abgrundtiefer Hass - was ist los mit mir?

13 Antworten

Das ist nicht krank, sondern verständlich. Du bist verletzt, das schmerzt. Wenn der Schmerz nicht weggeht, weil die Wunde nicht heilt, macht das auf Dauer aggressiv. Es ist gut, dass Du das erkannt hast. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung.

Hassen macht häßlich. Außerdem kann es dich, wenn es länger anhält, auch krank machen. Das willst Du nicht, dass ist an deiner Frage zu spüren. Folge ruhig dem Tipp von Waldfrosch und rede Dir deinen Kummer von der Seele. Ich wünsche Dir, dass sich damit auch ein Weg für Dich eröffnet, der Dich aus dieser Situation führt. ;-)

Das ist kein Haß, das ist abgrundtiefe Abneigung. Und alles was abgrundtief ist oder über die Maßen hinaus, schadet dir selber mehr als irgend jemand anderen. Es bringt auch die Unfähigkeit mit, irgend etwas Gutes in dem Menschen zu sehen.

Das, was an dir nicht stimmt, ist, dass du es zuläßt, nahezu jeden Moment an diesen Menschen zu denken. Sofort bei Kontakt, gleich welcher Art, ruft es in dir Abneigung hervor.

Aber es ist immer deine Entscheidung, niemals in einem solchem Fall ein fremder Einfluß, wie du dich jedes Mal dabei fühlst.

Es mag für dich sicher banal klingen, aber entscheide dich doch einmal anders herum. Bisher hast du dir Negatives eingeredet. Mache es umgekehrt, rede dir Positives ein. Auch wenn Anfangs noch so viel Ekel dabei zustande kommt, beginne damit, das Positive in ihm zu sehen. Sage dir bei jedem Amblick: Er ist ein guter Mensch. Ich liebe seine Anwesenheit... und solche Sachen. Es dauert nicht lange und du wurst wieder Herr deiner Gefühle und nicht umgekehrt. Das ist das ganze Geheimnis, wie du aus etwas, was dich beherrscht, du wieder darüber Herr werden kannst.

Was du dir viorher negativ eingeredet hast, rede dir positiv ein. Dann wirst du auch wieder normal.

Beispiel: Während einer meiner Ausbildung mußt ich mich sehr viel mit Mathe beschäftigen. Es gab nichts, absolut nichts was ich mehr "hasste", als Mathe. Dazu kam, der Lehrer dazu war mir alles andere als symphatisch. Da fragte ich mich eines Tages, warum ich bestimmte andere Fächer und Lehrer liebte und so begann ich mein pers. Experiment, die "Hass-" Fächer und Lehrer genauso zu behandeln, wie das, was ich bis dato nicht mochte. Es dauert fast 2 Wochen und ich konnte mit diesem Lehrer nicht nur Abends mal ein Bier trinken gehen, sondern wurde auch noch der beste Mathe-Schüler meines Lehrganges. Selbst die kompliziertesten Gleichungen wurden für mich zum Kinderspiel und mit dem Lehrer bin ich noch heute befreundet. Ein Leher, dem ich früher ganz gerne mal "mit einem Messer an die Kehle" gesprungen wäre.

Es ist tatsächlich so: Das, was man sich einredet, das ist unsere Realität und gleichzeitig der Realität unserer Zukunft.

Du selber entscheidest mit jedem deiner Gedanken und deiner Taten, wie gut oder wie schlecht du mit deinen Mitmenschen auskommst.

Und... wer schreit oder gewalttätig ist, dem fehlt es an Liebe.

Der Hass, den Du empfindest, zerfrisst DICH, und dem Menschen, dem er gilt, tut er nichts.... Möglicherweise ist nachvollziehbar und verständlich, dass Du ihn hasst, aber egal, was er Dir angetan hat: Du fügst Dir mit Hass noch zusätzlichen Schaden zu. Dieser Mensch ist dieses Ausmaß an Gefühlen, das er in Dir verursacht, mit Sicherheit nicht wert.

Versuche, die Dinge, die den Hass in Dir verursachen, zu verarbeiten, wenn nötig mit Hilfe einer Therapie, damit Du vom Hass loskommen kannst.

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