Woher kommt der Kontrollzwang beim Autismus?

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4 Antworten

Ich habe das Gefühl, dass du zwei Sachen vermischst.

Der "Kontrollzwang" z.B. beim Spielen beim Autismusspektrum rührt daher, dass durch die andere Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung sehr viele Reize auf denjenigen einprallen. Routinen und vorher festgelegte Abläufe (auch wenn sie nur im Kopf festgelegt wurden) sind daher essentiell um sich auf eine Situation einlassen zu können. Dadurch wird der Arbeitsspeicher entlastet und derjenige kann sich darauf einlassen, dass beispielsweise die Umgebung etwas lauter ist oder die anderen Mitspieler einfach nicht zu 100% berechenbar sind. Das hat also etwas mit einer "Überlastung des Arbeitsspeichers" zu tun, wenn jemand aus dem Autismusspektrum "durchdreht", wenn es beim Spielen nicht so läuft, wie er es sich gedacht hat.

Das, was du im Anschluss an deine Frage an dir selbst beschreibst hört sich für mich eher nach Perfektionismus an. Aber vielleicht kann ich es auch nur nicht einordnen.

Eine Bekannte, die selbst im Autismusspektrum ist, beschrieb mir eine solche Situation (wir hatte zusammen ein Gesellschaftsspiel gespielt und sie verlies "plötzlich" den Raum) folgendermaßen.

"Mir wurde plötzlich zu heiß, alles war so laut, ich wusste nicht mehr, wer als nächstes an der Reihe ist und konnte nicht auseinander halten, wer im Moment mit mir spricht. Damit ich euch das Spielbrett nicht um die Ohren haue, habe ich den Raum verlassen und bin nach draußen gegangen, weil es da kalt und dunkel war."

Sie konnte nach einer Pause von ca. 10 Minuten wieder mitspielen. Wir anderen haben uns aber danach auch bemüht etwas leiser zu sein und geordneter zu spielen. Weil wir sie gerne dabei haben und sie so auch Spaß am Spielen haben kann.

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Kontrollzwang hat nicht unbedingt etwas mit Autismus zu tun.

Ich sehe es vielmehr als eine Zwangsstörung.

Es erleichtert mir den Alltag, wenn ich die wichtigsten Dinge an ihren gewohnten Platz lege / stelle.
Aber so dürfte es wohl jedem Menschen gehen.

Ob dabei alles pedantisch aufgeräumt ist oder Wichtiges im Chaos seinen festen Platz hat, ist für mich unerheblich.

Materielle Dinge verlieren meistens an Wert.
Manche sogar schon, kaum dass sie bezahlt worden sind.

Was mich mehr stört, ist zum Beispiel ein schief aufgehängtes Bild in einer ansonsten ordentlich eingerichteten Wohnung.
Das gleiche schiefe Bild in einer chaotischen Wohnung würde mich hingegen nicht stören.
Sprich: Der Gesamteindruck hat für mich stimmig zu sein.

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kontrollzang oder zwang zum pferktonismus?

wenn was nicht so ist wie es aus seiner sicht sein soll dann kommt schnell unsicherheit auf und dann der perfektionismus?

was tolleran zu sehen das es für jedes problem viele möglichkeiten des lösungsweg gibt macht angst und da hilft oft nur dominat sein zu wollen?

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Adhs und ads hat nichts mit autismus zu tun. Ich tippe bei dir eher auf eine neurotische zwangsstörung. 

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