Ich weiß aus Erfahrung, dass es genau so ist

Die Tendenz stimmt, so was hängt mit mangelnder Wertschätzung zusammen, weil man gewohnt ist, dass alles sowieso auf Bäumen wächst, man im Wohlstand haust und alles bekommt, was man will. Da ist dann nicht nur das Auto ungepflegt, auch ist es die eigene Kleidung ebenso wie das Haus, die Wohnung und alles andere - wobei für Haus und Garten Sonderregeln gelten, weil man damit eher noch sozialem Druck ausgesetzt ist und damit rechnen muss, dass Nachbarn über einen tratschen und schimpfen, wenn nicht alles piccobello sauber ist und wie geleckt.

Hintergrund: Wenn ich mir Leute aus meiner Generation (bin 33) und unserer "Elterngeneration" ansehe, ist für viele von ihnen "es Audo" ein klassischer Wegwerfartikel, den man halt mal eben kauft, kurzzeitig mal wegen der Garantie eher widerwillig pflegt, dann vergammeln lässt und irgendwann wegwirft, obwohl da eigentlich noch Luft nach oben wäre. Man schaut nicht nach dem Öl, rotzt die Kiste komplett voll, zum Waschen ist man zu faul mit dem Argument "morgen muss ich sowieso wieder fahren, da kommt der Dreck erneut" und so weiter. Es wächst ja scheinbar alles auf Bäumen und der Nachschub rollt ja und wenn man selber kein Geld hat, werden es andere schon zahlen (Eltern) oder man pumpt Opa Heinz an oder die Bank streckt das Geld vor - und wenn es die Volksbank nicht tut wegen schlechter Bonität, tut es irgendeine unseriöse Bank zu Konditionen jenseits Gut und Böse. Das Ende vom Lied sind Fahrzeuge, die aufgrund dieser Haltung meist nach zehn Jahren durch sind, obwohl sie allgemein und technisch sicher noch fünf, sechs Jahre hätten halten können. Die Alten machen es vor, die Jungen machen es nach. Ich kenne genug Eltern etwa Gleichaltriger, deren Autos immer entsetzlich waren und wo es in den Wohnungen auch aussah wie bei Hempels unterm Sofa, alles unordentlich und vollgemüllt und ungepflegt, kaputt und primitiv - und von nix kommt nix. Die Kinder machen es oft nur den Eltern nach, es sei denn, sie rebellieren komplett; es mag sein, dass so ein verlottertes Vehikel und eine ungepflegte Außenwirkung der ganzen Person auch die Revolte ist auf den Vater, dessen Kiste und Wohnung immer extrem sauber zu sein hatte und wo es Haue gab, sobald es nicht so war.

Ich persönlich habe nichts geschenkt bekommen, die E-Klasse wie die Wohnung mitsamt Inventar und Mobiliar werden penibel sauber gehalten im Rahmen des Machbaren - nicht überzogen und ich putze nicht ständig, aber es soll alles sauber, gepflegt und solide sein.

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Eigentlich alles, aber eher Musik im Oldiebereich - und hier alles von ich sage mal italienischen Cantautori und Chansons aus Frankreich über typischen Pop, Liedermacher und Schlager bis hin zu James Last, Bert Kaempfert, Mantovani, Rondò Veneziano und Klassik. Es kommt auf die Stimmung an und man hat ja die Wahl.

Mein aktueller Ohrwurm ist "One Way Ticket" von Eruption von 1979 - das Lied kam neulich im Radio und spontan dachte ich ... Mann, das kennst du doch ... und es hat echt Spaß gemacht!

https://www.youtube.com/watch?v=a1k6tME4ubo

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Nicht mehr

Hier bin ich davor gottlob gefeit, aber meiner Heimat war das Standard - es war die Hölle auf Erden, um es so zu formulieren - und ich war oft das bevorzugte Objekt solcher Nachbarn, weil ich "nicht wie jeder" war: Einerseits war ich der Ausländer, andererseits der Akademikertrottel und Mercedesfahrer, der zu blöd sei für die Landwirtschaft und die Fabrikarbeit und das Handwerk und "ja keinen Schrebergarten hat, net".

Ich musste mich dafür rechtfertigen, als Mann nicht im Handwerk und in der Landwirtschaft zu arbeiten, keinen Schrebergarten zu haben, samstags nicht um sieben Uhr "wie alle" in demselben zu ackern sowie dafür, eine Freundin "von außerhalb" zu haben und so weiter. Es ist sogar passiert, dass man angesprochen wurde darauf, dass man "ja doch wohl schon ungeschickt, net" sei, weil einem irgendwie der Schlüsselbund aus der Hand gefallen war und man dabei gesehen worden war. Es gab dutzendfach solche Ansprachen und infamste Gesten, wo man wusste, man wird beobachtet und das gezielt.

Auch beklagten sich die Nachbarn, dass ich ihnen "nicht herzlich genug winken würde", aber wenn man sich gutwillig zu entschuldigen versucht hat und sagte, dass man beim Autofahren nicht auf die Leute am Straßenrand oder im Garten achtet und salutiert sondern auf den Verkehr achtet, war man wieder der Akademikertrottel und hätte es nötig, sich zu entschuldigen, man denke ja, man sei was Besseres und fange deswegen von Entschuldigung an ... wie denn, wo denn, was denn ... es war alles falsch, grad so wie man's gemacht hat. Nach dem Motto: Macht man einen Fehler, ist der auch noch falsch.

Meiner damaligen Freundin und mir wurde u.a. sogar vorgehalten, dass wir nicht samstags um halb sieben die Rollos oben hatten und dass nicht schon um sechs Uhr morgens Licht brannte "wie bei normalen Leuten"; wir seien ja "keine von Schaffhausen" und "ja was Besseres", spätestens wenn wir in meinem Mercedes C180 gesichtet wurden -----> und ich war mit Ende 20 auch noch lang nicht so selbstbewusst wie heute, wo mir manches zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr raus ginge. Das Resultat war heftig: Irgendwann litt ich unter Herzrasen, Paranoia, Bluthochdruck und Alpträumen, vor allem nach einem Lauschangriff und Bespitzelungen stasimäßigen Charakters sowie Übergriffen der unfeinsten Art. Ich fühlte mich elend und am Ende dachte ich, ich sei schuld an der Misere und ging zum Psychologen, der nur meinte ... ich sei weder krank noch müsse ich in Behandlung, es sei das Umfeld.

XXX

Derzeit denke ich abrundend intensiver drüber nach, ein Buch zu schreiben nach dem Motto "Erlebtes und Erlittenes - stolz, KEIN Dorfkind zu sein" oder so was in der Art. Wenn ich mal richtig viel Zeit habe, gehe ich das auch an. Konzepte gibt es schon, aber so ein Projekt braucht Zeit; ich weiß es von einer Freundin, die schon mehrere (Fach-)bücher geschrieben hat und mich dazu ermutigt hat, das Ganze gezielt anzugehen.

Das wäre ein Buch, das die skurrilsten und abwegigsten Anekdoten bündelt und teilweise auch eine Abrechnung darstellt - die Vorstadt ist ein einziger Abgrund bis hin zu geschmierter Polizei (!) mitten in Deutschland und einer "CDU-Mafia" und liefert massenweise Stoff für Geschichten, wenn man da erst mal knapp drei Jahrzehnte zubringt und die Leute näher und intensiver erlebt, als man es will ... und das aus jeder Perspektive. Erlebtes und Erlittenes eben.

Mal sehen ... es wäre halt für jeden ersichtlich, der da noch wohnt, um was und wen es geht; ich würde die zu gern alle sehen, wie sie mein (hypothetisches) Buch lesen, sich wieder erkennen, aufeinander losgehen und jeder alles leugnet und sich alle gegenseitig widersprechen. Ich bin dran.

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WerteUnion

Würde keine dieser Parteien wählen, BSW aber geht gar nicht. Dieses "Bündnis" ist nach meinem Dafürhalten eine reine Selbstdarstellung und nichts als die Ego-Show einer Person, die besser als "Publizistin" aufgehoben wäre zur Verbreitung ihrer Gedanken denn in der Politik. Das Ganze ist im Endeffekt genauso fundamental und populistisch wie der AfD, nur aus einer anderen Richtung, und daher nicht minder gefährlich. Außerdem traue ich der Linkspartei bis heute nicht und Wagenknecht war in den 80ern auch noch in der SED, also ein Stück DDR-Diktatur, wenn man es so sieht. Der Sozialismus hat schon einmal nicht funktioniert bzw. ist kläglich gescheitert (1989 haben wir nicht vergessen) und das brauchen wir garantiert nie wieder - und Wagenknecht halte ich nicht für kompetent, sondern für ideologisch verblendet und höchst unseriös, dennoch für gefährlich. Maaßen ist ein etwas schrulliger, aber harmloser Konservativer, dem ich eher über den Weg traue - zumal er nichts mit der DDR-Diktatur zu tun hat und indirekt eine Art Bauernopfer war, da nicht "politisch korrekt genug" und ein "alter weißer Mann". Er hat offenbar den Nachteil, nicht linksgrün zu sein und ein "alter weißer Mann" (er müsste um die 60 sein). Ich finde ihn zwar auch nicht sehr sympathisch, aber da muss man das ganz objektiv sehen.

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Nein, aber ich kenne den Vectra B - meine frühere Freundin hatte mal einen Vectra B 1.8-16V "CD Exklusiv" von 1999 mit Automatik. Der war vom Konzept her super mit viel Platz, gutem Komfort, einfacher Bedienbarkeit, sehr guter Ausstattung und einem durchzugskräftigen, sparsamen Benziner - außerdem war er sehr kompakt und wendig. Die Verarbeitungsqualität war sehr sauber.

Leider war er ziemlich unzuverlässig, obwohl es sich um ein gepflegtes Rentnerauto mit wenigen Kilometern handelte. Es gab ständigen Ärger im Bereich verschiedener Sensoren (Nockenwelle, Kurbelwelle usw.) und das war nie in den Griff zu kriegen. Nachdem der Vectra über Monate hinweg nie richtig lief, haben wir ihn verkauft - schade, das war vom Konzept her ein gutes Auto zum fairen Preis.

https://www.youtube.com/watch?v=X9-ALdSsdPg

https://www.youtube.com/watch?v=Qit9ISmxbJI

Die meisten Vectra B im Umfeld waren jedoch sehr zuverlässig, vielleicht war unserer einfach nur ein Montagsauto - es gab etliche Vectra B, die auch mit über 15 Jahren noch zuverlässig fuhren. Aktuell fährt niemand in meinem Umfeld einen Vectra B, nur zwei Vectra C gibt es noch, laufen auch super. Ich hatte einen Omega B, der ausgezeichnet war. Leider hat Opel das Segment nicht mehr besetzt, so bin ich auf Mercedes E-Klasse umgestiegen - bin sehr zufrieden, aber mehr Charme hatte der Opel Omega.

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Eine andere Partei

Ich wähle wohl eine Kleinpartei (ödp oder Volt, ist noch unsicher, eventuell auch die Freie Wähler Partei) und das aus dem Beweggrund raus, zumindest einer fundamentalen Partei egal aus welcher Ecke dadurch eine Stimme wegzunehmen.. das kann man sehen, wie man es sehen will; für mich ist es okay so, viel schlimmer wäre es gar nicht zu wählen. CDU und SPD sprechen mich gar nicht an und deren Europakandidaten leider auch nicht, die Grünen und die AfD erst recht nicht und BSW ist eigentlich nur der Egotrip einer Dame, die als Publizistin und Autorin besser aufgehoben wäre als in der Politik; da ist eine Kleinpartei für mich das kleinere Übel und die FDP, die ich früher mit Jürgen Möllemann und Guido Westerwelle ganz okay fand, geht derzeit unter Lindner auch nicht.

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Das ergab sich früher, so vor 15 Jahren, öfter mal im Partyfans Chat. Man schrieb miteinander ohne dass man sich persönlich kannte oder nachdem man sich auf einer Party gut verstanden hat und den Nickname ausgetauscht hatte, alles war alles locker und nett und freundlich, aber irgendwie schlief der Kontakt ein ohne klaren Grund. Das passierte immer mal wieder. Kein Grund zur Panik, meist war der Kontakt dann doch irgendwie uninteressant und man wusste nicht, was man sagen sollte, war als Jugendlicher vielleicht auch noch sehr gehemmt und unsicher.

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Es ist einfacher Intelligenz zu definieren

Das ist sehr schwer. Man muss das sehr individuell sehen und auch eine gewisse Menschenkenntnis und Lebenserfahrung haben, um überhaupt einschätzen zu können, wer "dumm" ist und wer "intelligent" ist.

Es gibt genügend Personen, die eine hohe Auffassungsgabe und Intelligenz haben, aber nie die Möglichkeit bekamen, beruflich und privat halbwegs "was zu erreichen" und etwas zu tun, das ihrem Können entgegen gekommen wäre und wo sie geglänzt hätten. Ich kann gerade aus dem Ländlichen Raum viele tragische Geschichten erzählen.

Ich habe aber auch Personen erlebt, die einfach nur debil waren und wo man das mit gewisser Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und Weitsicht bereits nach wenigen Sätzen und einigen Gesten beurteilen konnte. Da bin ich nie daneben gelegen.

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Er hat schlechte Laune

Ein wirklich "guter" Kollege hat allenfalls schlechte Laune oder ist kurzzeitig überfordert und das bessert sich auch wieder, er wird sich dafür bei der nächsten Gelegenheit entschuldigen und es ist alles wieder in Ordnung.

Ein Kollege, der auf einmal negativ wird und auch so bleibt, ist kein guter Kollege und das sollte man ihm auch so sagen bzw. sollte ihn fragen, was los ist. Wenn er halbwegs ehrlich ist, antwortet er ehrlich. Von Neid über nicht erwiderte Liebe bis hin zu eigener Unzufriedenheit ist da alles denkbar.

XXX

Ich habe so eine Verhaltensänderung jedoch bei einer Person erlebt, von der ich stets eine sehr positive Meinung hatte und umgekehrt. Das hatte damit was zu tun, dass mir mein beruflicher Aufstieg geneidet wurde und ich mit einer Person mehr oder weniger befreundet bin, die diese Person nicht ausstehen kann. Ich behaupte aber nach wie vor, dass da auch andere Dinge im Hintergrund mit rein fließen und da jemand einfach nur unzufrieden und unglücklich ist und bei mir dafür sieht, wie es anders und besser laufen kann.

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Im dümmsten Fall muss das Auto in die Werkstatt zur Aufbereitung oder gar zum Lackierer - aber dann ist das kein harmloser Streich vom Polterabend mehr, sondern objektiv Sachbeschädigung und sollte anteilig in Rechnung gestellt werden bzw. man sollte es den Personen, die diesen "Scherz" kreiert hatten, auch mitteilen und sagen, dass man "not amused" drüber ist. Beziehungsweise: Wenn das eine 20 Jahre alte Karre ist, würde ich nur was sagen, wenn es was "Neueres" mit gewissem Wert ist, würde ich Schadenersatz verlangen, ganz egal, was die anderen dann sagen. Wie hätten die denn bei ihren Autos reagiert? Eben.

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ja

2019 sah ich ein verunfalltes Auto, das einem älteren Paar aus meiner damaligen Nachbarschaft gehörte und zögerte keine Sekunde, als Ersthelfer einzuschreiten. Sie waren unverletzt, aber das Auto war Schrott. Ich bin die ganze Zeit bei ihnen geblieben, bis der Abschlepper kam und half ihnen mit der Polizei. Wir räumten das Auto aus und ich habe die beiden nach Hause gefahren, auch dort noch betreut (ich hatte frei) und später nochmal angerufen. Sie haben mir Geld angeboten für die Hilfe, ich lehnte ab, weil das meiner Meinung nach jeder gemacht hätte.

Vorher war das Verhältnis distanziert, ich hatte mit beiden auch schon schlechte Erfahrungen gemacht - aber seit diesem Vorfall ist alles anders. Die merkten, dass ich nicht der arrogante Akademiker und feiste Besserverdiener bin, für den sie mich hielten. Wir sind seither befreundet und haben gemerkt, dass wir eigentlich gar nciht so verschieden sind. Ich habe zu den beiden immer noch Kontakt, obwohl ich weggezogen bin, wir haben erst letzte Woche wieder telefoniert.

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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold - man macht nichts besser, wenn man immer gleich den Mund aufmacht und sagt, was einem nicht passt. Im Gegenteil, dann gilt man meist als schnippisch, zänkisch, frech, unfreundlich usw. und die Leute wollen nix mit einem zu tun haben - und so einer bin ich nicht. Ich kann auch manches relativ schnell vergessen nach dem Motto ... so schlimm war es nicht, die Welt und ich selber haben andere Probleme, als dass man sich über irgendwelche Dödels und irgendwelche Kleinigkeiten aufregt.

Ich schaue erst mal lang zu und beobachte das - und dann sage ich was oder auch nicht. Der Ton macht die Musik & ich sage es den Leuten so, dass sie es verstehen und trotzdem unter normalen Umständen nicht beleidigt sein sollten. Manche sind trotzdem beleidigt, aber die Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Menschen dann Probleme mit sich haben, die keiner lösen kann - sonst wären sie in der Lage, sachliche und gut gemeinte, mild formulierte Ratschläge anzuerkennen. Ich bin nicht spitz, barsch oder schnippisch und wenn ich merke, dass einer am Ende ist, sage ich sowieso nichts - sicher auch, weil ich in meiner Heimat eklige Dinge miterlebt habe. Denn oftmals wird Kritik, selbst wenn sie im Kern berechtigt wäre, sehr unsensibel zum Ausdruck gebracht gerade von denjenigen, die selbst tief betroffen reagieren würden, wenn ihnen einer mal so was in jenem Duktus sagen würde - und leider ist es auch so, dass viele, die mal eben locker-flockig und schnippisch kritisieren gar nicht wissen, dass die Person X niemals gut genug war, es nie leicht hatte, immer eine auf den Deckel bekam und immer, wenn es schon genug war und sie schon am Boden lag, noch einen finalen Tritt bekommen hat - wobei ich andererseits sagen muss: Wenn ich drüber nachdenke, wer bisher wen auf welche Art und Weise "kritisiert" hat, hätten diese Personen genauso unsensibel bzw. erst recht genüsslich reagiert und noch hemmungsloser drauf los getreten, wenn sie das Leid der kritisierten und abgelehnten Person gekannt hätten. Nein, danke!

Es kommt aber auch immer drauf an, wer mich wie stört. Wenn es jemand ist, der sowieso kritikimmun ist und wo es nix bringt oder wenn jemand es eventuell (den Fall hatte ich schon) intellektuell und emotional nicht besser kann (so jemandem will ich dann nicht weh tun) oder ich einfach weiß, dass es eine nicht weg zu kriegende Angewohnheit der Person ist, sage ich nichts und belasse es dabei. Ich bin ein Gemütsmensch, der über gewisse Fehler in einem gewissen Maß hinwegschauen kann. Wir sind alle keine Engel und alle nicht perfekt.

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Ja, eine sehr nette Frau in meinem Alter, die ich als sehr angenehm empfinde und wo ich mir mehr vorstellen könnte und mir denke "warum nicht?" - ich will sie aber unbedingt noch näher kennen lernen. Sie ist nicht so eine oberflächliche Zimtzicke wie so viele um die 30, sondern eine gestandene Frau, die ihre eigenen Ansichten hat und menschlich viel zu bieten hat. Es könnte beiderseits passen, wir mögen uns auch, aber man hat keine Eile.

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Wenn ich diesen Song höre, dann bevorzuge ich das 1985er Original von Cora. Ein sehr ansprechender, leicht mystischer Schlager, den ich schon als Jugendlicher irgendwie cool fand, weil er nicht so billig klang und Stil hat. Axel Fischer schaffte es, das Lied komplett zu zerstören und parodiert es meiner Meinung nach mehr, als dass er es interpretiert. Das hat mit guter Musik nichts mehr zu tun, finde ich, sondern repräsentiert die "Schlagerhölle". Hier ist zum Vergleich das Original.

https://www.youtube.com/watch?v=Kqmuz9wffZU

Cora und Swetlana von dem Bottlenberg haben auch viele andere gute Lieder gesungen und oft auch selbst komponiert, z.B. "Au nom de l'amour" und "Komm doch mit nach Dresden". Sie machen immer noch niveauvolle Musik und bringen immer wieder Neues auf den Markt, aber Interpreten wie Axel Fischer kann ich irgendwie nicht ernst nehmen.

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Ganz viel Verwaltungsarbeit, auch am Abend gelegentlich, dazu die ganze Arbeit mit Schulträger, Schulamt, Presse, Rundfunk und wem auch immer - und mancher Rektor gibt auch noch ein paar Unterrichtsstunden. Auf der anderen Seite stehen viele Repräsentationsaufgaben, etwa bei schulischen Events oder bei diversen Veranstaltungen von Partnerschulen (Musikkonzerte, Bunte Abende, Abiball usw.) oder des Schulträgers sowie als Grußwortredner.

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Unsicher

Mit Sicherheit war ich das bei der einen oder anderen Sache und ich war in der Realschule auch oft "der Ausländer", dem Steine in den Weg gelegt wurden, aber wir waren als Kinder und Jugendliche so eingeschüchtert gegenüber Erwachsenen, dass man sich niemals getraut hätte, so was auszusprechen. In meiner Heimatstadt war es vielerorts nicht gern gesehen, wenn man als Kind seine eigene Meinung hatte. Daheim konnte ich über so was reden, aber ich habe vieles mit mir selber ausgemacht und kann mich heute nicht mehr an Einzelheiten erinnern - das ist auch zu lange her (Schulentlassung war 2007).

Das einzige, an das ich mich konkret und sehr gut erinnern kann wäre ein Vorfall aus der neunten Klasse, wo eine Chemie-Lehrerin immer Witze über Ausländer bzw. vor allem über Osteuropäer eindeutig in meine Richtung machte. Eines Tages war das Maß voll; ich stand während der Stunde einfach auf und lief langsam vor zu ihr ans Pult. Alle wurden ruhig, die Lehrerin erschrak selber; ich sagte dann in normalem Ton und nicht böse oder frech sinngemäß zu ihr, dass ich ihre Witze nicht mehr witzig finde und jeder vor der eigenen Haustür kehren sollte, bevor er meint, sich über andere lustig machen zu müssen. Sie war erschrocken und sagte nichts mehr, ich setzte mich wieder hin, alles ging normal weiter; später meinte sie zu mir, ich hätte jetzt den Vogel abgeschossen und sie würde alles dafür tun, um mir im Zeugnis eine Vier im Verhalten reinzudrücken, aber noch nicht mal das hat sie am Ende geschafft, weil alle anderen Lehrer mich als sehr ruhig und freundlich erlebt und beurteilt hatten. Auch muss ich tatsächlich sagen, dass seit dieser Aktion keine doofen Ausländer- und Osteuropäer-Witze mehr gekommen sind von dieser Lehrerin.

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Nein, die verdienen tatsächlich auch weit weniger als gedacht - das gilt im Übrigen auch für alle anderen Behörden. Selbst der gehobene Dienst liegt oft deutlich unter dem, was man mit vergleichbarer Qualifikation in der freien Wirtschaft verdient - dafür ist die Position im Öffentlichen Dienst in der Regel sicherer als eine Stelle in der Wirtschaft.

Objektiv muss man aber - ich kenne die Abläufe bei der Agentur für Arbeit ganz gut, weil ich mit denen über Kolping (ich war Ehrenamtler) früher öfters zu tun gehabt hatte - feststellen, dass die Kaffeetrinker (das war immer so deren Spitzname, leider sehr realistisch) dort sehr wenig zu tun haben, oft eine sehr ruhige Kugel schieben und für das Wenige, was sie den Tag über machen, meiner Ansicht nach überbezahlt sind. Ihrer eigentlichen Daseinsberechtigung - der Hilfe von Arbeitslosen und Umschülern usw. - kommen die meisten dort nicht nach und motivierte Kräfte sind ungern gesehen oder werden abgesägt / in unattraktive Kostenträgerstellen verfrachtet.

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Nein, das merken die nicht - meist ist selbst ein abgelaufener Verbandskasten kein Problem, weil die Prüfer danach in der Regel gar nicht schauen - gerade bei sehr sauberen Autos oder beim Autos, die in der Vertragswerkstätte zum TÜV vorgeführt werden und vorab durchgesehen sind (da ist der Prüfer generell weniger genau, weil er sich drauf verlässt, dass es passt, gerade wenn man sich kennt) wird da kaum drauf geachtet. Ich habe sogar mal unwissentlich ein Auto ohne Verbandskasten zum TÜV gegeben, das ich gerade erst gekauft hatte und es stand nichts auf dem Mängelbericht, es gab nicht mal einen Hinweis.

Kleiner Tipp, falls du unsicher bist und nichts riskieren willst: Ich habe in meinem Verbandskasten immer ein kleines Päckchen mit Pflastern als Dreingabe beigelegt, damit er "überkomplett" ist - so ein typischer 99-Cent-Artikel vom Discounter.

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Üble Nachrede, ja oder nein und wie beweisen? Gibt es noch andere Optionen?

Hallo liebes Forum,

Ich war über viele Jahre Stammgast in einer Freizeiteinrichtung für Kinder und junge Erwachsene, in der ich nun das Opfer eines Gerüchts geworden bin. Mir wirft man vor, dass sich jüngere Kinder von mir belästigt fühlen, aber ich weiß beim besten Willen nicht wer das sein sollte.

Ich kenne viele schon seit vielen Jahren, manche sogar aus meinem FSJ und bin dort mit allen gut klar gekommen. Außerdem ist mir nicht ganz klar, was mit belästigt werden in dem Zusammenhang gemeint sein soll.

Mittlerweile hege ich den Verdacht, dass dieses Gerücht von den dort arbeitenden in Umlauf gebracht worden sein könnte. Wie ihr euch vorstellen könnt beschäftigt mich diese Tatsache sehr und hat auch bereits Auswirkungen auf meine dort geknüpften Freundschaften.

Jetzt frage ich mich ob ich das Team eventuell wegen übler Nachrede anzeigen könnte, weil für mein Empfinden nicht zu belegen ist dass die Behauptung der Belästigung stimmen. Allerdings habe ich keine schriftlichen Beweise, die das Gegenteil aussagen. Würde das trotzdem gehen und was wären sonst mögliche Alternativen?

Ich meine, die haben mir auch eine Art Hausverbot gegeben und ich frage mich ob die das ohne Beweislage nur mit Behauptungen eigentlich dürfen in einer öffentlichen Einrichtung.

Sich bei dem zuständigen Amt zu beschweren scheint mir nicht besonders vielversprechend zu sein, da die sich meistens eh gegenseitig den Rücken freihalten, allerdings möchte ich mir das nicht alles bieten lassen

Vielleicht habt ihr gute Ideen. Ich bin für jede dankbar.

Es grüßt herzlich,

jan2899

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Gegen das Hausverbot kann man nichts machen, die haben das Hausrecht - so wie du auch in deiner Wohnung davon Gebrauch machen und bspw. die Vertreter dieser Einrichtung nicht reinlassen darfst, sollten sie dich besuchen kommen. Ich habe in meiner früheren Wohnung auch Hausverbote erteilt, weil ich bestimmte Leute da nicht haben wollte.

Allerdings kannst du gegen üble Nachrede und Verleumdung durchaus Anzeige erstatten. Ich habe das in einer anderen Sache - da ging es um beleidigende Gerüchte, die rumerzählt wurden und nicht stimmten - gegen die selbe Person zweimal gemacht und hatte damit Erfolg.

Die Frage ist, ob jemand für dich aussagt - und ob sie mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen. Sollten sie das tun, würde ich mich umgehend wehren und gebe dir den Rat, dich zu informieren.

Außerdem wurde mir weder die Möglichkeit gegeben, dazu Stellung zu nehmen, noch wurde mir überhaupt gesagt, um wen es sich bei der/den belästigten Person(en) handelt.

Frage nach, z.B. bei der Rechtsberatung des Amtsgerichts oder des VdK (ja, die haben sehr gute Experten und können helfen), ob so ein faules Spielchen überhaupt zulässig ist und verweigere bis dahin jegliche Aussage gegenüber dieser Einrichtung - erst wenn geklärt ist, dass das so geht bzw. wenn geklärt ist, dass es so nicht geht und sie Ross und Reiter nennen müssen.

Es ist möglich, dass so ein Vorwand auch benutzt wird, um Leute abzuschieben oder jemandem den Rest zu geben. Ist alles schon vorgekommen, gerade Frauen gegen Männer sind da ganz schnell dabei und voller hinterlistiger Gemeinheiten speziell im "sozialen" Bereich. Wenn die jemanden als schwach oder krank usw. einstufen oder merken, dass sie die Möglichkeit haben, machen sie es oft und klatschen sich noch gegenseitig ab weil sie wissen, damit auch dank der Hilfe grundsätzlich frauenfreundlicher und nicht objektiver Richterinnen und Gutachterinnen durchzukommen, wenn nicht interveniert wird.

Genau aus dem Grund halte ich als Mann mich von solchen Einrichtungen auch fern. Denunziert ist immer schnell und gerade wo viele Frauen sich die Augen auskratzen und den Männer erst recht, ist so was schneller passiert als gedacht, wird auch auf Kinder mit Fangfragen eingewirkt und allerhand gelogen und instrumentalisiert, es sei nur an die Flachslanden-Prozesse von ca. 1992/93 sowie an fragwürdige Institutionen à la Zartbitter und Wildwasser erinnert - eine Finte nach der anderen und ein großer deutscher Justizskandal der 90er, aber diverse volllommen unschuldige Männer mussten danach rehabilitiert werden.

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Willy brandt

Die meisten und erst recht diejenigen, die ihn gar nicht selber als Kanzler erlebt haben, werden wohl gebetsmühlenartig Helmut Schmidt nennen, das war mir vorher schon klar, aber der war zu seinen aktiven Zeiten als Kanzler durchaus umstritten bis zur Vertrauensfrage 1982 ----> und mir persönlich war er im Alter durch seine dauernde Einmischerei, sein oberlehrerhaftes Benehmen und seine Besserwisserei, mit der er den "Jungen" alles Wissen absprach, ziemlich unsympathisch. Ich frage mich bei allem Respekt bis heute, warum der Mann so verehrt wird auffälligerweise auch von Leuten, die ihn gar nicht selbst als Kanzler und Politiker, sondern nur noch mehr als eine Art Elder Statesman mit andauernder Talkshow-Präsenz und Autor diverser selbstbeweihräuchernder Bücher erlebt haben.

https://www.youtube.com/watch?v=olXjIBYgAdM

Obgleich ich sein Buch "Außer Dienst" gelesen habe und inhaltlich als durchaus gelungen empfand, muss ich sagen, dass Helmut Schmidt sich auch hier selbst beweihräuchert hat und versucht hat, anderen zu sagen, was sie durchweg falsch machten und dass er allein im Recht sei. Er sprach der nachkommenden Generation in Gesellschaft und Politik mit solchen Büchern und medialen Auftritten im Grunde genommen jegliche Kompetenz ab - eine Rolle, die seit einiger Zeit und in abgeschwächter Form immer wieder vom eigentlich sympathischen Gregor Gysi ausgeübt wird.

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