Wozu ist die Privatsphäre gut?

8 Antworten

Die Privt-Späre dient dazu, dass man sich mit sich selbst beschäftigen kann und nicht durch äußere Einflüsse abgelenkt wird. Heutzutage ist das ein Luxus, den man sich oft in einer Umgebung ständig klingelnder Handys erkaufen muss. Andererseits wollen sich viele Leute von sich selbst ablenken lassen. Vielleicht haben sie Angst, dass "in ihnen" nicht viel ist und "dröhnen sich mit ihrer Umwelt zu".

Privatsphäre fängt da an, wo man gewisse Dinge nicht preisgeben möchte. Das ist natürlich bei jedem anders. Bei mir persönlich heißt das: sexuelle, finanzielle, emotionale und ähnliche Dinge gehen, außer einigen wenigen Leuten, nichts an

Sag mal Lola60, abgesehen davon, daß ich Dir danke, daß Du meiner Frage Deine Antwort würdigst, bleibt die Frage, soll man um die Privatsphäre so einen Aufriss machen? Früher hat der Staat sich sehr wohl für sexuelle Dinge seiner Untertanen interessiert, in dem Punkt sind wir freier geworden, in unsere finanziellen Dinge mischt sich Vater Staat gerne ein, vielleicht auch zu Recht und emotionale Dinge?!? Was meinst Du damit? Gestern fragte jemand, ob sie einen 'Knall' habe, nur weil sie was gegen öffentliche Nacktheit habe? Das ist doch so ein emotionales Ding! Oder nicht?!? Die meisten haben ihr das Recht auf ihren emotionalen Anspruch abgestritten und ihr den Psychologen empfohlen, vgl. http://www.gutefrage.net/frage/eifersucht-auf-nackte. Also, wenn ich mir Deine Privatsphäre anschaue, scheint die Lage nicht aussichtslos.

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Gegenfrage, würdest du dich beim S.ex mit deinem Freund oder deiner Freundin filmen lassen wollen?... eine Aufgabe der Privatsphäre führt auch immer zur Aufgabe der freien Meinung und Entscheidung... es würde Tür und Tor zur totalen Kontrolle öffnen! Niemand wäre mehr frei. Und andersrum, totale Kontrolle von seitens des Staates führ auch immer automatisch zum Machtmissbrauch. So gut auch immer die Absichten waren, es kommt dabei nichts Gutes bei raus!

"Gegenfrage, würdest du dich beim Sex mit deinem Freund oder deiner Freundin filmen lassen wollen?." Ehrlich gesagt, Ööh, jaaa... Wenn ich mit meiner besten Freundin beim besten Sex von der Welt bin, dann sollte die ganze Welt dabeisein. (Nur 'nen Film brauch'n se nich zu mach'n.) Im übrigen stellt sich für mich der Eindruck ein, daß hier niemand unter einer Bedrohung der Privatsphäre (durch Medien etc.) leidet und/oder sich vor staatlichen Einflußnahmen fürchtet.

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@TRISTRAM

Gut aber du willst das doch auch noch selber entscheiden können ob jmd zu guckt... stell mal vr man wäre dazu gezwungen, das zuzulassen, so meinte ich das

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Die Privatsphäre dient dazu, einen geschützten Raum zur freien Entfaltung der Persönlichkeit zu geben. Ein unangetasteter Bereich kann aus Achtung vor der Menschenwürde geboten sein. Sich ungezwungen verhalten zu können und keiner unerwünschten Beobachtung ausgesetzt zu sein, ist zum entspannten Ausruhen wichtig. Wenn alle möglichen Leute alles mitbekommen könnten und mit zahllosen Reaktionen (oft auch willkürliche und unangemessen von fremden Menschen) zu rechnen wäre, entstünde leicht ein schrecklicher Stress.

Über Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten und Lebensverhältnisse in einem möglichst hohem Maß persönlich entscheiden zu können, ist Teil des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.

Eine umfassende Verbrechensverhinderung wäre höchstens theoretisch bei einer völligen Kontrolle denkbar, dies liefe aber auf eine totalitäre Diktatur hinaus, die schlimme Taten aus dem Machtzentrum heraus ermöglicht. Verstärkte Überwachung kann auch mißbraucht oder sogar für Vergehen ausgenutzt werden.

Privat und etwas, was andere nichts angeht, ist alles, was ich ich im Privatbereich belassen möchte und bei dem keine gut begründbaren starken öffentlichen Interessen (bzw. die anderer Menschen) eine Einschränkung der Privatheit erfordern.

Aber, vom Stress abgesehen, ließe sich das Leben nicht ohne Privatsphäre leichter, lockerer und lustiger organisieren?!? Machen wir nicht zuviel BOHEE ums Private?

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@TRISTRAM

Solange nur ein Teil des Lebens (und dies nach eigener Wahl) der Allgemeinheit oder zumindest einer großen Anzahl von Menschen gut zugänglich ist, kann es ja nett und unterhaltsam sein, aber nicht bei einem Zwang wegen völligen Fehlens einer Privatspäre. Beziehungen zu anderen Menschen, das behutsame Entwickeln von Gefühlen und das Austauschen von Empfindungen gedeihen ohne ein Mindestmaß an Vertraulichkeit schlecht.

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Was privat ist, bestimme ich selbst von Fall zu Fall; und sonst keiner. Was ich für mich als privat betrachte, geht niemanden etwas an. Ich bin auch niemandem hinsichtlich meiner Gründe Rechenschaft schuldig.

Jeder muß selbst entscheiden, wie er das für sich sieht. Ich habe nicht unbedingt etwas gegen Exhibitionisten, aber ich bin halt keiner.

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