Ab wann ist ein landwirtschaftlicher Betrieb gewerblich?

7 Antworten

Gewerblich ist es, sobald du etwas verkaufst. Ob das nun Milch, Fleisch oder Getreide ist und in welcher Menge ist dabei unerheblich.

Es wird in der Landwirtschaft lediglich unterschieden zwischen Vollerwerb- und Nebenerwerbslandwirt.

Vollerwerbslandwirt= macht das (meist) hauptberuflich, unterliegt der Versicherungspflicht der Alterskasse und hat eine andere Besteuerung der Maschinen bzw Anhänger (grüne Nummernschilder).

Nebenerwerbslandwirt= macht das nebenbei und geht seiner regulären Arbeit nach. Hier fällt die Versicherungspflicht weg und die Maschinen werden ganz normal mit schwarzen Nummern gefahren.

Sobald du zb Getreide in die Mühle fährst oder Fleisch verkaufst, zählt das als Gewerbe und bedarf einer Anmeldung.

Das mal als grobe Übersicht :-)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

eine Landwirtschaft kann NUR dann gewerblich werden, wenn der Landwirt Dienstleistungen für anderre durchführt (gilt als Gewerbe) oder einen Hofladen (Direktbetrieb) betreibt.

selbst dann MUSS der gewerbliche Anteil mehr als 50 % betragen, dann wird die Landwirtschaft gewerblich geprägt.

die Anzahl der Tiere ist EGAL (bei uns in der Gegend gibt es einen Hof mit mehr als 500 Milchkühen. das Dingens ist und bleibt Landwirtschaft)

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn eine GV anzahl je Hektar überschritten wird rutscht ein Betrieb automatisch ins Gewerbe. Die genaue zahl weiß ich aber nicht.

Es kann somit sein das ein Betrieb mit 20 Kühen ins gewerbliche rutscht wenn dieser nur ganz wenig Fläche hat. Ein Betrieb kann aber auch 2000 Kühe haben und noch als normaler Landwirtschaftlicher Betrieb laufen.

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Das hat nichts mit der Größe eines Betriebs zu tun.

Sobald du mit dem handel, der Produktion und dem verkauf von Waren und Dienstleistungen Gewinne erzielen willst ist es gewerblich.

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