Woher kommt die Hochdeutsche Sprache oder wenn man so willder Hochdeutsche Dialekt?

4 Antworten

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Hier erfährst du etwas darüber: http://de.wikipedia.org/wiki/Hochdeutsch

Der hochdeutsche Dialekt stammt ursprünglich aus den Gebieten in der Mitte bis zum Süden Deutschlands. Es gab in den Gebieten von Sachsen über Thüringen bis in den fränkischen und sogar alemannischen Raum größere Ähnlichkeiten im Dialekt (oder in der Sprache, ganz wie man will). In diesem Gebiet hat Luther sich das Vokabular für seine Bibelübersetzung gesucht, die zwar keineswegs die erste Übersetzung der Bibel war, aber die erfolgreichste, wegen der klaren und kraftvollen deutschen Ausdrucksweise.

Dieses Deutsch, mit einigen Verbesserungen und Veränderungen, wurde später sozusagen wie eine Fremdsprache als Standardsprache im Norden Deutschlands eingeführt, wo die Leute bisher Niederdeutsch sprachen, das eine eigene, allerdings verwandte Sprache ist und kein Dialekt. Da es im Norden wirklich eine Fremdsprache war und bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein von vielen Menschen als Fremdsprache gelernt und gesprochen wurde, hat sich das Hochdeutsche kaum noch verändert, während die Sprache in den Gegenden, aus denen sie ursprünglich stammt, sich längst in eine völlig andere Richtung weiter entwickelt hat.

So führte dies alles zu der etwas verrückten Situation, dass das heutige Hochdeutsch auch in seiner ursprünglichen Heimat fast als Fremdsprache empfunden wird wie noch bis vor relativ kurzer Zeit im Norden!

schade, die Antworten mit wenigstem Aufwand werden den aufwendigen vorgezogen.

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Hmm, wenn ich mich recht entsinne ist Luther's Bibel, die er ins deutsche (aus dem lateinischen) übersetzt hat, sowas wie der Grundstein einer allgemeinen deutschen Sprache.

Die Entstehung der deutschen Sprache (Aktuellste Version hier zu bestellen im Format PDF)

Der Baum der deutschen Sprache zeigt drei Hauptgebiete im Süd- oder Westgermanischen von Ost nach West gegliedert: Elbgermanen (Ermionen: Sueben): von der Ostsee (lat. "mare suebicum" = schwäbisches Meer) bis Elbegebiet Rhein-Wesergermanen (Istwäonen: vorwiegend Franken): von der Weser (Bremen) bis über den Rhein, im Norden bis zur Nordsee, im Westen bis inkl. Niederlande/Holland/Flandern Nordseegermanen (Ingwäonen: Angelsachsen, Friesen, Chauken): ein schmaler Streifen von südlich von Dänemark (ehem. angelsächsisch), Nordseeküste und Nordseeinseln mit Friesland Als Streifen von Ost nach West liegt im Norden darüber das Nordgermanische: Schweden, Dänemark, Norwegen, Island.

Quelle: http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/deutsch.htm