Woher dachte man kommt die Pest aus dem Mittelalter (der schwarze Tod)?

5 Antworten

Es gab tatsächlich verschiedene Theorien.V.a.hat man sie als vom ,,Osten" kommend verortet und mit schlechter Luft in Verbindung gebracht(Sümpfe etc.)Außerdem hat man auch oft religiöse Gründe vorgebracht(Thema Selbstheilung usw.)Ferner hat man fremde und/oder Außgestosene sowie Juden beschuldigt, die Pest herbeigeführt zu haben.

Man hat z.B.Rosmarin und verschiedene Pflanzen/Kräuter oder auch Obstsorten und diverse ,,Lüfte" zur Heilung und oder Vorbeugung empfohlen. Ferner hat man auch auf Aderlass und natürlich auch auf Abstand zu Kranken gesetzt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Langjährige Beschäftigung mit Geschichte und Ländern

Zufälligerweise behandele ich das Thema gerade an der Uni.Falls du alt-/mittelhochdeutsche ,,Quellen" dazu brauchst,kann ich dir weiterhelfen.

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Die Pest trat in Europa (sofern man das Römische Imperium außen vor lässt) das erste Mal im 13 Jh auf und begleitete uns hartnäckig bis ins 19 Jh. Dabei änderte sich zunächst über Jahrhunderte hinweg kaum etwas an der Umgehensweise mit der Seuche, obwohl Obduktionen erfolgten.

Die Menschen waren abergläubisch genug, die Ursachen in der Hexerei oder einer Gottesstrafe zu suchen. Damals gab es neben der Seele noch kaum körperliche Themen die der breiten Öffentlichkeit zugänglich gewesen wären. Die Kirche verteidigte dieses Wissensmonopol, indem sie medizinisch Forschende und Bewanderte ("Kräuterhexen") ohne Affiliation beobachtete und ggf. verfolgen ließ.

Die Pest wurde hauptsächlich über die Ratten, deren Fäkalien im Getreidelager, die Aeorosole in Siechehäusern, Sekrete der Erkrankten oder in öffentlichen Badehäusern übertragen. Es hätte somit nicht ausgereicht einfach die Ratten als Unglücksbote zu meiden. Das Unwissen über die nicht spirituell veranlagten Gründe der Übertragung sorgten dafür, dass man den Pesthauch über den nutzlosen Einsatz verschiedener gesegneter Kräuter in den Pestmasken / getränkten Mundtüchern zu vermeiden suchte. Oft wurden die Essenzen aber nur in räumlicher Nähe verbrannt, um während der Behandlung und der Sieche / Genesungsphase die Luft im Raum scheinbar zu reinigen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pestdoktor

Meist wurde die Pestbeule geöffnet und nach einem Aderlass desinfiziert, um das böse Blut abfließen zu lassen. Viele Erkrankte wurden durch den Blutverlust derart geschwächt, dass sie noch früher verstarben als es der Krankheitsverlauf nahe gelegt hätte. Schwarz verfärbte Pestbeulen wurden idR nicht mehr angerührt und als unumstößliches Todesurteil gewertet, nach dem sich die Betroffenen außerhalb der Siedlung aufhalten mussten ähnlich der an Lepra erkrankten.

Man dachte größtenteils, dass die Seuche von Gott geschickt wurde, um die Menschen zu strafen.
Es gab aber auch Theorien, dass durch ungünstige Planeten Stellungen gefährliche Südwinde auf die Erde trafen, die Pest auslösen konnten.
Andere Leute glaubten, dass der jüdische Teil der Bevölkerung die Brunnen vergiftete, um dem Christlichen Teil zu schaden.
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Geheilt wurde mit der Vorstellung der vier Säfte lehre.

Manche Ärzte schnitten auch die Bubonen auf, was sogar manchmal wirklich zur Rettung des Patienten beitragen konnte

Andere wieder herum versuchten mit Essig die Wunde zu desinfizieren, was aber wenig bis gar nichts brachte.

Für die Lungenpest gab es keine Heilansätze

Liebe Grüße

Woher ich das weiß:Hobby – Bin selber sehr geschichtsinteressiert

schlechte Düfte, die durch die Luft fliegen

die Juden

Strafe für die Sünden,

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