Wohin mit dem gebrauchten Wasser?

4 Antworten

es verlässt die kläranlage so sauber wie trinkwasser und wird in flüsse/bäche geleitet und über den kreislauf der natur kommt es über brunnen quellen irgenwann auch wieder zu dir

So ist es, wäre fatal, wenn es direkt in die Trinkwasserleitungen eingespeist würde.

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Ja, jedes Wasser wird im Prinzip ewig wieder benutzt. Es kann natürlich auch ein paar Jahre im Meer herum schwappen, aber irgendwann verdunstet es und kommt wieder als Regenwasser zurück. Das ist heutzutage in Industriegebieten fast so schmutzig wie das Wasser aus der Duschwanne. Das wird dann wieder aus dem Grundwasser gepumpt (Da ist es schon einigermaßen von der Natur gereinigt) und über weitere Reinigungsstufen zu Trinkwasser aufbereitet. Das ist ein ewiger Kreislauf.

Das Gerede zum zunehmenden globalen Wassermangel ist deshalb ein dummes Geschwätz. Wassermangel kann immer nur ein regionales Problem sein, das mit entsprechendem Arbeitsaufwand zu beheben ist. Dass sich mancherorts arme Leute den Wassertransport zu ihren Trockengebieten nicht leisten können, ist ein soziales Problem.

Das stimmt nur zum Teil, denn die abgeholzten Regenwälder, die einen Großteil des Wassers, das jetzt irgendwo abregnen gebunden haben, sind mit keinem noch so großem Arbeitsaufwand zu beheben. Daher auch die großen Überflutungen, wo früher das Wasser knapp war.

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@weissheit

Danke, das widerspricht nicht meinen Aussagen, sondern bestätigt sie ergänzend bestens. Dass Trockengebiete auch durch menschliche Eingriffe ausgeweitet werden, bleibt ja hier unbestritten. Vor der Notwendigkeit, in diesen trockenen Gebieten ihr Leben zu fristen, stehen nur arme Menschen. Reiche Leute kommen zum Wasser, wo das Wasser nicht zu ihnen kommt, bzw. private Wasserträger oder lange Wasserleitungen unwirtschaftlich erscheinen. Aber das ist ja erst der Anfang eines verheerenden Teufelskreises:

Arme Menschen sind gezwungen, Urwälder ab zu brennen, um für eine einzige Vegetationsperiode mit der Wald-Asche den mageren Boden zu düngen, auf dem sie sich vorübergehend ernähren können. Wenn die Asche verflogen ist, wächst auf dem mageren Boden nichts mehr, am Allerwenigsten Bäume (Urwaldbäume holen sich ihre Mineralien nicht aus dem Boden, sondern nur aus oberirdischen Reservoiren). Also müssen die Armen die Urwald-Brandrodung fortsetzen, um zu überleben. Dabei vergrößern sie ständig die Steppen und Wüsten.

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@dompfeifer

Das stimmt auch, doch wenn es nur die Flächen wären, die von den Armen benötigt werden, würde es der Wald "verschmerzen", viel schlimmer und weitaus größer sind die Flächen, die aus Profitgier abgeholzt werden.

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@weissheit

Diese Praxis wurde vielen Entwicklungsländern noch vor wenigen Jahren von IWF und Weltbank aufgezwungen. Ob das endgültig abgeschafft ist, weiß ich nicht.

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Du hast es richtig verstanden: Das Wasser wird in der Kläranlage sehr gründlich gereinigt und getestet. Wenn es dann wieder rein und klar ist und natürlich keine Keime mehr enthält, dann ist es wieder gut genug, um als Trinkwasser verwendet zu werden.

Wenn es die Kläranlage verläßt, hat es noch einen weiten Weg vor sich, bis es wieder als Trinkwasser bei Dir ankommt.

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