Da die GEZ, die jetzt Beitragsservice heißt, nicht weiß, dass du mit deiner Freundin zusammen wohnst, musst du ihr das eben mitteilen. Also:" Ich wohne mit NN in einer Wohnung, für die NN schon unter der Beitragsnummer 123...(9-stellig) den Rundfunkbeitrag zahlt.

Dann hat sich die Forderung und dein Beitragskonto erledigt.

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Nach der Entscheidung des BVerfG sind Nebenwohnungen einer Person, die schon für die Hauptwohnung den Rundfunkbeitrag zahlt, von der Rundfunkbeitragspflicht auf Antrag zu befreien.

Du müsstest also mit einem Schreiben oder auch Formular deine Nebenwohnung beim Beitragsservice anmelden und gleichzeitig einen Antrag auf Befreiung stellen.

Das hört sich dann tatsächlich nach viel unnützer Bürokratie an, aber nur so bist du auf der sicheren Seite.

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Du bist jetzt als derjenige aus eurer WG angeschrieben, von dem der Beitragsservice das Geld will. Dann musst du auch zahlen.

Du hast dann allerdings einen Anspruch gegen die beiden Erasmusstudenten auf entsprechende Beteiligung. Das heißt für jeden Monat zahlt einer von euch 17,50 €. Diesen anspruch kannst du, wenn sie nicht freiwillig zahlen auch gerichtlich gegen deine WG-Kumpels durchsetzen. In § 2 Abs. 3 Satz 1Rundfunkbeitragsstaatsvertrag, der gesetzlichen Grundlage für die Erhebung des Rundfunkbeitrags, ist nämlich geregelt, dass alle volljährigen Bewohner einer Wohnung Gesamtschuldner sind. Das hat nach § 426 Abs. 1 BGB zur Folge, dass jeder anteilig zahlen muss.

Das gilt aber nur intern zwischen euch. Gegenüber dem Beitragsservice muss immer nur einer pro Wohnung zahlen. Insofern bringt es dir gar nichts, wenn du dem Beitragsservice mitteilst, dass da noch zwei in deiner Wohnung wohnen. Denn das Geld bekommt er ja schon von dir.

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Du musst dich beim Beitragsservice abmelden. Dazu gibt es das entsprechende Formular hier:https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/formulare/index_ger.html. Darin gibst du deine neue Anschrift an und den Zahler der neuen WG mit Namen und Beitragsnummer. Als Nachweis, ab wann du dort wohnst, kannst du auch den neuen Mietvertrag in Kopie vorlegen. Besser wäre natürlich die neue Meldebescheinigung. Du bist dann jedenfalls ab Oktober raus aus der Zahlungspflicht für die alte Wohnung.

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Die Stadtkasse ist von der für dich zuständigen Landesrundfunkanstalt mit der Vollstreckung der Schulden beauftragt, die du bei der Rundfunkanstalt bzw. beim Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio hast. In anderen Bundesländern ist dafür der Gerichtsvollzieher oder das Finanzamt zuständig.

Da du die ganze Forderung offensichtlich nicht auf einmal zahlen kannst, bietet dir die Stadtkasse Ratenzahlung an. Sehr vernünftig! Damit sie ermessen kann, mit welchen Raten du belastet werden kannst, will sie von dir eine Vermögensaufstellung. das kann man gut nachvollziehen. Dabei musst du berücksichtigen, dass sie das auch zwangsweise fordern und durchsetzen könnte. Das nennt sich dann Vermögensauskunft und deren Richtigkeit muss von dir an Eides statt versichert werden. Dieses Verfahren würde noch einmal extra Kosten verursachen. Also mache lieber die freiwillige Variante.

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Ja, du musst als Volljähriger leider den Rundfunkbeitrag für die von dir allein bewohnte Wohnung zahlen. Auf die Tatsache, dass du noch Schüler bist, kommt es dabei nicht an.

Du könntest dich aber auf Antrag von der Zahlungspflicht befreien lassen, wenn du Schüler-BAföG erhältst oder dieses noch beantragen würdest.

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Stelle sofort einen Befreiungsantrag und füge eine Kopie deines ALG II-Bescheides bei. Dann wirst du jedenfalls ab dem Beginn des ALG II-Bezugs befreit und musst nichts zahlen.

Für die Vergangenheit kannst du gleichzeitig einen Stundungs- und Ratenzahlungsantrag stellen, dann zahlst du deine Schulden in geringen Raten ab.

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Auf die Frage Untermieter oder Hauptmieter kommt es nach dem Gesetz nicht an. Entscheidend ist allein, dass du als Volljähriger in einer Wohnung wohnst. Wenn sonst niemand für die Wohnung zahlt, musst tatsächlich du zahlen.

Du musst natürlich für die Vergangenheit nur zahlen, so lange du schon in der Wohnung wohnst. Für Zeiten vorher ist das nicht der Fall. Den Nachweis führst du mit deiner Meldebescheinigung oder dem Mietvertrag.

Zahlt allerdings jemand für die Wohnung, so musst du gar nichts an den Beitragsservice zahlen, weil ja schon einmal für die Wohnung gezahlt wird. Dann kann nur der Zahler von dir den entsprechenden Anteil verlangen.

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Da es die GEZ seit 2013 nicht mehr gibt, meinst du vermutlich den Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio. Das Problem ist nur, dass dir dann alle anderen Briefe auch nicht mehr über den Briefkasten zugestellt werden können. Wenn du dann ein Postfach eröffnest, nützt es dir auch nichts, weil der Beitragsservice dann durch eine Nachfrage bei der Post von deiner Postfachadresse erfährt und dann hast du die Briefe doch wieder.

Also spare dir das Geld für das Postfach und zahle gleich den Rundfunkbeitrag, wie alle anderen Wohnungsinhaber auch.

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Wenn du tatsächlich Post von der GEZ bekommen hast, handelt es sich um den Versuch eines Betrugs, mit dem man an deine Daten kommen will. Denn die GEZ gibt es seit 2013 nicht mehr.

Sollte der Brief aber vom Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio kommen, so haben die tatsächlich einen Anspruch darauf, von dir die Daten zu erhalten. Das gilt auch dann, wenn du dort bereits gemeldet bist. Der entsprechende Auskunftanspruch ergibt sich aus § 8 Abs. 1 Satz 1 Rundfunkbeitragsstaatsvertrag.

Du musst deine Antwort auch frankieren, da der Anspruch auf eine für den Beitragsservice kostenfreie Auskunft besteht.

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Du musst eigentlich gar nicht zahlen, aber es wird nicht ganz leicht für dich, das durchzusetzen. Wenn du in der Wohnung nie gewohnt hast, bist du nicht verpflichtet zu zahlen. Am einfachsten kommst du aus der Zahlungsaufforderung raus, wenn dein Freund für die Wohnung den Rundfunkbeitrag bereits gezahlt hat. Dann meldest du dies dem Beitragsservice unter Angabe des Namens und der Beitragsnummer des Freundes. Dann bist du raus.

Hat er den Rundfunkbeitrag aber nicht gezahlt, so müsste er sich eigentlich für die Zeit anmelden. Macht er das, so wärst du auch raus.

Tut er das aber nicht, so müsstest du dem Beitragsservice nachweisen, dass du dort nie gewohnt hast. Das Problem ist nämlich, dass kraft Gesetzes vermutet wird, dass man in der Wohnung wohnt, wenn man entsprechend beim Meldeamt gemeldet ist. Du müsstest diese gesetzliche Vermutung also widerlegen. Dieser Nachweis ist nach der Beitragssatzung durch Urkunden zu erbringen. Da du eine alternative Meldebescheinigung nicht beibringen kannst, kommt wohl nur eine Versicherung an Eides statt durch deinen Freund in Betracht oder/und der Personen, bei denen du tatsächlich gewohnt hast.

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Leider wird der Rundfunkbeitrag nicht pro Haushalt erhoben, sondern pro Wohnung. Dabei ist "Wohnung jede baulich abgeschlossene Raumeinheit, die zum Wohnen oder Schlafen genutzt wird und durch einen eigenen Eingang unmittelbar vom Treppenhaus, einem Vorraum oder von außen, nicht ausschließlich über eine andere Wohnung betreten werden kann" (s. § 3 Abs. 1 Satz 1 Rundfunkbeitragsstaatsvertrag).

Da du selbst schreibst, dass das Haus über 3 Wohnungen verfügt und eure Wohnungen ja auch noch durch die Wohnung in der 1. Etage getrennt sind, würde also der Rundfunkbeitrag zweimal anfallen. Etwas anderes würde nur gelten, wenn in einer der Wohnungen keine volljährige Person wohnen würde. Kinder müssen nämlich den Rundfunkbeitrag nicht zahlen.

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Das wäre nicht legal und würde auch nicht funktionieren. Du musst dich ja melderechtlich beim zuständigen Meldamt für die Zweitwohnung anmelden. Dann weiß das auch der Beitragsservice, weil er von dort die Daten erhält.

Dass deine Eltern für die Zweitwohnung befreit sind, führt nicht dazu, dass du dort auch befreit bist. Beitragsrechtlich - also unabhängig vom Melderecht - bist du gesetzlich ebenfalls verpflichtet, dich beim Beitragsservice mit der Zweitwohnung anzumelden. Die Nichtanmeldung ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einer Geldbuße bis zu 1000 € geahndet.

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Die Bankverbindung ist die der für dich zuständigen Landesrundfunkanstalt. Siehe:https://www.rundfunkbeitrag.de/bankverbindung/index_ger.html?highlight=%C3%BCber%C2%ADweisen%3F%20%C3%BCberweisen%3F%20%C3%BCberweisen%20Wohin

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Pro Wohnung muss einmal der Rundfunkbeitrag gezahlt werden. Zahlungspflichtig sind alle volljährigen Bewohner. Wenn dein Sohn von der Zahlung befreit ist, dann musst selbstverständlich du für die Wohnung zahlen, es sei denn du hast auch einen im Gesetz vorgesehenen Grund für eine Befreiung.

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Die GEZ-Gebühren haben einen Sinn!

Man braucht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für eine objektive und neutrale Information. Er ist ein wichtiger Faktor in der öffentlichen Meinung, auf die Privaten kann man sich dabei nicht verlassen.

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Die Rundfunkanstalten interpretieren das Urteil des BVerfG besonders eng. Dort heißt es eben, dass eine Person nicht doppelt belastet werden dürfe mit dem Rundfunkbeitrag für die Erst- und die Zweitwohnung. Ich halte diese Interpretation aber für zu eng, weil ja beide Ehepartner Gesamtschuldner für den Rundfunkbeitrag für eine Wohnung sind.

Ich empfehle dir folgendes: Der Ehemann meldet sich auch für den Zweitwohnsitz als Beitragsschuldner an. Nachdem die Anmeldebestätigung da ist, schreibt die Ehefrau an den Beitragsservice und meldet sich unter Hinweis auf die gemeinsam mit ihrem Ehemann bewohnte Zweitwohnung und dessen Beitragsnummer für die Zweitwohnung ab. Entsprechende Meldebescheinigungen sind beizufügen.

Im Anschluss fordert der Ehemann die Befreiung für die Zweitwohnung, für die er ja jetzt zahlt. Dabei ist es gleichgültig, von welchen Konten die Zahlungen geleistet werden.

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Nach der gesetzlichen Regelung im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag musst du dich selbst beim Beitragsservice anmelden. Machst du das nicht, begehst du eine Ordnungswidrigkeit. Ich würde dir raten, dich jetzt sofort mit einem aktuellen Datum anzumelden (Anmeldeformular s. https://www.rundfunkbeitrag.de). Dann hast du vielleicht Glück und die Vergangenheit, für die du natürlich auch zahlen müsstest, wird übersehen bzw. vergessen.

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Den Rundfunkbeitrag musst du nach dem Gesetz für eure Wohnung in jedem Fall zahlen, auch wenn du keine Geräte hast oder das Programm nicht nutzt.

Den Kabelanschluss muss man dagegen nur zahlen, wenn man einen entsprechenden Kabelvertrag mit dem Anbieter abgeschlossen habt. Auch nach dem Mietvertrag musst du den Anschluss nicht nutzen. Also lasse ihn verplomben. Nach meiner bisherigen Erfahrung kann selbstverständlich nur euer Kabelanschluss in eurer Wohnung verplombt werden und der Vermieter kann dann dennoch den Anschluss weiter nutzen. Stelle dir das mal in einem Mietshaus mit 30 Mietparteien vor. Dann würde ja ein Nichtnutzer das ganze Haus vom Kabelfernsehen ausschließen.

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Leider ja. Die Forderungen sind nicht verjährt, weil dir - so die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte - die Einrede der Verjährung wegen unzulässiger Rechtsausübung verwehrt ist. Da du dich entgegen den Vorschriften nicht ordnungsgemäß bei der damaligen GEZ abgemeldet bzw. umgemeldet hast, lief die Gebührenpflicht für dich einfach weiter. Ein rechtsuntreuer Bürger darf sich dann nicht auf eine ihm günstige Regelung wie die Verjährung berufen. Klar ist aber auch, dass von dir nur die Grundgebühr für das Radio gefordert werden kann und nicht auch die Fernsehgebühr.

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