Woran kann es liegen, dass an manchen Tagen die Heizung nicht sehr warm wird?

8 Antworten

..."es" wird nicht warm oder die Heizkörper werden nicht durchgängig warm? Entscheidend ist letztlich die (gemessene) Raumtemperatur. Ansonsten könnte man in der Regelung (Codierebene 2, Adresse 90, Zugang wird in der Serviceanleitung für das jeweilige Modell beschrieben) die "Zeitkonstante" ändern. Sie betrifft den Außenfühler und bewirkt eine Zeitverzögerung, verhindert bspw., dass das Brennwertgerät bei jeder Änderung der Außentemperatur sofort anspringt oder abschaltet. Sie soll die "Trägheit" des Gebäudes, sprich dessen Fähigkeit Wärme zu speichern, berücksichtigen. Steigt oder (vor allem) fällt die Außentemperatur, ist meist keine sofortige Reaktion notwendig. Oft steht der Wert noch (werksseitig) auf 128, was bedeutet, dass eine Änderung der Außentemperatur rund 21 Std. bestehen muss, ehe sie Auswirkungen auf die Regelung hat. Dieser Wert kann ruhig auf 18-30 (3-5 Std.) reduziert werden, um mit aktuellerer Vorlauftemperatur zu heizen. Solche Dinge werden leider bei der Installation häufig vernachlässigt und sie führen dann gerade in der "Übergangszeit", also im Frühjahr und im Herbst, häufig zu solchen "Phänomenen", da die Außentemperatur dann ja auch heftige Sprünge aufweisen kann (tagsüber 20°C, nachts um den Gefrierpunkt....im Herbst keine Seltenheit) bzw. gerne um die "Heizgrenzen" (bei Viessmann die eingestellten Raumsolltemperaturen) pendelt. Machen sich solche Dinge so gravierend bemerkbar, sollten natürlich auch andere Einstellungen (Heizkurve/Niveau) überprüft werden. Sie sind oft genug "hochgerissen" worden, damit der Kunde auch bei 16-17°C AT noch (unnötigerweise) spürbar warme Heizkörper hat und keine "Fehlalarme" wegen einer vermeintlich nicht funktionierenden Heizung auslöst.

Wenn die Zimmertemperatur erreicht ist, weil jemand kocht/ backt oder andere Geräte in Betrieb sind, die viel Wärme abgeben, dann regelt der Thermostat die Heizkörper runter und diese geben weniger Wärme ab.

Wenn die Heizung gluckert und es im Raum zu kalt ist, dann fehlt Wasser und es muss entlüftet werden.

Wenn ein Aussensensor installiert ist, dann kann es zu verschiedenen Möglichkeiten kommen, warum weniger Wärme erzeugt wird.

Vielleicht scheint sonne auf den Sensor. Oder die Steuerung der Heizung hat eine Verzögerung. D.h. wenn es kälter wird, dauert es eine gewisse Zeit, bis die Heizung wieder mehr Wärme produziert.

Das nennt sich Trägheit und kann bei modernen Heizungen eingestellt werden.

Interessante Frage. Meist wird das übliche geantwortet.
An erster Stelle wird wohl entlüften geraten, weil das oft gehört wurde. ;-)
Entlüften sollte man nur, wenn man den Systemdruck wieder normalisieren, also Wasser nachfüllen kann! Etliche Mieter kommen nicht in den Heizungskeller, können nicht Wasser nach füllen, entlüften trotzdem, und verschlechtern eventuell noch. ;-)

Kommst Du/Ihr an die Heizungspumpe und hat die 3 Stufen, ist aber nur auf 1. Stufe eingestellt? Wenn ja, dann Pumpe eine oder 2 Stufen höher stellen, dann nach einer halben Stunde Heizkörper kontrollieren. Sind die nun besser warm, dann lag ein hydraulisches Problem vor. Heißt, die Pumpe konnte nicht an jeden Heizkörper die nötige Wassermenge hin befördern. Heizkörper die nicht genug Wassermenge bekommen werden nicht richtig warm, während andere genug Menge bekommen und warm werden können.

Ruft ihr eine Heizungsfirma entlüftet die meist zuerst mal, dann kümmert sie sich um die Pumpe, stellt die eine oder zwei Stufen höher. Die wissen dann zwar dass der hydraulische Abgleich nie gemacht wurde, weil es ja bei der Inbetriebnahme auf niedrigster Pumpenstufe funktioniert hat. ;-)

Erst seit neuester Energieeinsparverordnung müssen Heizungsbauer einen hydraulischen Abgleich vornehmen! Aber wie so oft, nur bei Ausnahmen, und diese Ausnahme ist zum Beispiel eine neue Heizungsanlage. Bei alten ist das nicht verordnet. ;-) Es darf also gewisser alter Anlagenmurks weiter bestehen, nur bei Neuanlagen muss es besser gemacht sein. ;-)

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