"Äußerungsbogen Beschuldigter". Ausfüllen oder schweigen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Grüß dich,

der "Äußerungsbogen als Beschuldigter" stellt sicher, dass du das Recht, dich zu den Vorwürfen äußern zu dürfen, wahrnehmen kannst.

Ob, bzw. was du sagst, ist erstmal für das weitere Strafverfahren irrelevant.

Da ich aus deinen restlichen Kommentaren lese, dass die Anschuldigung stimmt und der Händler dich hingehängt hat, wird es ziemlich sicher zu einem Strafbefehl oder einer Gerichtsverhandlung kommen. Hier kannst du mit einem Geständnis die Strafe dementsprechend mildern. 

Vielen Dank für Deine Antwort!

Ich denke, die Sachlage ist eher unklar, sonst hätten sie im Brief mehr Details genannt.

Es ist auch keine Vorladung, sie wollen nur eine Äußerung von mir.

Grüße zurück!

Tut mir Leid, aber das ist Quatsch;) In einem Anhörungsbogen steht nie mehr drin. Z.B. habe ich vor 5 Minuten einen Anhörungsbogen versandt, in dem drin steht "Ihnen wird vorgeworfen sich der Straftat Geldwäsche schuldig gemacht zu haben." (Sinngemäß). Das ist vom System her vorgegeben, da füllen wir überhaupt nichts aus:)

Und einen schriftlichen Äußerungsbogen schicken wir in der Regel nur, wenn bereits alle Fakten zusammengetragen sind, also keine weitere Ermittlungen mehr vonnöten sind. Wie gesagt, der Beschuldigte hat ein Anrecht darauf, sich zu dem Vorwurf zu äußern. Daher der Brief...

Im Prinzip hast du zwei Möglichkeiten: Du bestreitest den Erwerb der Betäubungsmittel. In dem Fall wird es zu einem Gerichtsverfahren kommen. Schlägst du diesen Weg ein, würde ich dir empfehlen, keine Angaben zur Sache zu machen.

Oder du gibst den Erwerb zu und bittest auf Grund deines Geständnis um Strafmilderung. Dann solltest du Angaben zu Sache machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CaptainCrunch22
27.01.2016, 14:57

Danke für die Antwort Dommie!

Meinst du, ich würde ein paar zusätzliche Infos zur Sachlage bekommen, wenn ich bei der Polizei anrufe?

Grüße, CaptainCrunch

1

Stimmt denn der Vorwurf? 

Der Anhörungsbogen ist die Gewährung rechtlichen Gehörs. Ob du dich äußerst oder nichts sagst, ist für den Lauf des Strafverfahrens unbeachtlich. Du hattest die Gelegenheit, was zu sagen. Danach hat der StA freie Bahn, einen Strafbefehl zu beantragen. 

Wenn die Sachlage eindeutig ist, würde ich mich zur Sache äußern und versuchen, sie als Jugendsünde darzustellen.

Ist die Beweislage aber zweifelhaft, wäre die Hinzuziehung eines RA anzuraten. Allerdings kostet der einiges. Es ist letztlich eine Kosten-/Nutzenrechnung. 

Stimmt der Tatvorwurf, glaube ich nicht, dass du "ungerupft" aus der Sache rauskommst, eine Einstellung gegen Geldauflage wäre drin, genau wie eine Geldstrafe. 

Ein Anhörungsbogen bezeichnet nur in recht wenigen Worten die dir vorgeworfene Tat. Sie wird nicht in epischer Breite dargelegt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist das ratsam?


Ist die Sachlage unklar ist es ratsamer keine Angaben zu machen um sich nicht selbst zu belasten.

Ist die Sachlage eindeutig, dass du gegen ein geltendes Gesetz verstoßen und die Beweislast überzeugend ist, dann ist es immer förderlich sich zu der Sache zu äußern, Umstände zu erklären und Reue zu zeigen. Das wirkt sich - besonders bei Jugendstraftätern - auf ein mögliches Urteil strafmildernd aus.

Wie eindeutig die Beweise bei dir sind kann man nicht sagen. Denk mal drüber nach. Das abzuwägen ist manchmal sehr schwierig.

Gruß Chillersun

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CaptainCrunch22
26.01.2016, 21:44

Vielen Dank für Deine Antwort!

Ich denke, die Sachlage ist eher unklar, sonst hätten sie im Brief mehr Details genannt.

Es ist auch keine Vorladung, sie wollen nur eine Äußerung von mir.

Grüße zurück!

1

Frag mal einen Strafrechtler. Es scheint ja relativ eindeutig zu sein, wenn Du Spuren im Internet hinterlassen hast.

Der Strafrechtsanwalt kann nach der Menge um die es geht Dir den Rat geben, ob volle Offenheit, Reue usw. der richtige Weg ist, oder einfach Schweigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CaptainCrunch22
26.01.2016, 14:40

Danke für die Antwort!

Es waren nicht die Spuren im Internet. Der "Händler" wurde hochgenommen, und hatte anscheinend noch Daten von mir.

Menge war ca. 5 - 10g.

0

Als Beschuldigter musst Du Dich zum Sachverhalt nicht äußern. Es ist ratsam juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?