Warum sind manche Farben für uns wärmer oder kälter, obwohl es doch nur Lichtwellen sind?
5 Antworten
Da geht es nicht um Temperatur, sondern um psychologische Wirkung.
Im klassischen Farbkreis gehören Farben mit hohem Rot- oder Gelbanteil zu den warmen Farben und die mit hohem Blauanteil zu den kalten.
Es gibt darum auch warmes UND kaltes Grün, je nach Gelb- und Blauanteil oder warmes und kaltes Rot. Zinnoberrot ist wärmer als Karminrot.
Physikalisch betrachtet, sind warme Farben diejenigen mit den längeren Wellenlängen und kalte Farben die mit den kürzeren Wellenlängen.
Man muss eben nur einen Lehrer für bildende Kunst fragen, der sich auch mit Physik auskennt 😉
Ich male zwar selber schon seit 50 Jahren in Öl, aber bei Physik reicht es bei mir nur für ein mickriges Allgemeinwissen. Ich war mal Dozent für Landschaftsmalerei.
Ich hab mit der Ölmalerei mangels Zeit aufgehört, aber was die Wellenlängen angeht, IST das mickriges Allgemeinwissen. Das hatte ich schon vor dem Schulabschluss.
Das Gefühl die Emotionen spielt da eine Rolle.
Gelbe und rote Anteile in einer Farbe werden unterbewusst als warm empfunden ( Sonnenlich und Feuer), blaue Anteile als kühl ( Wasser).
wahrscheinlich kommt das daher, dass warme Gegenstaende Infrarot Strahlung abgeben, die in der Naehe des sichtbaren Rot liegen. Manche Lebewesen koennen Infrarot auch sehen, bei denen ueberschneidet sich sichtbares Rot und Waermestrahlung. Beim Menschen ueberschneidet sich das zwar nicht, das sichtbare Spektrum schliesst sich aber direkt an das Infrarot an.
Es geht nicht um die Farbe bzw. Lichtwellenlänge um physikalischen Sinne...
...sondern um die Assoziationen (rot = Feuer = warm, blau = Wasser & Eis = kalt oder so...)
Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.