehen können und sollen wird dir gezeigt, erklärt und mit dir geübt
als nächstes wird dir ZAumzeug und SAttelzeug gezeigt, erklärt, wie die teile heißen und was wohin gehört und wie man das macht - dann kannst du das eventuell auch schon mal allein versuchen, aber meist noch nicht gleich beim ersten Mal
wurde dies alles gut gemacht, ist schon fast eine  Stunde um

jetzt wird erklärt, wie du Den Sattel für dich einstellen kannst (Steigbügellänge) und wie man ein gesatteltes und gezäumtes Pferd führt sowie die "Verkehrsvorschriften" beim Führen , beim Betreten der Halle, beim Führen in der Halle und wo und  wie man schonend für das Pferd auf seinen Rücken kommt.

ob du jetzt erstmal nur geführt wirst und der trainer von dir nach 1-2 Runden im schritt auch Balanceübungen verlagt oder ob er dich dafür an die Longe nimmt oder einige Übungen sogar erstmal im Stand macht, damit du dich sicher fühlen kannst - das sollte sich nach der körperlichen Verfassung des Neulings richten, der da nun das reiten erlernen will.

beim ersten reiten wird nur Schritt und ggf etwas Trab geritten: recht und links herum.

danach wird dir erklärt, wie man absitzen kann und warum(hoffentlich)

das Führen des Pferdes wird auf dem Rückweg zum Stall nochmal geübt, ebenso das Anbinden,  - dann wird abgesattelt und abgetrenst und das Pferd versorgt: ggf überbürsten, ggf Hufe räumen, ggf, tränken, ggf misten, ggf zur Wiese oder zum Auslauf bringen, ggf füttern,

SOOO
machen wir das, aber das ist selten - wundere dich also nicht, wenn du die ganz oben beschriebenen Methoden erlebst.

ICH empfehle dir
einen Anfänger-Ferienkurs zu buchen, denn da bekommst du wesentlich mehr der so wichtigen theorie mit, ohne die du sonst ziemlich verloren bist!

Für (ältere) Erwachsene
kann ich NUR Einzelunterricht empfehlen,
stets MIT dem ganzen Drumherum, wie ich es zuletzt beschrieben habe und mit der Möglchkeit immer wieder nachzufragen, wenn etwas unklar ist.

natürlich kostet das mehr als die reine Longenstunde, aber es bringt auch wesentlich mehr! - vor allem Sicherheit - und das ist wichtig.

du solltet demnächst
mal in mehrere verschiedene  Ställe hineinschnuppern und dir dort die Anfängerstunden anschauen, auch zugucken, wie die Anfänger im Stall betreut werden bzw beim Einfangen der Pferde von der Weide : ag einfach: du suchst eine passende Reitschule für dich und möchtest mal ein wenig zugucken.
meist ist da möglich, aber wundere dich nicht, falls da auch mal abgelehnt wird: denn es gibt nicht nur nette Reitinteressenten sondern auch fiese DIEBE, die auf diese weise die Ställe auskundschaften.... in dem FAlle solltest du deine  Mutter oder Oma mitnehmen...

viel Spaß!


Wir waren seinerzeit erst x mal im Stall, haben bei der Arbeit geholfen, genau zugesehen, wie Pferde geputzt, gezäumt, gesattelt, geführt, ... wurden und uns erklären lassen ... es wurde lange und intensiv erklärt. Dann begann man damit, ein Pferd aufzuhalftern und zu führen (da war man schon ein paar Wochen regelmäßig im Stall, sonst bekam man keines in die Hand), dann half man beim Zäume und Sättel putzen, musste zerlegte Zäume wieder zusammensetzen, bekam gezeigt, wie man sie auf's Pferd anpasst. Genauso ging es mit dem Satteln. Sattel kennenlernen, erklärt bekommen, warum er aus welchen Teilen besteht, dann mit dem Pferderücken vergleichen, den Schwerpunkt erkennen, die Kammer erfühlen, den Kissenkanal abtasten, sehen, wie die Polster liegen, satteln, angurten, Pferd führen, nachgurten.

Und irgendwann, nachdem man auch einige Male bei Reitunterricht zugesehen und aktiv mitgedacht hat (was wird der Reitlehrer korrigieren und warum) wurde man rauf gesetzt und sah sich im Prinzip die Welt von oben an. Man wurde geführt und sollte fühlen und beschreiben, was man fühlt. Ein paar Stunden später bekam man Zügel in die Hand, im Kappzaum hing aber ein Führseil. Da wurde dann Anreiten, Anhalten, Anreiten, Anhalten erklärt. Das durfte man dann, wenn im Gruppenunterricht andere Schüler dran waren, für sich üben. Es begann immer mit 10 min für den schwächsten Reiter, damit der nicht hilflos war - nach 10 min war der eh erledigt, durfte entweder Pause machen oder nochmal üben, was er gelernt hatte oder eben auf dem stehenden Pferd bei dem jeweils anderen Schüler zusehen, mitdenken, versuchen zu erraten, was korrigiert werden wird.

Später, wenn man im Schritt schon vieles konnte inkl. Vorhandwendung, dass man also das Pferd mit dem Schenkel zur Seite schicken konnte, kam trittweise der Trab dazu.

Longenstunden gab es aus gutem Grund erst später. So, wie das heute gemacht wird, lernt der Reiter bestenfalls gute Miene zum bösen Spiel zu machen, nämlich zu grinsen, obwohl ihm so gar nicht danach ist ;-) Kein Mensch kann im Ausbildungsstadium des absoluten Anfängers einen sinnvollen Zirkel reiten und kein Pferd kann einen sinnvollen Zirkel gehen, wenn ein absoluter Anfänger droben sitzt, auch wenn der Longenführer ein schierer Zauberer am Kappzaum ist. Nehme ich den Anfänger an die Longe ruiniere ich mir die wertvolle Längs- und Querbalance meines Schulpferds, das ist es nicht wert. Da lasse ich es lieber ein paar Wochen mehr oder weniger geradeaus gehen, bis ich dem Schüler die Sache mit dem Drehsitz so erklärt habe, dass er es auch umsetzen kann.

Genauso, wie es Abteilungsunterricht erst gab, als man schon Tempokontrolle geritten ist, sprich Tritte und Galoppsprünge verkürzen und verlängern konnte, denn es gibt nicht so viele Pferde, die von ihrem Grundtempo her so zusammenpassen, dass man sie hintereinander laufen lassen kann, ohne dass die Qualität leidet. Die guten Reiter haben sich damit dann die Quadrillereife erarbeitet.

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Das hört sich nach einem wirklich Lehrreichen Pferdehof an! Wie heißt der denn? Schade das es vielen Reitlehrern nur ums Geld geht und man die wichtigsten Sachen erst lernt, wenn es zu spät ist. Ich habe 4 Jahre Reitunterricht genommen. Und erst nachdem ich eine RB hatte, habe ich überhaupt gelernt was es heißt ein Pferd zu stellen, über den Rücken zu Reiten & Co. Da war ich schon ziemlich Überrascht :D

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@Anisstern16

Gibt es nicht mehr. Der Lehrer ist längst verstorben, aber schon als er in Rente ging, kam ein Trainer C und es war kein Unterricht in dem Sinn mehr, sondern das übliche Ponyhoppeln, das man heutzutage so oft sieht. Ich weiß, immer mehr Unterrichtssuchende machen es irgendwo nötig, dass es Breitensporttrainer gibt, aber ich finde dennoch, es müsste mindestens die Wissensbasis des Trainer B verlangt werden für den kleinsten Trainerschein.

Aber seinerzeit war das schon was besonderes, aber auch wenn ich mal irgendwoanders Unterricht hatte, war der Unterschied nicht so gravierend wie später. Inzwischen fängt es sich wieder. Man merkt, nur Masse statt Klasse ist auch nicht das richtige Rezept. Wichtig ist halt auch, dass es der Kundschaft bewusst ist und dass seltener hochwertiger Unterricht (meist muss er mehr kosten, wenn der Sattler öfter am Pferd ist, der Ausbilder die bessere Qualifikation hat, ...) weitaus mehr bringt als häufiger schlechter, wo man sich nur Dinge antrainiert, die nicht korrekt sind. Bewegungslernen geht sehr ins Unterbewusstsein. Sich Fehler wieder abtrainieren ist so schwer, dass man sie besser gar nicht erst lernt.

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So sehen in guten Reitschulen die ersten Reitstunden aus:

Also zunächst wird dir wahrscheinlich erklärt, wie man mit Pferden überhaupt umgeht. Dabei geht es vor Allem um Sicherheit. Es gibt einige NoGo`s, die jeder im Umgang mit Pferden kennen sollte. Man verinnerlicht das irgendwann.

Dann wird dir gezeigt, wie man putzt. Das ist eigentlich nicht schwer. Nur das Hufe auskratzen ist vielleicht etwas kniffelig. Aber man macht das vor und nach dem Reiten, also kannst du 8 Mal üben ;-)

Dann wird gesattelt und getrenst. Das ist schon ziemlich kompliziert. Man muss sich vieles Merken und du wirst bei den ersten Reitstunden immer nochmal nachfragen müssen, ob das alles so richtig angebracht ist.

Dann wird geritten. Du wirst an einer langen Leine, die man Longe nennt im Kreis reiten. Der Reitlehrer steht in der Mitte und ist für Gas, Bremse und Lenkung zuständig. Du kannst dich da oben einfach erstmal einleben. Da Reiten ein Sport ist, wird dein Reitlehrer einige Lockerungsübungen mit dir machen, die auch dazu dienen, dass du dich entspannst und dich einfach daran gewöhnst. Übungen könnten sein: Arme Kreisen, Beine Kreisen, Finger an Fußspitze, Kopf dehnen. Dabei wirst du noch keine Zügel in der Hand haben. Du darfst dich vorne am Sattel festhalten. Vielleicht traust du dich aber schnell auch mal loszulassen. Der Reitlehrer wird dir genau sagen, wie man auf einem Pferd sitzt, also wie man das Bein hält, wie man den Oberkörper und Kopf trägt und wie die Arme und Hände positioniert werden. Das solltest du verinnerlichen. Der Sitz wir ein ganzes Reiterleben nie perfekt, aber immer besser.

Ja und es kann auch sein, dass du schon die ersten Runden trabst. Der Reitlehrer wird dir dazu das sogenannte Leichttraben erklären. Das bedeutet, dass du im Rhythmus des Trabs aufstehst und dich wieder hinsetzt (in den Sattel). Dadurch weicht dein Popo den Stößen aus, die der Pferderücken beim traben ausübt. In anderen Worten: du wirst nicht durchgeschüttelt :-)

So. Ob das nun auch in deiner Reitschule genau so abläuft, wirst du erfahren wenn du da bist.

Viel Spaß!

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