42,5 Stundenwoche zulässig?

4 Antworten

Die tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden steht im § 3 Arbeitszeitgesetz: "Die werktägliche Arbeitszeit der AN darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oderr innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden"

Das bedeutet, dass der Wochendurchschnitt nicht mehr als 48 Stunden betragen darf. Die Wochenstunden sind auf Werktage ausgelegt und da der Samstag ein Werktag ist, sind das dann im Schnitt 6 X 8 Stunden.

Auch dir THX.

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Dein Sozialkundelehrer hat durchaus Recht, und seine Formulierung ist auch nicht "Unfug", wie Mikkey in seiner weitgehend falschen Antwort behauptet.

Wie Hexle2 mit dem zitierten § 3 des Arbeitzeitgesetzes schon festgestellt hat, beträgt die werktägliche maximale Arbeitszeit 8 Stunden (Verlängerungsmöglichkeiten außer Acht gelassen); bei den 6 Werktagen Montag bis Samstag sind das in der Woche dann maximal 48 Stunden.

Wenn Du nur an 5 Werktagen arbeitest, z.B. Montag bis Freitag, ist die maximale Arbeitszeit 5 x 8 = 40 Stunden.

Die 42,5 Stunden wären bei Dir nur dann in Ordnung, wenn Du in einer bestimmten Frist (z.B. im Wechsel) nur 37,5 Stunden arbeiten müsstest, so dass Du im Durchschnitt wieder auf 40 Stunden in der Woche (oder 8 am Tag) kämst.

Für bestimmte Bereiche (Pflegeberufe, Rettungdienste und viele weitere) gibt es von dieser Arbeitszeitregelung allerdings Ausnahmen.

Mhm, ich arbeite nur 5 tage/woche.

Das mit den 6 tagen erklärt auch die 45 Stundenwoche von meinem dad.

Aber oke, jezt weiss ichs. Aber ich kann mir vorstellen, das meine Kollegen vor längeren das so eingeführt haben, um nicht samstags arbeiten zu müssen-weil wenn ich jezt da reinstier heissts sicherlich: Dann wird ab nächsten monat samstags 2,5h gearbeitet.

THX trotzdem

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Diese Auslegung der Bestimmungen des ArbZG ist leider falsch.

http://anwaltskanzlei-hoffmann.de/ver%C3%B6ffentlichungen/archiv/arbeitszeit/

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@ralosaviv

Und wie ist die "richtige" Auslegung, ralosaviv?!?

In dem Link heißt es:

Das Gesetz geht dabei von der 6-Tage-Woche und damit von 48 Wochenstunden aus, so dass bei der heute vielfach üblichen 5-Tage-Woche eine tägliche Arbeitszeit von 9,6 Stunden zulässig ist, ohne dass es einer Kompensation innerhalb eines Ausgleichszeitraums bedarf.

(Und bei einer 4-Tage-Woche sind dann 10 Stunden täglich erlaubt? Ohne "Kompensation? Oder was?)

Dann kommt die dazu widersprüchliche (aber richtige) weitere Erklärung:

Zulässig ist nämlich eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden pro Arbeitstag, wenn innerhalb eines Ausgleichszeitraums von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Und weiter:

Soweit individuelle vertragliche Vereinbarungen den gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen, sind sie [...] unwirksam.

Ja was denn nun?!? Kompensation innerhalb eines Ausgleichszeitraumes ja oder nein??? Zuerst schreibt der Herr Anwalt "Nein!", dann wieder "Ja!"

Ich bleibe dabei: Eine durchgehende Arbeitszeit von 42,5 Stunden bei einer 5-Tage-Woche ist - auch wenn es sich täglich nur um 0,5 Stunden handelt - rein formal nicht erlaubt, wenn es nicht einen Ausgleich gibt; auf den Zusammenhang mit dem Ausgleich habe ich in meiner Antwort hingewiesen.

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@Familiengerd

Wenn Du die Begriffe "Werktag" und "Arbeitstag" durcheinanderwirfst, kann dabei keine richtige Auslegung der Bestimmung herauskommen.

(lassen wir die Verlängerungsmöglichkeit einmal außen vor)

Du kannst eben nicht einzelne Sätze herausziehen und andere einfach ignorieren.

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@Mikkey

Wenn Du die Begriffe "Werktag" und "Arbeitstag" durcheinanderwirfst, kann dabei keine richtige Auslegung der Bestimmung herauskommen.

Das ist für den Fall hier ziemlich gleichgültig, denn es ändert nichts an dem Maximum von 8 Stunden am Tag - ob nun Werktag oder Arbeitstag, was hier völlig unbedeutend ist!!!

Was ergibt sich denn aus dem angeblichen "Durcheinanderwerfen" dieser beiden Begriffe?

Du gibst hier nur ein Statement ab, erklärst aber selbst nichts!

Dann bitte ich Dich doch einmal sehr um die "richtige Auslegung" - wenn Du sie denn überhaupt geben kannst!!!

Und was hat die Verlängerungsmöglichkeit (mit dem erforderlichen Ausgleich, worauf ich in meiner Atnwort aber eingegangen bin!) mit der Frage hier zu tun? Erst einmal nämlich nichts, weshalb ich dann hier auch nicht weiter darauf eingehen musste!!

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Was der Lehrer sagt ist im Prinzip richtig, so wie er es anscheinend ausgedrückt hat, ist es Unfug.

Es sind 8 Stunden an 6 Tagen pro Woche erlaubt, also 48 Stunden. Die dürfen ohne Probleme auch an 5 Tagen geleistet werden.

Es sind 8 Stunden an 6 Tagen pro Woche erlaubt, also 48 Stunden. Die dürfen ohne Probleme auch an 5 Tagen geleistet werden.

Das ist falsch und widerspricht dem Arbeitzeitgesetz!!

Dort heißt es in § 3 Satz 1 (lassen wir die Verlängerungsmöglichkeit einmal außen vor):

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten.

Und bei 5 Werktagen sind das dann eben 40 Stunden und keine 9,6 Stunden wie bei Deinem obskuren Verteilen von 48 Stunden bei 6 Werktagen auf nur 5 Werktage!

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@Familiengerd

Wenn Du einzelne Sätze aus gesetzlichen Bestimmungen aus ihrem Zusammenhang reißt, kann nichts richtiges herauskommen. Lies die Bestimmung (wurde hier bereits von Hexle [DH]) vollständig zitiert einfach mal zuende.

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@Mikkey

Wenn Du einzelne Sätze aus gesetzlichen Bestimmungen aus ihrem Zusammenhang reißt,

Und wo ist da - bitteschön - etwas "aus dem Zusammenhang gerissen"? Was fehlt denn und würde dann welchen "Zusammenhang" wiederherstellen?

Der Satz 1 aus § 3 ist schlicht und eindeutig.

Um Deine Rechnung einmal weiter zu führen, wenn Du sagst 48 erlaubte Wochenstunden dürften auch auf 5 Tage verteilt werden ohne Ausgleich:

48 Stunden bei 6 Tagen = 8 Stunden täglich, bei 5 Tagen = 9,6 Stunden täglich? bei 4 Tagen dauerhaft 10 Stunden (als Obergrenze) täglich??

Das Arbeitszeitgesetz sagt übrigens nicht, dass 48 Stunden in der Werkwoche erlaubt sind, sondern es sagt, dass werktäglich 8 Stunden erlaubt sind! Wer von erlaubten 48 Stunden in der Woche ausgeht und das dann auf 5 oder weniger Tage umlegt, will das Pferd von hinten aufzäumen und widerspricht § 3 Satz 1 des Gesetzes (lassen wir dabei mal die Ausnahmen - evtl auch durch tarifliche Regelungen - außen vor)!

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