ADHS Kind mit Hochbegabung

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Gymnasium.

Ich hab auch so eine, inzwischen 11. ADHS vom Papa, IQ irgendwo bei 146 (Deckeneffekt beim testen). Die Kombination ist teuflisch. Abgesehen davon ist sie gegen alle möglichen Lebensmittel empfindlich und extrem dünn (nein, keine Ritalin-Nebenwirkung, nimmt sie nämlich nicht - da bin ich der einzige in der Familie) aber seit der 1. Klasse eine extrem gute Ausdauersportlerin - Kinder in dem Alter freiwillig beim Bahnenschwimmen oder Langlaufen? Sie ist eine der wenigen. Und dass sie eine auditive Wahrnehmungsstörung hat ist da vielleicht eher uninteressant.

Unser Leitsatz: immer so normal wie möglich gerade weil so viel anders ist.

Wir haben sie auf das normale Gymnasium um die Ecke in die normal passende Klasse geschickt und es läuft.

Abgesehen von den typischen Problemen die auch bei uns (und meist bei ADHS) im Sozialen liegen: Sie ist, wie euer Junge, - typisch für ADHS - seelisch stark hinten dran - nicht gerade günstig um eine Klasse zu überspringen. Andererseits ist sie vom Grips - Hochbegabung - ihrer Klasse weit voraus. Aber da ihre Schulleistungen extrem von der Sympathie zu den Lehrern abhängen (das ist wieder typische ADHS) ist sie zwar im letzten Zeugnis im Schnitt Klassenbeste gewesen aber es mischen sich auch mal 4er dazwischen - anders gesagt: Sie kennt in Arbeiten eigentlich nur die Noten 1 (netter Lehrer, interessantes Thema) und 4 (doofer Lehrer, langweiliges Thema). Das ist in dem Fall gut weil normal - nur 1en wie bei "reiner" Hochbegabung sind nämlich auch nicht toll. Na ja, und lebende Sprachen ... siehe Auditive Wahrnehmungsstörung (Latein: immer 1, Englisch: hören und verstehen ist da nicht ihrs). Sie wird aber auch in Englisch auf unseren ausdrücklichen Wunsch trotz Attest normal bewertet - denn das ist das einzige Fach für das sie lernen muss und wo sie sich durchbeissen muss und wo Noten ein erarbeitetes Erfolgserlebnis sind.

Ein Tipp: Bei diesen Kindern greifen sehr kognitiv ausgerichtet ADHS-Therapien, die machen viel über den Kopf und können sich gut kompensieren.

Dass sie total verpeilt ist merkt man im Alltag kaum weil sie sich schon als Grundschülerin wie eine Erwachsene mit Listen, Plänen und Gewohnheiten kompensiert hat. Sie hat einen sauber a jour gehaltenen Terminplaner. Die Zeiten die sie in der Schule aus dem Fenster guckt macht sie mit der irrsinnigen Arbeitsgeschwindigkeit wett - das spricht übrigens gegen spezielle Hochbegabtenschulen, da könnte das ADHS stärker zum Tragen kommen - abgesehen davon wäre das dann ein Internat, dafür ist sie aber wieder zu kindlich.

Deswegen machen die Impulsivität und dieses vom-anderen-Stren-sein eigentlich die Probleme und insgesamt passt sie in die normale Schule, halt mit ein paar Hakelein.

ich hatte das auch, damals gabs aber noch kein adhs, bin super damit klar gekommen, nur die anderen nicht. im übrigen bringt da auch das gymnasium nichts, auch dort mögen es die lehrer nicht wenn ein schüler schlauer ist als sie selbst und strafen solche kinder ab wo sie nur können. lassern sie den kleinen sich einfach entwickeln, wird dann schon.

Es gibt wohl kaum eine Schulform, wo "richtige" ADHS-Kinder gern gesehen sind. Schlaumeier mit Zappelsyndrom, verrückter Professor u.ä. wurde mir schon zur Genüge um die Ohren gehauen.

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