Woher stammt die Redensart: " Einen dicken Stein im Brett haben" ?

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Die Frage ist schon einmal gestellt worden: Woher kommt das Sprichwort: "Stein im Brett"?

Die Redensart bedeutet "viel Sympathie/großes Wohlwollen genießen" und stammt von einem alten Brettspiel namens Puffspiel oder Tricktrack. Zwei nebeneinanderliegende Spielsteine waren dabei sehr günstig.

Einen Stein im Brett haben...gute Freunde, die einem immer zur Seite stehen. Einen ersten Beleg für diese Wendung findet man in Johannes Agricolas (1494-1566) »Sprichwörtersammlung« von 1529 unter »Ich hab eyn guten steyn im brette«: »Wer auff dem spill eynen gutten bund (= zwei Steine nebeneinander) im brette hatt, darüber ein ander sein steyne spillen muß, der hatt das spil halbs gewunnen. Also auch wer vor großen Herren und Rädten zu schaffen hatt vnd hatt yemand der sein sach trewlich fordert vnd treibet, der hat eynen gutten steyne im brette, einen gutten freundt, der ym zu seiner sache redt vnd hilffet«. Ursprung der Redensart ist also das »Puffspiel«, auch »Tricktrack«, verwandt mit dem heutigen »Backgammon«. Im Spiel hat derjenige einen guten »Stein im Brett«, der zwei nebeneinanderliegende Felder mit seinen Steinen belegt hält, da er so dem Mitspieler das Gewinnen erschwert. Verschiedene Spielregeln aus dem 13. Jahrhundert sind im »Libro de los juegos« (Buch der Spiele, auch Codex Alfonso) von Alfons X. »dem Weisen« (1221-84) zu finden.
Übrigens: Der umgangssprachliche Ausdruck »Puff« für das Freudenhaus leitet sich direkt vom Würfelwurf »Pasch« aus diesem Spiel ab, das in jenen Häusern einst gern gespielt wurde. Klingt ja auch besser, wenn man sich zum Würfeln verabredet...

http://etymologie.tantalosz.de/e.php

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