Geschichte

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Wie wurde aus einem vertriebenen Prediger ein Eroberer mit 66 Schlachten?

Mohammed wurde im Jahr 570 geboren und wuchs in der heidnischen Stadt Mekka auf. Er begann, seine neue Religion zu predigen, aber in den ersten 12 Jahren konnte er nur etwa 70 Anhänger gewinnen. Als er immer konfrontativer wurde, empfanden die Mekkaner ihn als Störenfried und vertrieben ihn schließlich aus der Stadt. Er floh nach Medina, eine Stadt mit mehreren jüdischen Stämmen, wo er als muslimischer Flüchtling aufgenommen wurde. Dort stellte er seinen Glauben vor, aber die meisten lehnten ihn ab. Also wandte er sich an die Minderheitenviertel und baute dort langsam eine Gefolgschaft auf – ähnlich wie ein Community-Organisator. Mit der Zeit wurde seine Bewegung so groß, dass er Druck auf die drei jüdischen Stämme ausübte, die Medina kontrollierten, bis sie einen Vertrag mit ihm schlossen. Damit wurde er nicht nur ein religiöser, sondern auch ein politischer Anführer. Währenddessen wurden seine Anhänger in Mekka ebenfalls konfrontativer, woraufhin auch sie aus der Stadt vertrieben wurden. Jetzt gab es viele muslimische Flüchtlinge, die nach Medina kamen. Mohammed erlaubte ihnen, Karawanen zu überfallen, die nach Mekka unterwegs waren – als Vergeltung für ihre Vertreibung. Damit wurde er auch ein militärischer Anführer. In den nächsten acht Jahren führte er insgesamt 66 Schlachten und Raubzüge durch und tötete dabei rund 3.000 Menschen, bevor er schließlich starb.