1,0 Abitur möglich - Nur mit Lernen?

14 Antworten

Es braucht wohl eine Mischung aus guter Auffassungs-, Sprach- und Wiedergabefähigkeit sowie einer sehr guten Motivation. Man muss bereit sein, sich noch mehr ins Zeug zu legen, um noch "das letzte bisschen" rauszuholen.

Es hängt aber tatsächlich auch stark von den Fächern und Lehrern ab. Manche Lehrer geben den "besten 5 Schülern" 15 Punkte, manche geben wenn überhaupt nur dem "besten Schüler" 13 Punkte, weil das das Beste ist, was sie rausgeben. Vor allem bei mündlichen Noten ist es sehr von der Art des Lehrers abhängig, da der Ermessensspielraum recht groß ist. Du brauchst also Leistungskurse, in denen du sehr gut bist und in denen 14 oder 15 Punkte "möglich sind", sowohl im mündlichen als auch bei schriftlichen Leistungen. Da empfielt sich bei entsprechender Begabung Mathematik, weil man da eben "nur" den Stoff perfekt beherrschen muss, um 15 Punkte zu erreichen. Wenn man absolut keine Fehler macht und alles in der Zeit schafft, bekommt man so sicher 15 Punkte. Aber entsprechend gibt es auch Fächer (z.B. Sozialwissenschaft, Geschichte oder Biologie), in denen es vom Lehrer abhängig ist, ob es überhaupt realisitisch möglich ist, konstant so eine gute Note abzuliefern. Dafür muss man sehr viel Stoff auswendig lernen und dann fehlerfrei wiedergeben (und selbst beurteilen und anwenden).

Für eine 1,0 auf dem Zeugnis muss man im Grunde "nur" die allermeisten Fächer im Einserbereich haben, vor allem die Abiturfächer am besten immer mit 14 oder 15 Punkten hinbekommen und die Abiturprüfung beinahe perfekt bestehen. Dann hat man so viele Punkte gesammelt, dass man sogar den ein oder anderen Grundkurs etwas schlechter haben kann und trotzdem noch eine 1,0 bekommt.

Der "Plan", eine 1,0 zu bekommen, funktioniert fast nie, aber er ist schonmal ein Anfang, einen sehr guten Schnitt zu bekommen. Die Einstellung, mit der viele im Abitur noch unterwegs sind, ist häufig noch zukunftsvergessen und kindisch. Und auch Notenschnitte rund um 1,5 sind noch ziemlich selten und sehr gefragt.

Ein Wunderkind musst du nicht sein. Mit sehr vielem lernen bekommen das auch "normale" Leute hin. Ich hab bei mir im Jahrgang und dann später in der Uni dazu was interessantes beobachtet.

Oft haben wirklich klevere Leute nicht unbedingt ein 1,0 Abi, weil sie während der Schulzeit nie lernen mussten und sich dann auch vor dem Abi nicht dazu aufraffen konnten. Im Gegenzug kenne ich ein Mädel mit 1.0, die zwar nicht unintelligent ist, aber ihr Abi durch reines Ausweniglernen geschafft hat. Sie hatte wenig Verständnis für das, was sie da gelernt hatte, aber sie konnte es ausspucken. (Schul-)Mathe ist ein Beispiel dafür. Wenn du viele, viele Übungsaufgaben gemacht hast, dann wiederholt sich die Vorgehensweise und auch die Matheregeln/vorschriften sind immer die selben. Man muss nicht genau verstehen warum man sie anwendet, um die Lösung zu bekommen. Man muss nur erkennen, wann man welche Regel anwendet und das kann man durch viele Wiederholungen lernen.

Ich will niemandem mit 1.0 Abi zu nahe treten. Da gibts auch viele wirklich schlaue Leute, die fleißig waren. Auch nicht alle "faulen" Leute sind verkannte Genies. Wie gut dann später jemand zu Beispiel an der Uni ist, hat oft nichts mit dem Abischnitt zu tun.

Hangt viel von den Fächern und Lehrern ab. In Mathe ist es ganz gut möglich, ohne zu lernen die 15 Punkte zu erreichen, wenn man ein entsprechendes mathematisches Grundverständnis besitzt, in Biologie muss man aber vieles einfach auswendig lernen, das geht meist nicht einfach so nebenbei. Entsprechend kann man je nach gewählter Fächerkombination weniger oder mehr Aufwand benötigen, um entsprechend gute Noten zu erhalten. Allerdings solltest du trotzdem lieber die Fächer wählen, die dich auch mehr interessieren, weil es dann grundsätzlich leichter ist, dafür zu lernen.

Für eine 1,0 im Abi braucht man eigentlich "nur" durchgehend 14 Punkte.

Wenn man sich jeden Tag dransetzt, Hausaufgaben macht und im Unterricht immer brav mitmacht und dann noch ein bisschen für die Klausuren lernt, dann kann das gut drin sein.

Allerdings ist das Abi eigentlich nur eine Eintrittskarte für viele Studiengänge und im Studium ist auch das Lernverhalten ein anderes. Da kann es gut dazu kommen, dass jemand, der im Abi eine 1,0 hatte plötzlich schlechtere Noten bekommt, als jemand, der im Abi mit 2,5 rausgegangen ist. Kann dann u.a. daran liegen, dass beim 2,5er kein Fach dabei war, das ihn interessiert hat und jetzt im Studium nur noch Zeug drankommt, wo er wirklich drin aufgeht. Und der 1,0er kann ganz einfach mit dem Lernverhalten scheitern. Wo er vorher komplett alles auswendig gelernt hat, bleibt ihm im Studium nichts anderes übrig, als auf Lücke zu lernen.

Eine 1,0 ist mit genug Fleiß und Durchhaltevermögen alles andere als unmöglich.

Ja ich denke das ich im Studium sehr gute Noten haben werde im Gegensatz zum Gymnasium, da ich keine Motivation/Interesse an den Fächern habe...Aber ich brauche 1,0 um an der Harvard Business School zu studieren (um Hedgefondsmanager zu werden)

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Kommt drauf an wie schwer es ist.

Also 1,0 ist schon gut, da darf man ja gar keine Schwäche haben, aber ich hab 1,2 geschafft - fast ohne Lernen, dafür mit viel rumalbern und 1g am Tag gekifft. War aber auch nur Fachabi...bei nem echten wär ich bestimmt ne Note schlechter... :-D

Aber 1,0 da muss man ja ausschließlich erzählen was der Lehrer will...das sind für mich eig. keine Wunderkinder sondern Streber. Mit eigenen Gedanken und Zusammenhänge erkennen haben die es dann manchmal auch nicht so... :-D

Anforderungsbreich 3? (20% für 13-15) - Transfer, Beurteilen, Erörtern... hmmmmm

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