Wozu ist die Privatsphäre gut?

7 Antworten

Die Privatsphäre dient dazu, einen geschützten Raum zur freien Entfaltung der Persönlichkeit zu geben. Ein unangetasteter Bereich kann aus Achtung vor der Menschenwürde geboten sein. Sich ungezwungen verhalten zu können und keiner unerwünschten Beobachtung ausgesetzt zu sein, ist zum entspannten Ausruhen wichtig. Wenn alle möglichen Leute alles mitbekommen könnten und mit zahllosen Reaktionen (oft auch willkürliche und unangemessen von fremden Menschen) zu rechnen wäre, entstünde leicht ein schrecklicher Stress.

Über Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten und Lebensverhältnisse in einem möglichst hohem Maß persönlich entscheiden zu können, ist Teil des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.

Eine umfassende Verbrechensverhinderung wäre höchstens theoretisch bei einer völligen Kontrolle denkbar, dies liefe aber auf eine totalitäre Diktatur hinaus, die schlimme Taten aus dem Machtzentrum heraus ermöglicht. Verstärkte Überwachung kann auch mißbraucht oder sogar für Vergehen ausgenutzt werden.

Privat und etwas, was andere nichts angeht, ist alles, was ich ich im Privatbereich belassen möchte und bei dem keine gut begründbaren starken öffentlichen Interessen (bzw. die anderer Menschen) eine Einschränkung der Privatheit erfordern.

Aber, vom Stress abgesehen, ließe sich das Leben nicht ohne Privatsphäre leichter, lockerer und lustiger organisieren?!? Machen wir nicht zuviel BOHEE ums Private?

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@TRISTRAM

Solange nur ein Teil des Lebens (und dies nach eigener Wahl) der Allgemeinheit oder zumindest einer großen Anzahl von Menschen gut zugänglich ist, kann es ja nett und unterhaltsam sein, aber nicht bei einem Zwang wegen völligen Fehlens einer Privatspäre. Beziehungen zu anderen Menschen, das behutsame Entwickeln von Gefühlen und das Austauschen von Empfindungen gedeihen ohne ein Mindestmaß an Vertraulichkeit schlecht.

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Gegenfrage, würdest du dich beim S.ex mit deinem Freund oder deiner Freundin filmen lassen wollen?... eine Aufgabe der Privatsphäre führt auch immer zur Aufgabe der freien Meinung und Entscheidung... es würde Tür und Tor zur totalen Kontrolle öffnen! Niemand wäre mehr frei. Und andersrum, totale Kontrolle von seitens des Staates führ auch immer automatisch zum Machtmissbrauch. So gut auch immer die Absichten waren, es kommt dabei nichts Gutes bei raus!

"Gegenfrage, würdest du dich beim Sex mit deinem Freund oder deiner Freundin filmen lassen wollen?." Ehrlich gesagt, Ööh, jaaa... Wenn ich mit meiner besten Freundin beim besten Sex von der Welt bin, dann sollte die ganze Welt dabeisein. (Nur 'nen Film brauch'n se nich zu mach'n.) Im übrigen stellt sich für mich der Eindruck ein, daß hier niemand unter einer Bedrohung der Privatsphäre (durch Medien etc.) leidet und/oder sich vor staatlichen Einflußnahmen fürchtet.

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@TRISTRAM

Gut aber du willst das doch auch noch selber entscheiden können ob jmd zu guckt... stell mal vr man wäre dazu gezwungen, das zuzulassen, so meinte ich das

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Euch ist langweilig! Das erinnert mich daran, daß ich auch mal Langeweile hatte. Als ich ein kleines Kind war. Ich sass in der Ecke in der Stube. Irgendwann sagte meine Mutter: Willst Du nicht mal rausgehen? Also bin ich rausgegangen und hab mich in den Sand gesetzt. (Bei uns gab es nichts als Sand.) Da saß ich und dachte daran, daß mir langweilig ist. Fernsehen konnte mir nicht einfallen, weil es kein Fernsehen gab, ein Radio hatten wir nicht und Bücher auch nicht. Da konnte mir also mit Recht langweilig sein. Freunde hatte ich nicht, weil ich beim Spielen meistens der war, der verprügelt wurde. Ich hatte Kaninchen, aber mich vor den Kaninchenstall setzen und mit den Kaninchen reden, fiel mir auch nicht ein. Wenn meine Mutter oder sonst jemand vorbeikam und fragte, ob ich nicht bei dies oder das helfen wolle, habe ich mich geweigert, ich wollte nicht: Fahrrad putzen, Brombeeren pflücken, Holz sammeln, Unkraut jäten, es gab nur blöde Aufgaben. So blieb ich sitzen, wenn es warm war, oder lief herum, wenn es kalt war. Ganz blöde, wenn es kalt war, regnete und man nur noch drinnen hocken konnte und nicht weg konnte, wenn jemand wollte, ich sollte irgendwas, z.B. die Schuhe putzen! Furchtbar. Am furchtbarsten war aber die Langeweile. Wenn Schule war, konnte man wenigstens in der Schule sitzen (da könnte ich Geschichten erzählen, die zwar nicht spannend, aber irgendwie lustig sind, nur damals waren die Sachen gar nicht lustig...) Unterricht war tierisch langweilig: IMMER den gleichen Lehrer, in ALLEN Fächern, und der Lehrer wußte irgendwann auch nicht mehr, was er uns noch erzählen sollte. Einmal, weiß ich noch, war der Sportlehrer krank (Sport war bei einem andern Lehrer). Unser Lehrer sollte also auch Sport unterrichten. Wir sind auf den Schulhof raus, sollten uns in eine Reihe stellen und dann sollten wir so schnell wir konnten, über den Schulhof laufen. Wer der erste war, hatte gewonnen. Das dauerte nicht lange, irgendeiner war der erste, war auch egal und die Sportstunde war zuende. Wenn Euch also langweilig ist, rate ich zu einem Wettlauf und wer der/die Schnellste ist, hat gewonnen. Und wenn Euch dann wieder langweilig wird, könnte Ihr Euch wieder melden und ich erzähle Euch eine Geschichte, wie mir wieder einmal langweilig war.

Find erst jetzt Deine Antwort. Irgendwas funktioniert hier nicht richtig. Sowas sollte ich doch erfahren, wenn Du die Antwort absetzt. Deine Antwort hat ja einen gewissen Witz. Vielen Dank.

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