Ja, du kannst auch Menschen essen. Du kannst alles essen, wenn es dir gefällt und du es schaffst. Die Konsequenzen werden nur von "schmeckt nicht" bis hin zu "jetzt bin ich tot" oder "ich gehe dafür in den Knast" reichen.

Dumme Frage, deren Antwort du auch hättest googeln können.

...zur Antwort

Kontakt zu Muttersprachlern ist nicht zwingend nötig. Ich habe in Englisch C1 Niveau ohne je mit Muttersprachlern übermäßig viel Kontakt gehabt zu haben. Die Schule hat mich ca. auf B1 Niveau gebracht, der Rest kam durch Serien, YouTuber, Filme und Bücher auf Englisch.

...zur Antwort

In den USA würde ich kaum studieren wollen, da dort das Studium idR selbst finanziert werden muss. Ich hoffe, du bist kreditwürdig oder deine Eltern wohlhabend, dann geht das. Ansonsten....würde ich mir das abschminken.

An Musikhochschulen oder Kunsthochschulen bewerben tust du dich mit einer Eignungsprüfung und/oder einer Mappe. Du musst dafür auf der Website der jeweiligen Hochschule schauen, was die Anforderungen für den Studiengang sind, den du studieren möchtest. Willst du z.B. an der UdK Klavier studieren, such bei Google nach ''UdK Klavier Eignungsprüfung'' o.Ä. Um überhaupt erst einmal die Hochschulen kennenzulernen, google doch mal. ''Musikhochschule Dresden'' z.B. (ist die Carl Maria von Weber Hochschule).
In Kunst gibt man meist eine Mappe ab, manchmal folgt auch noch ein Eignungstest. Wenn du kein Abi hast, gelten meist besondere Bedingungen. Nachzulesen meist auf den hochschuleigenen Websites unter ''studieren ohne Abitur''. Musik zu studieren kann ich dir, solltest du nicht schon ein Instrument relativ gut beherrschen, nicht empfehlen. Man schafft es eigentlich nicht als völliger Anfänger, dort reinzukommen. Außer du möchtest Grundschullehramt studieren, das geht von den Anforderungen her. Auch Gymnasiallehramt geht, wobei man da Klavier spielen können muss.
Kunst ist etwas anderes. Oder Musiktheorie/Musikwissenschaft. Auch beides sehr interessant und fordert meist keine praktischen Fähigkeiten.

Ja, Aufnahmeprüfungen sind relativ schwierig, ich würde im Falle Musikstudium einen Vorbereitungskurs machen. Örtliche Musikschulen oder auch die Hochschulen selber bieten das oft an. Läuft gern unter dem Begriff ''Studienvorbereitende Ausbildung'' oder einfach ''Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung''. Die HMTM Hannover bietet sowas z.B. an. Kostet etwas.
Fang früh an mit der Vorbereitung und lern viel und gründlich, sonst schaffst du es nicht, das kann ich dir gleich sagen. Habe den Fehler auch schon gemacht.

Und - wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wie schwierig es ist, reinzukommen, wirst du sehen, wenn du es versuchst. Mach einfach mal, wenn du Bock zu hast.

...zur Antwort

Habt ihr auch schon Musik im Traum gehört? Was kann das bedeuten?

Also, es ist bei mir schon öfter vorgekommen, dass ich im Traum Musik gehört habe (also nicht im Sinne von CDs anhören oder so, sondern, dass auf einmal einfach Musik von irgendwo erklungen ist) , meist handelt es sich um Klassische Musik, es gab aber auch schon andere Klangeindrücke. Manchmal weiß ich im Traum sogar (oder ich träume, dass ich es wüsste), um was für Musik es sich genau handelt, heute hörte ich z.B. Klangeindrücke und meinte im Traum, es wäre eine Messe von Joseph Haydn oder zumindest aus der Zeit der Wiener Klassik und es hörte sich auch dementsprechend an, von den stilistischen Merkmalen usw. Vor längerer Zeit hörte ich aber auch mal so wundervoll berührende, wehmütige, tief berührende irische Musik , von drei Uillean pipes (irische Dudelsäcke) gespielt, es waren, glaube ich, auch noch eine Gitarre und eine irische Flöte (entweder Tin Whistle oder Flute) dabei, also ich habe die Instrumente in dem damaligen Traum nicht gesehen, aber vom Sound her erfasst. Es sind aber fast immer Melodien und Stücke, die ich nicht kenne, also nichts, was ich schon mal in der Realität genau so gehört habe und mit Titel einordnen könnte, oder wissen würde, dass ich das schon mal gehört habe. Aber ist das normal, im Traum Musik wahrzunehmen ? Ich bin sehr musikalisch interessiert , höre also viel Musik ,beschäftige mich oft damit und kenne mich auch sehr gut aus. Von daher ist das vielleicht etwas anders, als wenn jemand von Musik träumt, der mit Musik eigentlich nichts am Hut hat. Aber was kann das bedeuten, wenn ich / dass ich von Musik träume ?

...zur Frage

Woher sollen wir das denn wissen? Wir kennen dich doch gar nicht. Streng doch mal Google zu ''Traumdeutung'' an. Easy.

...zur Antwort

Nein. Bei einer Analyse analysierst du. Nichts mit Interpretation. Bei einer Sachtextanalyse z.B. stellst du fest, was für sprachliche Auffälligkeiten der Autor benutzt (Stilmittel, bei Gedichten Reimformen) usw. Schreibt jemand z.B. gerne im Präsens, benutzt er gerne häufig Alliterationen oder Inversionen, ist das eine Auffälligkeit, die du herausschreiben kannst, weil du den Text analytisch betrachtet hast. Die Interpretation dann basiert auf dieser Analyse. Aber eine Analyse ist nunmal rein analytisch. Du betrachtest die Form des Textes, der vorliegt.
Eine Charakterisierung ist das, was das Wort schon sagt. Du beschreibst den Charakter, bzw. auch das Aussehen, je nach Aufgabenstellung. Auch das ist rein analytisch und sollte nicht interpretatorisch sein, außer es ist ausdrücklich gewünscht.

Für eine Definition des Begriffs ''Analyse'' siehe Duden.

...zur Antwort

Viel trinken. Damit habe ich meine Pickel komplett weg bekommen. 2-3 Liter am Tag. Und nicht zu viel pflegen. Ich wasche meist nur mit Wasser, gelegentlich mit Wasser und Seife. Morgens und abends. Dann eine Feuchtigkeitscreme, mehr nicht. Kein Peeling, Masken, Waschlotion, Gesichtswasser, Schminke oder so ein Schrott. Nicht an Pickeln rumdrücken. Und ein bisschen Geduld haben. Es kann einige Monate dauern, bis die Haut besser wird.

...zur Antwort

Weil einige Menschen offenbar denken, dass andere, um das Recht auf einen Platz in unserem Land zu haben, sich, ihre Religion und ihre Kultur komplett aufgeben und dem hier Vorgegebenen anpassen müssen. Halte ich für Unsinn, vor allem, da die Menschen, die das behaupten, das selbst idR auch nicht wollen würden, wenn sie in der Position wären. Und da nunmal zurecht ein jeder das Recht auf Religionsfreiheit hat, ist das ganz okay, wenn Leute Kopftuch tragen. Aber das ist oft deren leider sehr beschränkte Meinung.

...zur Antwort

Wo denn z.B.? Meinst du die Behandlung von Tonarten? Dass er an gewissen Stellen dominantisch fungierendeTonarten benutzt? Oder meinst du dominantische Akkorde mit dissonanten Intervallen wie hinzugefügten Septimen und Nonen (D7 und D9), wo die Septimen/Nonen eine Leitton-Funktion in andere Akkorde/Tonarten einnehmen? Also Dominantseptakkorde oder Dominantseptnonakkorde etc? Sag es mal etwas spezifischer.

...zur Antwort

Ich würde es auf Deutsch lesen. Danach evtl. nochmal auf Englisch. Oder einen Übersetzer an die Hand nehmen und lesen.

...zur Antwort

Freu dich. Sie ist unangenehm und du wirst noch jahrzehntelang deine ''Freude'' damit haben, sei froh, dass du sie noch nicht hast. Sie kommt eigentlich bei jeder Frau. Und 16 ist jetzt kein Alter, wo es unnormal wäre, sie noch nicht zu haben. Meine Schwestern waren beide erst mit 17 dran, meine Oma ebenfalls. Dauert bei manchen eben länger, aber kommen tut sie mit Sicherheit.

...zur Antwort

Psychotherapie. Nicht die Menschen sind das Problem, sondern dein Umgang damit.
Habe oft ähnliche Probleme (unangemessen starken Stress in Reaktion auf andere und deshalb (nicht ausgelebte) Aggression ggü. Menschenmassen, Leuten in der Bahn usw.)
Das Problem liegt in deiner Sozialisation, in deinem Charakter. Es ist sicher so, dass einige Menschen nunmal introvertierte Einzelgänger sind, Menschen aber überhaupt nicht ertragen zu können, halte ich für nicht normal. Du wirst in deinem Leben nunmal zwangsweise immer wieder mit anderen Menschen interagieren und klarkommen müssen. Ansonsten kann man sich halt den Kopfschuss geben oder auswandern und einsam in der Pampa leben. Dürfte für die meisten aber keine Option sein.
Ich würde mich an deiner Stelle schonmal auf die Warteliste von Psychotherapeuten setzen lassen, da kann man dann erarbeiten, warum man so fühlt und was man dagegen tun kann. Bei mir ist es z.B. Hochsensibilität gepaart mit fehlender Selbstliebe, weshalb ich gedanklich gemein/ungeduldig zu/mit mir selber und als Resultat daraus auch manchmal zu/mit anderen bin. Dann bin ich weniger nachsichtig mit Leuten, die sich dumm benehmen, ungeschickt sind, nicht mitdenken, mir zu langsam/laut o.Ä. sind. Ich rede gedanklich schlecht mit mir selber und behandle dann auch andere so, weil ich anderes Verhalten nicht gelernt habe. Dazu kommt der Drang, immer allen gefallen zu wollen, was zusätzlichen Stress auslöst und mir das Gefühl gibt, nicht zu genügen, weshalb ich andere als vermeintlichen Grund dieses Gefühls hasse/ablehne, obwohl es aus mir selber kommt. Und zu guter Letzt ist da bei mir auch noch fehlendes Selbstvertrauen, was mich ohnmächtig sozialer Interaktion gegenüber fühlen lässt; ich habe leicht das Gefühl untergebuttert oder übergangen zu werden, nicht für mich einstehen zu können, deshalb meide und lehne ich derartige Situationen ab und betrachte andere schnell als Arschlöcher, weil ich ihnen meiner Meinung nach nicht standhalten kann, irgendwo Angst vor ihnen habe und deshalb wütend werde und solche Situationen vermeiden will.

Ist das bei dir vielleicht etwas Ähnliches? Geh doch mal in dich. Und ich kann dir Verhaltenstherapie empfehlen gegen solche Probleme.

LG

...zur Antwort

Ohne Gefühle macht Sex kein Spass

Hallo Community.

Also vorneweg, ich finde es als Mann nicht wirklich normal das ganze, jeder andere würde doch jede Gelegenheit nutzen um Sex zu haben. Ich empfinde es aber anders, denn ich habe bemerkt, dass mir Sex ohne Gefühle überhaupt kein Spass macht.

Ein Beispiel dazu: Ich war längere Zeit Single und da war eine Freundin die sich vor längerer Zeit in mich verliebt hatte, sie war selbst Single und hat mich ein paar mal zu ihr nach Hause eingeladen. Bin dann auch ein dahin ohne mir was dabei zu denken, aber im Hinterkopf wusste ich schon das sie mich liebte weil sie es mir eben gesagt hatte. Um nicht mit ihren Gefühlen zu spielen, habe ich klar gemacht, dass es bei mir nicht so ist damit sie auch Bescheid weiss und sich keine Hoffnungen machen muss. Hat sie so angenommen und es akzeptiert, deswegen wollte sie aber nicht den Kontakt abbrechen. Ich bin auch zu ihr und wir haben geredet, Fern gesehen usw. also alles harmloses.

Jedenfalls war es ihr Wunsch, trotz dem Wissen das keine Gefühle da sind und auch keine Zukunft geben wird, Sex mit mir zu haben und das ganze unverbindlich. Ich habe lange darüber nachgedacht, ich war schliesslich Single und irgendwo hat man da auch mal Lust dazu logischerweise. Habe dann irgendwann zugesagt trotz allem und haben das dann auch gemacht. Das Problem dabei, ich fand es überhaupt nicht schön, also rein vom Gefühl her da ich nichts für sie empfand war das am Schluss ein reines "durchziehen". Ich hatte dabei auch ein schlechtes Gewissen, ich wollte sie dennoch nicht verletzen da ich ja wusste über ihre Gefühle. Ich hätte es lieber sein lassen sollen, oder? Mal davon abgesehen, andere Männer hätten doch in der Situation zugesagt und einen drauf gelegt, daraus eine Freundschaft + daraus gemacht ohne mit der Wimpern zu zucken.

Ich habe das dann komplett abgebrochen mit ihr, denn ich wollte sie nicht mehr verletzen und da es mir eh kein Spass gemacht ohne sie zu lieben, hat es mir bei dieser Entscheidung geholfen.

Sollte man das können, Sex ohne Gefühle haben zu können oder bin ich da eher in der Minderzahl mit diesem Problem?

...zur Frage

Ich finde das normal. Ich finde Sex auch nur mit Gefühlen schön. Hatte auch schon eine kurze Beziehung, wo es mehr darum ging beiderseitig zu gucken, ob sich Gefühle entwickeln und bei mir (bin weiblich) entwickelte sich nichts, bei ihm schon. Das soll es also auch geben, obwohl häufig gesagt wird, dass Frauen sich immer in Männer verlieben, mit denen sie Sex haben. Kann ich nicht bestätigen. Überhaupt macht der Sex ohne Verliebtheit oder Liebe eben auch keinen Spaß. Sicher, eine körperliche Reaktion kann man durch richtige Stimulation immer hervorrufen. Zum Orgasmus kommen kann man dadurch auch. Aber Lust auf Sex mit diesem Menschen habe ich persönlich dann trotzdem nie gehabt. Ich war halt nicht verliebt und habe mich dementsprechend auch ihm emotional nicht so wirklich verbunden gefühlt, ich fand ihn äußerlich attraktiv, aber er hat mich körperlich nie angemacht, der Gedanke, mit IHM Sex zu haben hat mich nicht gereizt. Das war dann eben reiner Sex. Da kann man es sich aber auch selbst machen und kommt schneller zum selben Ergebnis.

Also Fazit: ja, ohne Gefühle finde ich Sex ebenfalls übelst langweilig und unbefriedigend (selbst wenn man kommt usw) und ich schenke mir das üblicherweise und warte, bis ich mich wieder verliebe. Dann ist Sex nämlich am allerschönsten finde ich.

...zur Antwort

Wir haben Holzstreu, solche Pellets von Cat's Best. Sind sehr angenehm, bisher das beste. Kann man im Klo runterspülen, riecht überhaupt nicht nach Katzenpipi, auch nicht, wenn sie es benutzen, sondern immer eher nach Sägespänen, die Katzen finden es auch gut offenbar, benutzen es nämlich.

...zur Antwort

Naja, was meinst du denn, wieviel du in der Oberstufe jetzt noch in Englisch lernst? Glaubst du, der Lernfortschritt ist dir wichtiger oder deine Abinote? Ich persönlich würde es abwählen, wenn du es nicht kannst. Da würde ich mich mal gar nicht unter Druck setzen und mir mein Abi versauen, sondern einen besseren Abischnitt erzeugen, indem ich ein Fach lerne, das mir Spaß macht und in dem ich besser bin. Englisch kannst du später an der Uni immer noch weitermachen, die meisten Unis bieten Sprachkurse von Anfänger- bis C2-Niveau an. Gut sprechen können sollte man Englisch nämlich schon, ist heutzutage sehr wichtig, aber an der Uni ist dann halt der Druck raus, dass man da irgendeine [gute]  Abschlussnote in dem Fach erzeugen muss, sondern da kannst du dann entspannter lernen und dir so einen Sprachkurs auch noch im Studium Generale/General Studies oder wie auch immer deine zukünftige Uni es nennt anrechnen lassen, falls du es denn möchtest. Mache ich auch gerade (lerne Italienisch) und finde es so viel besser als damals in der Schule. Man hat auch mehr Motivation die Sprache zu lernen, weil man sich für den Kurs freiwillig entscheidet und quasi nicht gezwungen wurde, weil man musste oder so.

Raus damit aus dem Stundenplan und an der Uni weitermachen würde ich sagen.

...zur Antwort

Nein. Truth is stranger than fiction = Wahrheit ist eigenartiger als Fiktion. ''Das Leben schreibt die besten Geschichten'' hat da gar nichts mit zu tun, das kannst du nicht im selben Kontext 1:1 einsetzen, dann spinnst du dir nur Unsinn zusammen. Und da kann man auch schlecht kommen von wegen ''ich interpretiere es aber so''. Schön, aber mit welchen Argumenten auf welcher Grundlage? Ich kann auch sagen, dass ich ein ''ich hasse dich'' als ''ich liebe dich'' interpretiere. Das heißt nicht, dass das richtig ist. Interpretation ≠ persönliche Meinung. Interpretation muss im Kontext schon logisch begründet sein, um Sinn zu ergeben. Sonst kann es auch einfach bullshit oder falsch sein.

...zur Antwort

Habe die Krankheit auch seit 10 Jahren.

Wenn deine Mutter sagt, dass man es nicht sieht, sieht man es vermutlich auch nicht. Wir mit Trichotillomanie machen uns gerne verrückt und sehen kahle Stellen, wo keine sind, steigern uns da etwas rein, ich kenne das.

Trichotillomanie ist eine ungesunde Methode mit Stress umzugehen. Andere Leute entspannen sich, machen Sport, wackeln mit dem Knie auf und ab, knibbeln an den Fingernägeln, beißen auf der Unterlippe. Wir reißen uns die Haare aus. Alles Methoden, um Stress zu bewältigen. Nur ist unsere nicht besonders gut für uns.
Trichotillomanie ist außerdem eine Impulskontrollstörung im Hirn. Das Gehirn gesunder Menschen sendet keinen Impuls an die Hand, sich Haare auszureißen. Unseres schon. Wenn wir das immer wieder machen, schleift sich das so richtig schön ein. Es entstehen Bahnungen im Hirn, die Nervenbahnen, die diesen Impuls tragen, werden dicker je öfter wir es tun, was dazu führt, dass wir es noch leichter und noch öfter tun und es noch schwieriger wird wieder aufzuhören.

Mir hilft momentan am besten den Impuls umzuleiten. In einer Studie wurde herausgefunden, dass den Impuls zu unterdrücken nicht funktioniert bei Trichotillomanie. Stattdessen ist der Ansatz die Nervenbahnung quasi ''totzulegen'', indem man eine Ersatzhandlung macht und den Impuls somit umleitet. Du bekommst den Impuls, dir Haare auszureißen. Dann musst du bewusst begleiten. Such dir eine ähnliche Bewegung in eine ähnliche Richtung, aber fass deine Haare/Augebrauen nicht an. Ich knete mein Ohrläppchen, statt meine Haare anzufassen und auszureißen. Anschließend schnipse ich dann, was quasi das Reißen ersetzt und die Handlung für mich beendet.
Das ist ziemlich anstrengend und erfordert ganz schön viel bewusste Aufmerksamkeit über viele Monate und Jahre hinweg, aber ist eine Möglichkeit die Krankheit zumindest etwas einzudämmen. Außerdem hilft mir mit Knete zu kneten, eine Mütze aufzusetzen (falls du dir Kopfhaar ausreißt), ein Gummiband/Haargummi um den Arm zu machen und immer daran zu zupfen, statt an meinen Haaren. Oder die Hände irgendwie zu beschäftigen. Mit Sticken, malen, häkeln, nähen, irgendwas.
Für den Anfang ist erstmal wichtig, dir bewusst zu werden, dass du dir gerade überhaupt Haare ausreißt; dass du es nicht immer unterbewusst machst und es immer mehr zum Automatismus wird. Versuch mal in Situationen, in denen du das immer machst, dich in die Gegenwart zurück zu rufen und checke, ob du gerade reißt. Dazu reicht ja ein einfacher Gedanke oder die Frage ''reiße ich gerade''. Du kannst auch ein Reißtagebuch führen, wo du immer reinschreibst, wann du wie lange in welcher Situation gerissen hast. Daran siehst du dann auch, welche Methoden für dich funktionieren und welche eher nicht. Wenn du dir jedes Mal bewusst wirst, dass du gerade reißt, kannst du etwas unternehmen (Haargummi, Knete/sonstiges Spielzeug, was die Hände beschäftigt hält, Impuls umlenken).
Eine Therapie wird dir helfen. Bei Trichotillomanie wird meistens Verhaltenstherapie gemacht. Da lernst du Methoden mit deiner Krankheit umzugehen, bekommst u.U. Beratung über mögliche Medikation usw. Mir hat meine Therapie damals sehr geholfen.

Ich habe eine ziemlich starke Veranlagung für Depression, war schon zweimal schwer depressiv. Mir ist aufgefallen, dass ich immer dann den besonders starken Impuls habe zu reißen, wenn ich unter Stress stehe oder mir mal wieder Sorgen mache und grüble. Dann ist es wichtig das Grübeln versuchen abzustellen. Etwas anderes zu tun, sich abzulenken, sich klarzumachen, dass einem das Grübeln nicht hilft.
Um generell entspannter zu sein hilft Sport. Weil beim Sport Glückshormone ausgeschüttet werden, hilft Sport sowohl kurz- als auch langfristig gegen Depressionen, ist nachgewiesen. Mir helfen zusätzlich noch Entspannungsübungen. Meditation, autogenes Training, Jacobsen, Yoga, Alexandertechnik. Generell entspannter zu werden wird deinen Drang zu reißen auch vermindern, weil du dann nicht mehr so viel und stark unter Strom stehst.
Am wichtigsten ist aber Psychotherapie. Frag deine Mutter mal. Ansonsten kannst du auch zu deinem Hausarzt gehen und ihm die Situation schildern, der dürfte dich dann überweisen. Eine andere Möglichkeit ist ein sozialpsychiatrischer Dienst, die vermitteln auch Plätze in Kliniken, beraten dich usw. Vielleicht kann dir ein/e Freundin/Freund helfen oder deine Mutter?
Schildere denen mal deine Situation. Und schäm dich nicht für die Krankheit. Die gehört halt zu uns wie andere an Fingernägeln kauen. Sie ist schwierig zu beseitigen, aber man kann das schaffen. Und es haben diese Krankheit viel mehr Menschen als man immer so glaubt. Ich allein kenne zwei weitere Menschen persönlich, die sie auch haben.

...zur Antwort

Weil du traumatisiert bist und weil diese Dinge noch stark emotional belastet sind für dich. Menschen denken vermehrt an Dinge, die emotional konnotiert sind, deshalb kann man auch nicht einfach Gedanken abstellen.

...zur Antwort