Wird ein Septum durch den Knorpel gestochen?

8 Antworten

Nein, ein Septum wird nicht in den Knorpel gestochen, wenn du mal fühlst, da ist eine Lücke zwischen dem Knorpel und weiter vorne, da ist praktisch nur Haut und da wird es rein gestochen. =)

Nein. Fass mal mit Zeigefinger und Daumen an deine Nasenscheidewand. Du wirst merken dass nach dem Knorpel noch ein Stück Haut ist (ca. 1mm lang) bis dann die "äußere" Haut anfängt. Durch dieses Stück wird dann gepierct :-)

das Ding heißt Septum-Piercing, weil es durch das Nasenseptum gestochen wird.

das Septum liegt unterhalb der Nasenscheidewand und ist pures Bindegewebe, während die Nasenscheidewand selbst der Knorpel ist.

Das Septum ist sozusagen eine Verlängerung dieses Knorpels.

Hoffe, das war verständlich.

"Septum" heißt Scheidewand. Mit Septum wird also die gesamte Nasenscheidewand bezeichnet, zu der sowohl der Knorpel, als auch der kleine knorpelfreie Bereich gehören, durch den das Septumpiercing i. d. R. gestochen wird.

Nachzulesen auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Septum_nasi

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es gehört nicht durch den Knorpel - sieht man aber manchmal - meistens wenn Laien oder Ärzte piercen...

Woher ich das weiß:Beruf – Eigenes Piercingstudio, Ausbilderin/Referentin für Piercer,

Wenn ich als langjähriger Piercer (wenn auch nicht so lange wie du) nächstes Jahr mein Medizinstudium abgeschlossen habe, wird das dann auch so sein? Wann fange ich denn an das durch Knorpel zu stechen?

Nur weil es ein Arzt gepierced hat muss es noch lange nicht schlecht gemacht sein!

Wobei ich es in Ausnahmefällen für vertretbar halte ein Septum durch den Knorpel zu stechen, wenn die betreffende Person einfach keinen sweet Spot hat, das Piercing aber unbedingt haben will. Tut halt etwas mehr weh, ist anfälliger für Entzündungen und braucht länger zum verheilen, wie am Ohrknorpel auch.

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@Nemo84

Natürlich ist es nicht zwangsläufig schlecht wenn es von einem Arzt ist - aber die extreme Mehrheit der Piercings, die man von Ärzten zu sehen bekommt, ist leider absolut laienhaft und häufig auch unter offensichtlich unsterilen Bedingungen ausgeführt worden.

Ja, es gibt extrem selten Leute, die einfach keinen sweet Spot haben - die werden aber gesondert darüber aufgeklärt das man bei ihnen nur durch den Knorpel stechen kann und daß dann eben auch die Abheilphase kein Vergleich mit einem normalen Septumpiercing ist...

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@needlewitch

Ja, das versteht sich, dass man darüber vorher aufklären muss, und nicht einfach so durch den Knorpel sticht.

Das mit den Ärzten, naja. Ich will es nicht verallgemeinern; aber ich hab in Praxen tatsächlich schon Einiges gesehen, vor Allem in Hausarztpraxen, was die Hygiene angeht, da konnte ich nur schaudern. :-] Wird bei mir sicher nicht so laufen, wenn ich mal eine Praxis oder ein Studio habe! (Ich träume von der ersten ärztlich geführten Body Mod Klinik der Welt; weiß nur noch nicht ob und wie es mal realisierbar wird)
Allerdings ist das definitiv nicht überall so. Ich habe zum Beispiel bei einem Dermatologen famuliert, der auch gepierced hat, und der hat das super gemacht. Sowohl von der Hygiene als auch technisch und vom kosmetischen Ergebnis her. Haben dort viele Jugendliche gepierced; oft junge, pubertierende Mädchen, die so Standardzeug wie Nasenstecker, Bauchnabelpiercing, Helix oder Tragus, oder das momentane Modepiercing im Septum bekommen haben. Die mit ihren Eltern da hin gekommen sind, weil diese meinten, beim Arzt sei es sicherer für den Nachwuchs.
So ähnlich wie jetzt mit dem Tattoo-Weglasern. Ein gescheiter Sachkundekurs hätte als Voraussetzung auch gereicht... :-] Naja, mich soll es nicht stören: Bis 2020, wenn das in Kraft tritt bin ich Arzt und darf meinen Laser weiter betreiben - und hab viel weniger Konkurrenz. :-P

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Man KANN es sich durch den Knorpel stechen lassen, was aber weitaus schmerzhafter ist, als wenn man es durch diese "Haut" stechen lässt. ;)

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