30min Schritt oder Trab an der Longe ohne Langeweile?

7 Antworten

Mich verblüfft grade der Tierarzt, der Dich longieren lässt, aber keine Seitengänge, Übergänge und sowas machen lässt. Gut, ich weiß nicht, wie Du longierst, aber ich denke, wenn Du ähnlich longieren würdest wie ich und ein paar andere hier, würdest Du die Frage nicht stellen und hättest dem Tierarzt schon ein großes "Hä?" mitgegeben, um ihn zu fragen, was das nun soll. Wenn das Pferd wirklich keine Seitengänge machen darf, würde ich definitiv nur spazieren gehen draußen, denn an der ausgefahrenen Longe im Kreis laufen auf Hallen- oder Platzböden belastet weit mehr als ein bisschen übertreten ...

... und wahrscheinlich hätte ich jetzt in einem anderen Tab im Browser die Suche nach einem anderen Tierarzt offen, der ein bisschen mehr Biomechanische Kenntnisse hat, z.B. einer, der auf manuelle Therapie spezialisiert ist.

Hallo,
ich longiere normalerweise natürlich schon mit seitengängen, übertreten ect. Und da ich natürlich auch weiß wie gut und richtig so etwas ist habe ich den Pysiotherapeuten auch gefragt warum ich das nicht machen soll. Dieser sagte mir, die Wirbel die er eingerenkt hat sollen sich erstmal an ihren neuen Platz ,,gewöhnen". Dies kann ich gut nachvollziehen, da sich Menchen mit frisch eingerenkten Wirbeln auch nicht so dehnen und bewegen dürfen...
Lg Likit

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@Likit

Ah, ok, wenn verschobene Wirbel der Grund waren, ist das was anderes. Allerdings klingen da noch die Worte meiner manuellen Therapeutin im Ohr, die sagt "Man kann definitiv beim Pferd nichts einrenken, nur wieder an seinen Platz holen, was sich verschoben hat. Wer von sich sagt, er würde etwas einrenken, bei dem wäre ich sehr vorsichtig, ob die Qualifikation so gut ist, wie man denkt." Kann aber auch sein, dass viele das umganssprachlich gegenüber dem Laien so sagen, weil ihnen bewusst ist, dass der Laie den Unterschied eh nicht kennt und meine macht sich halt die Mühe, den zu erklären, was vielleicht nicht jeder machen mag. An genug unverständige Pferdebesitzer geraten, lassen diese Bemühungen vielleicht irgendwann nach.

Und dann ist es bei ihr selten so, dass sie eine Woche lang nur Schritt anordnet etc., sondern normal sind ein Tag völlige Ruhepause, weil das doch sehr anstrengend für's Pferd war, dann einen oder zwei Tage ganz vorsichtig Schritt und dann über 5 Tage fließender Übergang zur normalen Arbeit.

Aber wenn Du gut longieren kannst und sowas zu Deiner normalen Arbeit gehört, traue ich Dir durchaus zu, es so zu gestalten, dass das Pferd kein Problem damit hat. Was bestimmt geht, wenn Du nicht zu viel Druck ausübst, sondern nur annimmst, was das Pferd von sich aus anbietet, ist Dehnungshaltung an der Longe verbessern (das wird nach wieder rein holen der Wirbel auch eine Herausforderung sein) und varriieren des Schrittmaßes und der Schritt-Energie. Darfst Du Wendungen auf Voltengröße runter fahren, also Längebiegung sanft fordern? Dann würde ich mal wieder an der Exaktheit des durch den Zirkel wechselns arbeiten, abfragen, ob die Linksbiegung genauso sein kann wie die Rechtsbiegung. Das alleine dürfte für das neue Bewegungsgefühl Deines Pferdes Herausforderung genug sein.

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Du kannst doch statt zu longieren einfach mit ihm spazieren gehen (zumindest die Schrittphase), da musst du halt die Beine ein wenig in die Hand nehmen ;) Das bringt ein wenig Abwechslung und man hat auch verschiedene Böden zur Verfügen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Arbeit am langen Zügel.

Das Traben kann man ja immernoch an der Longe machen. Da könnte man eventuell Stangen hinlegen (sofern das kein Problem darstellt), dann bleibt das Pferd eher aufmerksam.

mach doch bodenarbeit mit deinem pferd :) da wird weder dir noch ihm/ihr langweilig, und es baut außerdem euer gegenseitiges vertrauen noch mehr auf, und muss sich konzentrieren. das ist auch gut für die muskeln und die balance, also bringt das dir sogar noch etwas für danach. und wegen dem trab... da kannst du es ja immernoch an die longe nehmen! so ist auf jeden fall für abwechslung gesorgt! du musst halt schauen welche übungen gesundheitlich möglich sind ;)

Würde ich auch machen, auch wenn das die verbotenen Seitengänge natürlich mit einbezieht, denn wenn man hinten weichen lässt, tritt das Tier hinten über, lässt man vorne weichen, tritt es vorne über. Aber wenn das Pferd das alles so gar nicht machen darf, was macht es dann im Stall? Hängt es da in Gurten? Also wird es da auch seine Bögen gehen, weichen, damit übertreten etc. ... komischer Tierarzt. Das will mir gar nicht ins Hirn.

Ich mein, natürlich macht ein Pferd, das aus gesundheitlichen Gründen vorsichtig antrainiert wird, kein Kompliment oder ähnliche Späße, aber sonst ...

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Ich würde auch vorschlagen dass du die 2 Wochen im Schritt irgendwo draußen verbringst. Dann wird DIR auch nicht langweilig ;)

Und beim traben wirst du wohl keine andere Wahl haben, wenn du nicht reiten darfst. Außer du hast Lust 30 Minuten neben deinem Pferd her zu joggen ^^

Wenn Du im Schritt longieren darfst, dann kannst Du auch im Schritt im Gelände führen - für Abwechslung im Trab, hier Schritt und viele Handwechsel einbauen.

Konzentriere Du Dich, dann ist es auch Dein Pferd und die halbe Stunde ist schnell geschafft.

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