Schreibt ihr lieber kurze oder lange Antworten auf GF?
Ich sehe immer mehr Profile, die mehrere Tausend Antworten gegeben haben, die aber alle nur etwa einen Satz lang sind. Schreibt ihr gerne lange Texte, oder gebt ihr lieber schnell eure Antwort?
26 Stimmen
12 Antworten
Das kommt ganz auf die Frage an. Ich schwafle nicht gerne, wenn es keinen Mehrwert bietet – aber wenn eine Frage aus meiner Sicht eine ausführlichere Antwort verlangt und ich die geben kann, mache ich das gerne.
Bei mir hängt das voll ab von meiner Reaktion auf eine konkrete Frage.
Auf manche gehe ich ziemlich ausführlich ein, auf andere reagiere ich bewusst knapp.
Leute, die auf so ziemlich alle Fragen antworten (oft nur mit 'nein' oder ähnlich informativen Mitteilungen), finde ich ziemlich öde.
Finde ich auch, meistens suche ich mir auch Fragen aus auf die ich irgendetwas beitragen kann.
Ich würde sagen, dass ich meistens doch eher längere Antworten schreibe. Aber manchmal auch kurze. Manchmal habe ich einfach echt nicht viel zu sagen.
Häufig habe ich das jedoch. Natürlich kommt es auch auf das Thema an und wie ich mich gerade fühle. Und darauf, was man als "lang" bezeichnet.
Sagen wir es so: Es ist mir bisher ... zweimal oder vielleicht sogar dreimal passiert, dass meine Antwort so lang wurde, dass ich sie in den Kommentaren fortsetzen musste. Bevor es mir das erste Mal passiert ist (und ich weiß noch genau, bei welcher Frage/Antwort das war), wusste ich noch nicht einmal, dass es überhaupt ein Limit bei der Zeichensetzung bei Antworten gibt. Dass es die bei Kommentaren gibt, wusste ich, aber nicht bei Antworten.
Ich kann definitiv sehr viel schreiben, wenn ich es will. Manchmal ist es auch weniger ein wollen, sondern ein seltsamer Drang. Das Gruselige ist: Einige meiner Antworten schicke ich hinterher doch nicht ab, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Wenn es z.B. um meine Spezialinteressen geht (ich bin Autistin, deshalb Spezialinteressen, was auch oft mit Infodumping einhergeht und das hilft absolut nicht dabei, mich kurz zu halten. Plus Tendenz zum Oversharing und dass ich oft nicht weiß, welche Information wichtig zum Verständnis meiner Antwort ist und welche ich weglassen kann und generelles Abschweifen (Ich habe immer mindestens zehn Nebengedanken und zehn Nebengedanken zu jedem Nebengedanken. Deshalb gibt es bei mir auch so viele Klammern.)), dann kann ich schon echt lange Antworten schreiben. Ich kann schwaaaaaaaafeln. Meine Freunde kann ich auch vollschwafeln. Solange man das richtige Thema anspricht, bin ich nicht mehr zu stoppen. Oder wenn es um meine persönliche Erfahrung geht (vermischt sich meist). Da kann schon einiges zusammen kommen.
Habe ich mal richtig angefangen, kann ich auch nur sehr schwer bis gar nicht damit aufhören. Außerdem habe ich ziemlich viel Freizeit. Selbst diese Antwort hier würden manche sicherlich als lang oder relativ lang ansehen, aber für mich - in meinen Augen - ist das noch kurz. Ich könnte auch noch mehr dazu schreiben, aber ich hab jetzt gerade keine Lust darauf und mein Drang, mehr zu schreiben, ist noch nicht aktiviert.
Ich sehe immer mehr Profile, die mehrere Tausend Antworten gegeben haben, die aber alle nur etwa einen Satz lang sind.
Na gut, ich habe aktuell ... 9.608 (mit dieser hier 9.609) Antworten. Und nicht zu wenige davon sind schon länger. Andererseits habe ich diese Anzahl auch über 4einhalb Jahre angesammelt, also ist das dann wohl nicht mehr so viel. Nur die Länge ... Es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass jemand unter meinen Antworten kommentierte, ich würde viel schreiben. Obwohl ich mich da noch kurz hielt, für meine Verhältnisse. Ich versuche, es mit Humor zu nehmen und manchmal warne ich auch vorher selber oder mache ein Späßchen darüber, aber ich mag es nicht, wenn ich wirklich mein Bestes gebe, mich halbwegs "kurz" zu halten, nur, um dann zu realisieren, dass es anscheinend doch noch immer zu lange ist. Es ist, als wäre all meine Mühe umsonst gewesen. Und glaube es oder glaube es nicht, doch in mir tut körperlich irgendetwas weh, wenn ich meine Antworten dann doch kürze (ein paar Sätze oder sogar ganze Absätze lösche und hoffe, dass das nicht die Absätze waren, die doch (auch) wichtig oder zumindest interessant gewesen wären).
Okay, jetzt reicht's aber wirklich!
Oh, ich hab ehrlich gesagt keine genaue Zahl, wie hoch das Limit ist. Hab ich vergessen, tut mir leid.
Danke sehr! ^-^ Nein, mit meinem Beruf hat das nichts zu tun. Das ist einfach die Mischung aus Autismus + Spezialinteressen + (sehr) viel Freizeit + Infodumping + Oversharing + Nicht wissen, welche Information wichtig ist und welche nicht (was auch oft zum Overexplaining führt). Das ist eine Kombi, die sorgt schnell für ziemlich lange Antworten. So gesehen habe ich also wohl schon Erfahrungen damit, kann man wohl sagen. Aber das ist nichts Berufliches.
In der Kürze liegt die Würze…
Wenn man kurze schreiben kann natürlich kurze (z.B. Alter), bei anderen halt lange (z.B. Erklärungen)
Wow ich wusste gar nicht, dass es ein Limit gibt, wie hoch ist das? Und ich finde es beeindruckend wie gut du schreibst! Hast du viel Erfahrung damit oder hat dein Beruf etwas damit zu tun?