Akzent/Dialekt der Norddeutschen?

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Vor 2 Jahren ist eine Freundin von mir von Norddeutschland zu uns nach BW gezogen. Sie landete bei mir in der Klasse und -oh wunder- sie verstand einiges nicht...

Es hat sich für uns wirklich stark nach Hochdeutsch angehört, sie hat sich auch oft über "is" oder wie manche sagen "isch" aufgeregt.

Da sie immer alles komplett aussprach "Is - ist " "Weisch - weißt" "net - nicht" " no hocken (was sich total seltsam eigentlich anhört XD) - hin setzen" "sage - sagen" hörte sich das ganze dann "hart" an.

Sie lachte auch sehr oft wenn ich mit ihr sprach weil es sich für sie einfach seltsam anhörte. Was ich vollkommen verstehen kann.

Aber viel unterschied gab es für uns nicht. Außer so dinge wie "Federmappe" zu dem wir "Mäppchen" sagen. Worüber sie sich auch aufregte XD...

Naja, ich hoffe ich konnte etwas helfen, Mfg Chen~

wir amüsieren uns mit freunden auch über unsere dialekte.

so gibt es bei "die bach", obwohl andere der bach sagen. oder unsere freundin mit ihrem pfälzischen dialekt vom "häusel" spricht.

aber insgesamt drückt jeder seine gefühle im dialekt aus, so das man gleich hört, wie ein satz gemeint ist.

allenfalls wird mal nach einem begriff nachgefragt, wie wirsching, also wirsing.

der hit ist ja, wenn man dann sagen muss, das sagt man immer so, abe rich weiss nciht wie ich es übersetzen muss

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@larry2010

Jah das kenn ich, bei uns heißt es "Der Haargummi" aber laut ihrer Aussage "Das Haargummi" Was beides für mich einen sinn ergibt , wie man jetzt auf "die bach" kommt ist mir da schon ein größeres Rätsel.

So lange man versteht was der andere sagen will ist es ja vollkommen egal, musste auch oft alles sehr genau aussprechen damit sie es verstand.

Aber man lebt sich da ja ein.

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@Chency

Das heißt, wenn ich da mal nachfragen darf: Sie hatte Verständnisprobleme - so wie ich jetzt auch - du oder ihr aber nicht?

Mir gehts auch gar nicht so sehr um Grammatik sondern mehr um den Klang an sich...

Klingt ihre Sprache irgendwie... anders als das, was du gewohnt bist? Also irgendwie härter, rauer... oder so?

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@Chency

das weiss ich auch nicht warum die bach ist, ist halt so.

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@tagalog

ich denke steif, würde es vielleicht eher treffen, wenn ich ans norddeutsche denke.

das kommt aber auch immer auf die person an, die spricht. ich denek in de rguten stube spricht man anders, als wenn man draussen im strum am wasser steht.

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@tagalog

Nein wir hatten keine probleme sie zu verstehen , da sie ja alles komplett aussprach. Ist ja genau so wie wenn wir schreiben , wir schreiben nicht im Dialekt (gott das wär ja schrecklich) sondern ganz normal alles aus.

Ich muss Larry20120 zustimmen es klingt eher "steif" als hart.

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@tagalog

Ja, das klingt härter. Wie sie schon sagte: weil alles ausgesprochen wird. Auch harte Konsonanten vor allem, die man in süddeutschen Dialekten gerne weglässt.

Das tut man aber bspw. auch im Niederländischen. Und das ist norddeutsch.

Wenn Du meine Theorie (also nicht von mir erfunden, nur hier dargestellt) anwendest, verstehst Du ja auch, warum. Wir sprechen eben wie Menschen, die Texte aus einem Buch der hohen amtlichen Schriftsprache vorlesen. So klingt es jedwenfalls vermutlich für Schwaben oder Österreicher.

Weil wir unsere Sprache nicht in der Familie gelernt haben, sondern die familiäre ausgerottet und zugunsten der Buchsprache aufgegeben ist.

Das mit dem Radiergummi ist Zufall. Der Duden lässt einfach beide Geschlechter zu.

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Ich mag Dialekte umso lieber, je näher deren Gebiet an meiner Heimat liegt. Besonders gerne höre ich deswegen den Ruhrgebiets-Slang, der allerdings eher ein Akzent als ein Dialekt ist. Was ich komischerweise auch sehr gerne mag, ist ein norddeutscher Akzent. Der dazugehörige Dialekt wäre ja Plattdeutsch, das leider heutzutage kaum noch gesprochen wird, aber wenn, dann höre ich es auch sehr gerne. Woher diese Affinität zum Norden kommt, weiß ich nicht genau, vielleicht daher, dass ich schon als Kind immer gerne in Hamburg war.

Mir persönlich gefallen Saarländisch und Schwäbisch überhaupt nicht, einen richtig netten Berliner Dialekt oder Hessisch höre ich ganz gern. Ich kann nicht sagen warum, aber bei Schwäbisch sträuben sich mir die Nackenhaare .

Die Sprache im Norden Deutschlands ist tatsächlich grammatikalisch betrachtet, ein Hochdeutsch. Aber kaum jemand spricht es wirklich korrekt. Wir haben alle lokale Eigenarten wie Wortverschleifungen und unsaubere Übergänge (typisch Westfälisch), einige Worte aus dem ehemaligen niederdeutschen Vokabular.

Und es gibt noch handfeste Dialekte wie Märkisch (Berlin), in denen das Niederdeutsche dieser Regionen noch ziemlich überlebt hat.

Erstaunlicherweise kommt unsere heutige Schriftsprache aber eher aus dem Süden! Und hat im Norden mehr Erfolg gehabt.

Die Grammatik ist nicht niederdeutsch, sondern oberdeutsch. Das erkennst Du, wenn Du mit dem Niederländischen vergleichst, sehr klar.

Soweit ich das erinnere, liegt das daran, dass in der Zeit des Aufkommens des Buchdruchs die Zentren von Verlegern und Druckereien in Süddeutschland waren. Darum wurden süddeutsche Dialekte Schriftsprache. Und etablierten sich bei uns im Norden als Sprache der gebildeten Schichten, die das Niederdeutsche als "unterschichtensprache" verachteten.

Vielleicht konnte nur bei uns hier ein so klarer Gegensatz zwischen Schrift- und Volkssprache entstehen, dass eine Schriftsprache so verschieden von der Volkssprache war, dass sie sie dann ausrottete. Jedenfalls, was Vokabular und vor allem Grammatik angeht. Die Aussprache können Bücher ja nicht so gut steuern :)

Wir würden heute in Rheinland, Westfalen, Niedersachsen mehr oder weniger so sprechen wie die Niederländer, wenn die Buchdrucker aus Strassburg und Tübingen uns nicht so entsetzlich umerzogen hätten :-)

was ist hochdeutsch? soweit ich weiss, das schriftliche deutsch.

und vorallem gibt es im norddeutschen raum einige varianten des plattdeutschen, s ist das plattdeustch im ohnesorg theater anders, als das was in den einzelnen regionen gesprochen wird.

allein in baden-württenberg gibt es die pfälzer und badenser, aber auch schwaben, welche meine freunde sind udn wo man nciht glauben mag, das sie in einem bundeland leben.

googel mal baden württemberg zusammen mit dialekt.

sicher fidnest du dann einen dialektkarte, wo du siehst, wleche dialekte es gibt und wlechen ursprung sie haben.

wir im taunus gehören zu dem hessischen dialekt, der den ursprung im fränkischen, mit mainzer einschlag.

frankfurterisch, ist eine mischung, quasi hochhessisch und dann im tiefen des odenwald, süden bei heppenheim, fulda und nördlich, kann es mir passieren, das ich gar nichts verstehe.

das man im süden etwas weicher spricht, fidne ich auch, und ab kassel klingt es etwas härter.

vorallem gibt es dort kein "sch", wei bei uns, soweit ich weiss, ist das norddeutsche mit dem dänischen verwandt

wir hören dazu mal auf den deutschen "paradetürken" bülent ceylan: die hannoveraner sind die oxford-deutschen. er weiß wohl nicht, dass sogar DIE einen eigenen dialekt haben.

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