Panikattacken und Herzrasen nach Cannabis?

2 Antworten

Cannabis steht schon länger im Verdacht diverse psychische Erkrankungen auslösen zu können. Bis dato wurde "erst" der Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und schizophrenen Psychosen wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen. Grössere Studien zu Angstzuständen, Depressionen und dissoziativen Erkrankungen sind im Gange.

Ich bin kein Arzt, habe jedoch nicht die Einschätzung, dass es sich bei deinem Freund um eine Psychose handelt. Psychosen zeichnen sich vor allem durch den Verlust des Realitätsbezuges aus. Die Betroffenen leiden unter (häufig paranoiden) Wahnideen und Halluzinationen, welche sie als real wahrnehmen. Zudem kommt es oftmals zu einer sogenannten Ich-Störung. Die eigenen Gedanken werden als von aussen eingegeben empfunden oder der betroffene hat das Gefühl, dass aussenstehende seine Gedanken lesen können.

Angstzustände wie z.B. Panikattacken sind etwas ganz anderes, obwohl die Angst vor einer Psychose (also den Verstand zu verlieren) zu den häufigsten Ängsten einer Panikattacke gehört. Die Betroffenen verlieren den Bezug zur Realität jedoch zu keinem Zeitpunkt. Weitere häufige Ängste im Rahmen einer Panikattacke sind die Angst vor einem Herzstillstand oder die Angst zu ersticken. Diese Ängste werden dabei als lebensbedrohlich empfunden.

Des Weitern gibt es noch die dissoziativen Zustände der Depersonalisation und Derealisation. Sie treten häufig gemeinsam mit Ängsten auf. Depersonalisation ist, wenn sich der eigene Körper als fremd anfühlt. Man hat das Gefühl wie gesteuert zu werden, ähnlich wie ein Roboter. Derealisation ist, wenn einem die Umwelt als unreal vorkommt. Viele vergleichen es auch mit "wie unter einer Käseglocke sein" bzw. fühlt sich die Umwelt fremd an (nichts dringt zu einem hindurch).

Bei den meisten Personen treten die Panikattacken oder die dissoziativen Zustände nur sporadisch nach dem Kiffen auf und verschwinden dann wieder. In wenigen Fällen (ich bin leider einer davon) chronifizieren sich diese Zustände. Dann wird der Gang zum Arzt unausweichlich...

Sind Wahnideen nicht per Definition schon paranoid? Soweit ich weiß ist eine Wahnidee eine eindeutig widerlegbare Vorstellung auf der der jedoch Betroffene beharrt.

Die ganzen Fragen im Internet "Habe ich eine Psychose" werden von Menschen mit Angststörungen oder ähnlichem gestellt denke ich, bei einer Psychose würde die Frage eher "Wieso beobachtet mich mein Nachbar den ganzen Tag mit seinem Weltraumteleskop" lauten, diese Menschen haben in der Regel nicht mal eine Krankheitseinsicht.

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@NeuerNutzer99

Wahnideen sind per Definition nicht zwingend paranoid. Grössenwahn ist ein Beispiel für eine nicht-paranoide Wahnidee. Bei schizophrenen Psychosen sind paranoide Gedanken jedoch Standart, insofern ist die Überlegung richtig.

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Gerade auch bei Depersonalisation denken viele Betroffene fest dass sie eine Psychose haben. Manche Leute im Internet bestärken diese Leute leider manchmal noch darin.

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@NeuerNutzer99

Ja, das Krankheitsbild einer Derealisation bzw. Depersonalisation ist wenig bekannt. Viele denken, dass sie eine Psychose hätten obwohl dies in keiner Art und Weise zutrifft. Menschen mit DP/DR verlieren den Bezug zur Realität nicht.

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Das kommt wohl daher, dass THC psychedelisch ist, aber niemand davon informiert wird. Bei anderen Psychedelika wie LSD oder Magic Mushrooms muss man sehr genau auf Set und Setting achten, und dass man seine Ruhe hat, also nicht unter fremden Menschen konsumiert, genauso ist das mit Cannabis. Die Angstzustände und Depersonalisation gleichen ebenfalls einem Bad-trip auf den vorher genannten Substanzen.

Bei unserer Drogenpolitik wird es aber wahrscheinlich nie zu einer richtigen Forschung kommen, derzeit versucht man krampfhaft, irgendwelche potenziellen Gefahren von Cannabis aufzudecken und es weiter zu verteufeln.

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Kam das mit dem chronischen Zustand bei dir vom kiffen? Oder durch andere Sachen?

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Nein keine Psychose... Immer diese horrorgeschichten über Cannabis und Psychosen pure Hirnwäsche alle berichten darüber und keiner kann es nachweisen weil es schlicht weg nicht eine einzige Studie gibt die das belegen könnte das Cannabis damit was zu tun hat... Es gibt auch weltweit nicht eine zweifelsfrei nachgewiesene Cannabis verschuldete Psychose

Weil man nicht beweisen kann das Cannabis Psychosen auslöst, hat man den Spieß umgedreht für eine Statistik und sagte ein paar Leute mit Psychose haben auch schonmal Cannabis konsumiert... Super und fast alle davon haben Koffein konsumiert und ausnahmslos alle Wasser

Bewiesen ist nur das bei bereits schwer erkrankte die Symptomatik im der Zeit des rausches verstärkt werden welche jedoch nach dem Rausch wieder abklingen

Er soll sich einfach entspannen und aufhören sich daran festzukrallen dann hört das fast sofort auf ;) los lassen ist hier das Stichwort was er hat ist eine art kleines trauma also ein furchtbares Erlebnis welches ihn nun etwas verfolgt - Entspannung und andere gedanken ist in diesem fall die Heilung

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit ~17 Jahre ein Thema in meinem Leben/🍁420 legalize it🍁

Es gibt unzählige Studien, welche nachweisen, dass Cannabiskonsum (genauer THC) Psychosen auslösen können...

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@samm1917

Dann zeig mal nur eine einzige und zwar die Studie und kein Medienberichte über eine angebliche, (nicht nachweisbare) Studie!

Es gibt nur hören-sagen und Vermutungen ;)

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@samm1917

Und lese diese Studie bitte vorher selbst bevor du dich blamierst man sieht hier leider immerwieder angebliche Studien dazu die dann dummerweise über das Gegenteil berichten 😅

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@samm1917

XD und jz hast du dich blamiert....

Die reden über Hypothesen udn Theorien und Verdacht udn sagen dazu das es trotz allem umstritten ist 🤦🏻‍♀️ also weit entfernt von Beweise

Dazu geht es um Beobachtungen also rein oberflächliche Betrachtung keine richtig neurologische Nachweise mit Veränderungen im Gehirn denn Schizophrenie und Psychosen lassen sich ganz eindeutig feststellen ohne "umstrittene" Äußerungen oder "Hypothesen" und "Theorien" ^^

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@samm1917

Es kann auch nicht bewiesen werden ob cannabiskonsum das Psychoserisiko erhöht (nicht auslöst!) oder ob Leute mit erhöhtem Psychoserisiko eher zu Cannabis neigen

Statistiken zeigen jedoch auf das durch chronischer Cannabis Konsum das Psychoserisiko nicht stärker steigt als das Wohnen in einer Großstadt... Siehe dazu auch die Berichte des DHV

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@Lacrimis92

Fanatische Hanf-Päpste wie du neigen leider dazu sich selbst zu blamieren. Offensichtlich hast du nicht mal das Abstract der Studie durchgelesen...

PS: Ich bin kein Anti-Kiffer und stehe für eine geregelte Legalisierung ein. Doch dazu gehört auch sich den Risiken bewusst zu werden...

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@samm1917

Bewusstsein für Risiken hat absolut nichts mit potenziellem Auslösen von Psychose zu tun.

Viele Menschen, die an einer Psychose ggf. auch an Schizophrenie erkrankt sind, nutzen Cannabinoide als linderndes Mittel. Ansatzweise vermittelt in:

https://www.youtube.com/watch?v=yxIcj1MbpSY

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@aXXLJ

Auch du scheinst nicht mal das Abstract der bis dato grössten wissenschaftlichen Studie zu diesem Thema gelesen zu haben.... (siehe link in meinem anderen Kommentar)

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@samm1917

"Sag mir, wer die Studie finanziert und ich sage dir, was drinstehen soll..."

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@aXXLJ

In der Tat sind Studien in Frage zu stellen. Dies sieht man besonders bei Zulassungsstudien zu Medikamenten bzw. bei der Pharmaindustrie. Es geht nur um Profit und die Resultate werden so hingebogen damit es passt.

Die Studie zum Thema Cannabis (THC) und Schizophrenie ist jedoch unabhängig. Indirekt wurde sie von diversen Staaten (vor allem der Schweiz und England) finanziert, da die Eliteuniversitäten ETH Lausanne und Oxford die Hauptverantwortung hatte.

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@samm1917

Der von mir verlinkte Bericht scheint das Gegenteil der Studienergebnisse zu kolportieren.

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@samm1917

Nach derzeitigen Erkenntnissen kann Cannabis möglichweise bei besonders dafür veranlagten Menschen eine bereits latent vorhandene Schizophrenie zum Ausbruch bringen. Etwa ein Prozent („nur“) der Bevölkerung ist davon gefährdet. Die Krankheit bricht vorwiegend in der Altersgruppe zwischen 18 und 30 aus. Über die Ursachen ist wenig bekannt.

Würde Cannabiskonsum schizophrene Psychosen nicht nur verfrüht auslösen sondern sie verursachen, dann wäre mit der steten Verbreitung des Cannabiskonsums seit Anfang der 60er Jahre eine Zunahme von Schizophrenie zu vermuten gewesen. Das Gegenteil war jedoch der Fall.

Ein derartiges Risiko ist jedoch kein vernünftiger Grund, Menschen zu bestrafen, die Cannabis konsumieren, ohne dadurch zu Schaden kommen. Umsomehr gilt das für psychisch Kranke, die Therapie und nicht Strafe brauchen. Drohung mit Bestrafung und sozialer Ausgrenzung dürfte bei einer Krankheit, die ohnehin durch extreme Angstzustände und Verarmung von sozialen Kontakten gekennzeichnet ist, wenig produktiv sein.

"Die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Cannabiskonsum und dem Entstehen einer Psychose gibt, kann noch nicht endgültig sicher beantwortet werden. Denn hier ist sich die Forschung uneinig. Forscher in Spanien konnten jetzt beispielsweise keinen Zusammenhang feststellen."

Quelle: https://www.leafly.de/spanien-neue-studie-zu-cannabis.../

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@aXXLJ

Eine Studie der Cannabis-Lobby... sehr objektiv...

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@samm1917
Während die Cannabisforschung umstritten bleibt, sind Forscher im Allgemeinen vorsichtig, wenn es darum geht, Schlussfolgerungen aus begrenzten Studien zu ziehen. Es könnte sich ein vorläufiger Konsens entwickeln, dass Cannabis keine psychischen Erkrankungen hervorruft. Bei Jugendlichen, die genetisch für bestimmte psychiatrische Diagnosen wie Schizophrenie und Psychosen prädisponiert sind, könnte der Cannabiskonsum jedoch einen negativen Einfluss haben.
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