220 Volt aus der Steckdose, wieso kommt da mehr raus?

6 Antworten

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Ja, früher waren das noch 220 Volt. Und dann hat man 230 Volt daraus gemacht. Dahinter stecken nur die Energieriesen, die uns damit höhere Kosten untergejubelt haben. Bei Geräten, deren Funktion auf dem Ohmschen Widerstand beruht, stieg der Verbrauch um etwa 10%. Gleichzeitig bedeutet aber eine höhere Spannung weniger Energieverlust im Leitungsnetz also mehr Gewinn für die Konzerne. Wir werden klammheimlich ausgesaugt und keiner merkt es.

Das mit den Kosten ist völliger Unsinn. Denn wir bezahlen die LEISTUNG, die wir nutzen, nicht die Spannung. Wenn also der Staubsauger schneller läuft oder die Glühlampe heller leuchtet, hast du ja auch was davon. Wenn dir das zuviel ist, kauf dir einfach ein paar Dimmer oder einen Regeltrafo.
Das europäische Verbundnetz machte die Anpassung 1990 nötig, da die Mehrheit der Nachbar-Länder schon 230/400 Volt hatte.
Und überleg mal, in den USA ist vielerorts noch 110 Volt anzutreffen, was ja bedeuten würde, dass die nur die Hälfte an Stromkosten bzw. doppelte Stromverluste auf den Leitungen hätten.
Im Übrigen stieg die Spannung nur um 4,5 %, aber Übertreibungen helfen immer, wenn man etwas schlecht machen will.
Gruß DER ELEKTRIKER

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@JoGerman

nur wäre es besser gewesen, wenn wir - also die Bürger - darüber abgestimmt hätten.

Denn die Glühbirnen, sie gehen durch diese heftige Überspannung, viel schneller kaputt.

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@Annabotika

Ich gehe mal davon aus, dass du von Elektrotechnik NULL Ahnung hast, wenn du so schreibst.
Eine Abstimmung hilft bei technischen Notwendigkeiten GARNICHT.
Es gibt in Europa ein Verbundnetz zwischen den Ländern, dass nur funktionieren kann, wenn in allen Ländern die gleiche Spannung herrscht. Daher war die Erhöhung auf 230 Volt technisch notwendig.
Alle technischen Geräte wurden daraufhin angepasst, auch Glühlampen (Verpackung lesen !!!).
Vorhandene Geräte haben dies schadlos überstanden, sonst hätte es von einem Tag zum anderen Milliarden tote Geräte gegeben.

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@JoGerman

Aber, gilt das Verbundnetz auch auf Niederspannungsebene oder nur auf Mittelspannungs/Hochspannungsebene?

Es sind doch nicht die 220/230 Volt die zusammengeschaltet werden, sondern eher die 380/400 kV.

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@Annabotika

Der Verbund geschah natürlich auf Hoch- und Höchstspannungsebene. Aus 380 kV wurden 400 kV. Die Umspannwerke und Trafostationen blieben aber dieselben. So wurden aus 380 Volt 400 bzw. aus 220 V jetzt 230.
Und 4einhalb Prozent mehr Spannung würde ich jetzt nicht als "heftige Überspannung" bezeichnen.
Immerhin werden z.B. im Auto alle 12 Volt-Geräte mit 13,5 Volt versorgt, wenn der Motor läuft und die Lichtmaschine volle Leistung bringt. Das sind satte 12,5 % mehr Spannung. Und auch hier werden die Scheinwerfer und alle anderen Leuchtmittel oder das Radio nicht sofort "durchbrennen".

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@JoGerman

moment mal, eine 12-Volt-KFZ-Halogenlampe ist für eine Nennspannung von 13,8 Volt spezifiert. Siehe Datenblatt von Osram.

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was du hier erklärst ist vollkommener unfug. die anpassung der netzspannung ist im Zuge der Harmonisierung geschehen. EU Länder die vorher 240 volt hatten, haben jetzt noch 230. da würden deiner rechnung nach die Energieriesen ja auch verlust machen...

lg, Anna

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Bis in die 1960er Jahre waren Toleranzen von −10/+20 % üblich. Bei den teilweise widersprüchlichen Angaben beispielsweise von 220V mit −10/+20 %, 230 V mit +/−10 % und 240V mit −10/+5 % handelt es sich daher um die gleiche Nennspannung, für die die Lieferanten jedoch unterschiedliche Toleranzen garantieren.

Da ist so wegen der winterlichen Temparaturen. Da braucht der Grill ein wenig mehr Kraft, um sich gegen den Frost zu behaupten. Das wird im Sommer sicher wieder normal.

DER war guut.... ;-)

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