Abmahnung wegen Arbeitszeitbetrug gerechtfertigt, wenn nicht auf Dienstgang gestempelt?

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7 Antworten

Ob du die Abmahnung unterschreibst oder nicht ist unerheblich, sie muss dir nur ordnungsgemäß zugestellt sein.

Die Abmahnung an sich ist kaum angreifbar, da es hier eine klare Betriebsanweisung gibt und du dich nicht daran gehalten hast. Solange du nicht bestreiten kannst, davon gewusst zu haben, wirst du hier kaum raus kommen.

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mmmhhhh - schwierig. für solch ein pille-palle wo niemand zu schaden gekommen ist, würde sich in meiner firma niemand die arbeit machen und eine abmahnung verfassen. wenn sowas allerdings bei einem arbeitnehmer  andauernd vorkommen würde, dann ja.

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Kommentar von Forchi
16.08.2016, 12:14

Das Problem ist ja eigentlich noch viel weitreichender. Ich hege den Verdacht, dass mein Chef seit neustem nach einem Weg sucht mein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit Abmahnungen zu beenden.

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Direkt eine Abmahnung zu erteilen ist unverhältnismäßig. Es sei denn du wurdest bereits schon einmal zum gleichen Thema ermahnt, dies geht aus deinem Text nicht hervor.

Sobald dir die schriftliche Abmahnung vorliegt, lese die Begründung durch. Ich finde, wenn es das erste mal passiert ist, ein völlig unangemessene und eine unverhältnismäßges Vorgehen deines Gebietsleiters.

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Grundsätzlich ist die Abmahnung berechtigt, da du ja gegen eine Dienstanweisung deines AG verstoßen hast. Wenn die schriftliche Abmahnung dann damit begründet ist, ist es formal in Ordnung.

Der Vorwurf der Arbeitszeitmanipulation ist aber nach deiner Schilderung ziemlicher Unsinn, denn so oder so ist es Arbeitszeit. Wenn die ABmahnung damit begründet ist, könntest du dagegen angehen, indem du eine schriftliche Gegendarstellung einreichst und die Entfernung der Abmahnung aus deiner Personalakte verlangst. Wenn dein Verdacht, den du in einigen Kommentaren geäußert hast, richtig ist, solltest du m. E. die fehlerhafte Abmahnung aber auf sich beruhen lassen, denn der AG könnte sonst eine korrigierte (formal und inhaltlich richtige) Abmahnung nachschieben.

Sollte es tatsächlich so weit kommen, dass dir gekündigt wird und der AG beruft sich u. a. auf diese Abmahnung, könntest du im Kündigungsschutzprozess damit argumentieren, dass die Abmahnung unwirksam war.

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Kommentar von Grautvornix
16.08.2016, 14:18

Ist auch was dran, kommt es zur Kündigung, und zu einem Prozess vor dem AG, werden die wohl feststellen, das die Abmahung(en) unbegründet waren.

Und damit die Kündigung, dann gibt es einen Vergleich.

Das meinte ich mit "teuer machen", ich würde es so machen.

Die stehen dann vor Gericht ohne Munition da.

Ist ja auch fraglich, ob es weitere Abmahungen deswegen geben wird, wenn man das Spiel durchschaut hat.

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Kommentar von Familiengerd
16.08.2016, 15:00

Wenn dein Verdacht, den du in einigen Kommentaren geäußert hast, richtig ist, solltest du m. E. die fehlerhafte Abmahnung aber auf sich beruhen lassen, denn der AG könnte sonst eine korrigierte (formal und inhaltlich richtige) Abmahnung nachschieben.

Und eine wegen einer Gegendarstellung korrigierte, nachgeschobene Abmahnung wäre dann gegen den - harmlosen - Verstoß gegen eine Dienstanweisung gerichtet.

Und eine solche (geradezu "lächerliche", weil äußerst kleinliche) Abmahnung taugt kaum als "Munition" für eine Kündigung.

Das heißt, eine Gegendarstellung gegen die Abmahnung im konkreten Fall hätte nicht die von Dir befürchtete Wirkung.

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bei Arbeitszeit betrug gilt normalerweise Frist lose Kündigung

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Kommentar von Forchi
16.08.2016, 19:28

Lesen, verstehen, dann antworten bitte. Es handelt sich hier nicht um Arbeitszeitbetrug!

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Kommentar von DarthMario72
17.08.2016, 11:42

Frage nicht richtig gelesen? Was daran ist Arbeitszeitbetrug?

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Finde ich nicht, wenn du nachweisen kannst das du nicht Privat unterwegs warst, dann hast du nur etwas vergessen.

Das kann jedem passieren.

Wenn du dir ansonsten nichts hast zu Schulden kommen lassen, dann ist das eine sehr kleinliche Auslegung der Vorschriften.

Hat deine Arbeit darunter gelitten?

Hatte die Firma einen Nachteil.

Ist in der Zeit wo du "nicht auffindbar" warst irgendetwas passiert wofür deine Anwesentheit unbedingt erforderlich war?

Wenn du das alles mit nein beantworten kannst, dann würde ich die Abmahnung nicht annehmen.

Tollen Personalrat habt ihr.

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Kommentar von Forchi
16.08.2016, 12:16

Die ganze Aktion hat keine 10 Minuten gedauert, es entstand der Firma keinerlei Nachteil, es ist nichts passiert. Ich hege den Verdacht mein Chef versucht mein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit solchen Aktionen zu beenden.

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Du hast Recht. Wenn du was für die Firma erledigt hast, dann ist das Arbeitszeit.

Du solltest gegen die Abmahnung vorgehen. Das Problem ist, wenn du eine Abmahnung in deinen Akten hast, dann kann man dich später wesentlich leichter fristlos entlassen.

Du solltest also einen Termin mit der Personalabteilung machen und verlangen, dass die Abmahnung zurück genommen wird und aus den Personalakten entfernt wird. Ansonsten hast du die Möglichkeit, auf die Entfernung der Abmahnung zu klagen.

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Kommentar von Familiengerd
16.08.2016, 12:56

dann kann man dich später wesentlich leichter fristlos entlassen

Die Abmahnung ist zwar rein formal rechtlich nicht zu beanstanden, inhaltlich aber äußerst kleinlich.

Zur Stützung einer späteren fristlosen Kündigung (was ja auch nur eine rein spekulative Mutmaßung ist) ist sie aber völlig ungeeignet!

verlangen, dass die Abmahnung zurück genommen

Mit welcher Begründung?

Der Fragesteller hat gegen eine Dienstanweisung verstoßen und erhält dafür eine Abmahnung - wie gesagt: formal korrekt, inhaltlich kleinlich!

Diese Abmahnung ist relativ bedeutungslos!

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