Bleibt die Lust zum rauchen, wirklich ein Leben lang erhalten?

14 Antworten

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Du schreibst, dass das Suchtgedächtnis eine Abhängigkeit speichert ... und das ist richtig!

Du schreibst ferner, dass diese Verknüpfung zu der gespeicherten Suchterfahrung niemals mehr ganz gelöscht werden könne ... und das stimmt so nicht!

Die gespeicherten Erfahrungen kann man nicht löschen, nur verdrängen ... aber die Verknüpfung, die kann man durchtrennen.

So bleibt zwar die Erinnerung an die damit in Zusammenhang stehenden Erlebnisse erhalten, aber der Wunsch, diese Erlebnisse zu wiederholen, den kann man abkoppeln.

Das bedeutet:

Erinnerung ... Ja ... Wiederholung ... Nein ...

Danke für Deine Antwort. Wie kann man es schaffen die Verknüpfungen zu trennen?

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@gretel222

Gute Frage ... ;-)

durch langsames aber konsequentes Abgewöhnen ...

durch Akupunktur

durch Hynose

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@Entdeckung

Und du solltest dabei eines nicht vergessen:

Rauchen und Nichtrauchen ... beides beginnt in deinem Kopf.

Das Rauchen gewöhnt man sich an, weil man den Wunsch hat es anderen nachzumachen ... (das ist zu Beginn zwar kein Vergnügen ... aber irgendwann schafft man es, den Körper an das Gift zu gewöhnen ... und weil Nikotin ein Suchtgift ist, will der Körper es nicht mehr missen, auch wenn es ihm schadet.

Das Rauchen gewöhnt man sich ab, weil man den Wunsch hat, sich dieses vermaledeite Laster abzugewöhnen, welches mir zu vielen Nachteilen verbunden ist ... und man beginnt mit dem Verzicht auf den Glimmstengel ... (das ist zu Beginn zwar kein Vergnügen ... aber irgendwann schafft man es, den Köper wieder von diesem Gift zu entwöhnen ... und weil der Körper dadurch leistungsfähiger und fitter wird, genießt man es ENDLICH ohne Rauch leben zu können und dadurch seine Gesundheit zu schonen und den Geldbeutel auch ...

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Hallo gretel222, zunächst möchte ich dir ganz sehr gratulieren, daß du trotz deines Verlangens zu rauchen, dir das Rauchen abgewöhnt hast. Ich kann dir auch sagen, dáß dein Verlangen ein Zigarette anzufassen immer geringer wird. Mein Mann hatte auch bis bor 23 Jahren geraucht und ist nun glücklich darüber Nichtraucher zu sein. Er haßt den Zigarettengestank sogar. Immer wenn unser Sohn da ist und raucht hält er ihn eine Moralpredigt und will ihn davon abhalten. Leider geleingt es ihn nicht. Nunja, es muß ja auch jeder selber wissen was er seiner Gesundheit schuldig ist. Dir wünsche ich weiterhin ein gutes Durchhaltevermögen und grüße dich herzlichst, bienemaus63

Vielen lieben Dank für Deine Antwort und Deine Glückwünsche :-) Ich kann nur von mir sagen, dass es nichts bringt, wenn jemand aus der Familie einen auffordert das Rauchen aufzugeben, im Gegenteil, mich hat das immer wütend gemacht, wenn meine Eltern mir sagten ich solle doch mal mit dem Rauchen aufhören, das hat mich so sehr auf meine Unfähigkeit hingewiesen und mich in eine blöde Situation gebracht, welche wiederum Stress ausgelöst hat und mich dazu brachte erst recht eine rauchen zu müssen.

Toll, dass Dein Mann schon so viele Jahre Nichtraucher ist!

Sicher kommt auch bei Deinem Sohn die Zeit in der er sich dazu entschließt dieser verdammten Sucht den Kampf anzusagen.

Ganz liebe Grüße Gretel

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Ich denke, wenn Du einfach nur versuchst stark zu bleiben, wird es mit der Zeit immer einfacher. War selbst starker Raucher und habe 1993 damit aufgehört. Nun bin ich also bereits 20 Jahre rauchfrei. Nie wollte ich nochmal eine wieder rauchen und jetzt nach so langer Zeit schon gar nicht mehr. Am besten versuchst Du Dir einfach immer zu sagen, dass ,wenn Du jetzt eine wieder rauchst bringst Du das Hochhaus, was Du Dir durch die halbjährige Abstinenz zusammengebaut hast, mit einem Schlag zum Einsturz und müsstest dann wieder ganz von vorne beginnen.

Ich wünsche Dir ein schönes weiteres Leben ohne Sargnägel :)

Vielen Dank für Deine Antwort und meinen herzlichen Glückwunsch zu 20 rauchfreien Jahren! Wow, kannst wirklich stolz auf Dich sein. Es ist echt eine verdammt fiese Sucht...

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Hallo Gretel,

ich glaube dass ist für jeden Mensch verschieden. Ich habe Freunde die wie degeneriert gequalmt haben, dann haben sie von einem auf den anderen Tag aufgehört. Andere rauchen gelegentlich mal eine Zigarette (oder Zigarre), haben aber kein Problem das dann tagelang nicht zu tun. Wieder andere rauchen nie - bis sie das erste Glas Bier geleert haben. Dann wird gestocht. Mein Bruder sagte salopp, 'Rauchen aufgeben ist überhaupt kein Problem, ich mache das mindestens viermal im Jahr.' Dann hat er er es wirklich gesteckt, seit 10 Jahren nun, sagt es macht ihn immer noch an wie wahnsinnig, aber dann sagt er, wenn ich zu Besuch bin und auf den Balkon will, 'So'n Quatsch, rauch' ruhig hier drinnen..." und bleibt eisern. Ich selber kann kaum eine Stunde ohne Zigarette durchhalten, aber auf Langstreckenflügen kommt nicht mal der Bedarf auf.

Meine Erfahrung: Jeder Mensch reagiert auf das Zeugs anders. Es spielt sich viel im Kopf ab, aber es ist auch erwiesen das Nikotin eine positive Auswirkung auf das Kurzzeitgedächtnis hat. Das kann Anreize schaffen weiterzuqualmen.

Egal, Dir wünsche ich das Du stark bleibst, wenn man mal ein Benefit/Cost-Analyse macht, verliert das Nikotin um Längen!

Viel Glück!

Vielen Dank für Deine Antwort! Du hast wohl recht, jeder Mensch reagiert anders darauf.

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Die Nikotinsucht klopft immer wieder mal an, aber immer seltener, bis sie sich schließlich überhaupt nicht mehr meldet. Jedoch deine Sucht schlaft nur, also niemals aufwecken. Niemals wieder einen Zug versuchen. Mein Trick war, immer wenn der "Gusto" kam, die Entscheidung, ob ich vielleicht doch eine rauchen sollte, um 10 Minuten zu vertagen. Nach 10 Minuten denkt man gar nicht mehr daran und so reiht sich Tag um Tag rauchfrei dahin. Manchmal träume ich, dass ich rauche und bin im Traum zugleich verwundert das zu tun. Tatsächlich würde ich nie wieder eine Zigarette angreifen.

Vielen Dank für Deine Antwort. Wie lange bist Du schon rauchfrei?

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