Zersetzungsspannung berechnen/bestimmen (Elektrochemie)

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2 Antworten

Die theoretische Zersetzungsspannung kann man mithilfe der Gleichung von NERNST berechnen. Die tatsächliche hängt aber von einigen Parametern ab, als da sind z.B. das Elektrodenmaterial, die Temperatur, die Stromdichte u.a.

Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig die tatsächliche Zersetzungsspannung bei den gegebenen Verhältnissen experimentell zu bestimmen. Man erstellt eine Stom-Spannungs-Kurve. Ein Versuchsbeispiel findest Du unter dem folgenden Link:

http://www.kappenberg.com/experiments/sonst/pdf-aka11/n01a.pdf

Zoelomat 21.10.2014, 18:49

Die Differenz zwischen tatsächlich und theoretisch nötiger Spannung nennt man übrigens Überspannung.

Und die kann beträchtlich sein. So bildet sich bei der Elektrolyse einer wässigen NaCl-Lösung mit einer Hg-Kathode Na (als Amalgam) und kein Wasserstoff. Weil die Überspannung für H so groß ist.

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Soweit ich mich erinnere, funktioniert das so: Du berechnest nach Nernst, was das Zeug für eine Spannung liefern würdest, wenn Du daraus eine Kette bauen könntest. Umgekehrt ist das dann genau die Spannung, die Du brauchst, um das Produkt der Kette wieder zu elektrolysieren.

Problem ist nur, daß das nicht stimmt, weil Du immer mehr Spannung brauchst als Du mit dieser Methode berechnest. Wieviel mehr, hängt von Temperatur, Druck, Elektroden­material, geographischer Breite, Mondphase und emotionalem Zustand des Experimentators ab.

Diese Exraspannung nennt man Überspannung, und sie ist nicht berechenbar. Also schlag auf das, was Du mit Nernst gekriegt hast, ein,zwei Volt drauf und gut ist. Oder miß es selbst.

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