Rettungsdienst & Co. | Was könnte verbessert werden?


25.08.2025, 21:08
  • Eure Ideen, würde ich gerne sammeln und mit auf den Deutschen Rettungsdienstkongress mitnehmen -

5 Antworten

Das gesamte Gesundheitswesen gehört komplett entprivatisiert. Wenn das Gesundheitswesen profitorientiert Gewinn erzielen muss, dann wird nicht die beste Behandlung für die Patienten gesucht für eine schnelle Genesung, sondern die Behandlung gewählt, die am meisten Gewinn einbringt, auch wenn es günstigere und ggf. schonendere Behandlungsalternativen gibt, welche genauso gut wirken.


Puls112INotSan 
Beitragsersteller
 25.08.2025, 21:12

Danke für deine Anregung und Mühe beim verfassen. Das ist mitunter auch ein Punkt, den man angehen muss, dass stimmt. Ich nehme ihn gerne mit auf.

Es werden laufend NotSan und RettSan ausgebildet, und trotzdem fehlen aufgrund der hohen Fluktuation ständig Leute. Da müsste etwas an den Arbeitsbedingungen getan werden, und das fängt an mit der Wertschätzung.

Ein Problem sind auch die langen Einsatzzeiten vor allem auf dem Land. Ist dann auch noch die nächste Klinik abgemeldet, verlängert sich der Einsatz noch zusätzlich. Es wird auch nicht besser, wenn immer mehr Kliniken dicht machen.


Puls112INotSan 
Beitragsersteller
 25.08.2025, 22:00

Ich habe mir tatsächlich selbst schon gedacht, warum macht man das nicht wie Landesschulen. Zum Beispiel die Landesfeuerwehrschule oder die Landessteuerschule,…

So könnte man viel mehr Personen auf einmal unterrichten und eventuell beherbergen.

1. Die Leiter der Feuerwehren müssen GANZ dringend weg von dieser "jeder Anrufer kriegt einen RTW- Politik" weg: es muss eine Rechtssicherheit für Disponenten geben, Einsätze abzulehnen, primär im Rettungsdienst, aber auch im Brandschutz und grade in der Hilfeleistung. Ein Amsatz wäre es, den hausärztlichen Notdienst durch die Feuerwehren zu disponieren, so kann zu offensichtlichen nicht dringenden Notfällen der HÄND geschickt werden, anstatt der Rettungsdienst.

2. Die Menschen müssen wieder mehr Gesundheitskompetenz erlangen und nicht jeden Husten als Atemnot verkaufen, jede Macke als bedrohliche Blutung. Sie müssen lernen, wer für was zuständig ist, dass der Rettungsdienst kein hausärztlicher Notdienst ist.

3. Das ganze Haus- und Facharztsystem muss dringend überarbeitet werden. Es kann nicht sein, dass Hilfesuchende monatelang keine Hilfe erhalten, weil Praxen keine Termine vergeben und schlussendlich dann doch wieder Rettungsdienst und Notaufnahme herhalten müssen.

4. Kleine Krankenhäuser müssen wieder geöffnet werden, es ist ein Unding, dass man für notfallmedizinisch banale Erkrankungen/Verletzungen kilometerweit fahren muss und damit die Belastung für das Personal steigt und die Vorhaltung geschwächt wird.

5. Dass es in Zeiten der zB Powerload überhaupt noch manuelle Tragen geben darf, ist ein Skandal. Mitarbeiterschutz muss mehr in den Vordergrund rücken.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die jahrelangen Wartezeiten auf Arzttermine (bei Kassenpatienten) wären mal ein Anfang...


Puls112INotSan 
Beitragsersteller
 25.08.2025, 21:13

Das liegt momentan am Fachkräftemangel. Das ist etwas woran man arbeiten muss, aber leider nicht von heute auf morgen gehen wird. Vielleicht auch gut zu wissen, ist, dass der Arzt laut Vorschrift gerade mal 15-20min pro Patient einhalten sollte. Das zeigt schon einen großen Druck.

nebukadnezar572  25.08.2025, 21:14
@Puls112INotSan

Merkwürdig ist allerdings, dass es keinen Fachkräftemangel zu geben scheint, wenn es sich um Privatpatienten handelt...

Puls112INotSan 
Beitragsersteller
 25.08.2025, 21:16
@nebukadnezar572

Das ist richtig. Aber wie der Vorgänger schon schrieb, ist alles profitorientiert. Und als Privatpatient hat man nun mal den Vorteil:/

Z.B.Traumaliege im Rettungswagen bei möglichem instabilem Wirbelbruch, damit wäre schon viel gewonnen.

Weiter überhaupt Untersuchungen und notwendige Therapie im Krankenhaus, statt die Leute immer wieder unbehandelt nachhause zu schicken. Macht nicht jedes Krankenhaus aber einige.