Wieso sind Leuchtstoffröhren / Neonröhren so irrsinnig hell?

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8 Antworten

Ich kann sie beruhigen: Sie verbraucht bei der enormen Helligkeit wirklich so wenig elektrische Energie. Es stimmt des weiteren dass man sie lieber leuchten lassen soll als sie häufig ein und wieder auszuschalten bzw. wenn man sie gezündet hat sollte man sie eine Weile leuchten lassen. Es ist so dass sie im Start bzw. Zündvorgang mehr Strom verbraucht, aber unwesentlich mehr. Erheblich wichtiger aber ist dass die Lebensdauer sich enorm verkürzt, weil sie sehr stark beim Startvorgang belastet wird( zumindest bei herkömmlichen Lampenkonstruktionen die noch keine elektronischen Vorschaltgeräte haben) weswegen sich eine Leuchtstoffröhre( oder eine Energiesparlampe, was im Grunde das gleiche ist nur dass die Energiesparlampe einen Edison-Schraubsockel hat) nur dort wirklich lohnt, wo das Licht auch eine gewisse Zeit mindestens eingeschaltet bleibt.( ca 5-10 min) Nun zu Ihrer eigentlichen Frage: Um die Helligkeit zu beurteilen ist nicht allein die elektrische Leistung zu beurteilen, die Sie aus dem Netz aufnimmt, sondern die Lichtausbeute. die Lichtausbeute sagt aus wie viel Licht ( Lumen ) die Lampe aus einen Watt elektrischer Leistung herausholt (,,Lumen pro Watt") und die ist bei einer Leuchtstoffröhre nunmal wesentlich höher weswegen sie bei deutlich höherer Helligkeit wesentlich weniger elektrische Energie verbraucht. die Lichtausbeute bei einer Glühlampe ist deswegen so schlecht weil die meiste aus dem Netz aufgenommene elektrische Leistung in Wärme umgewandelt wird ( Funktionsprinzip einer Glühlampe: die dünne ,,Glühwendel" ist nichts weiter als ein Draht, der so dünn ist dass er bei dem niedrigen Stromfluss schon glüht, er verglüht aber nicht da in der Glühlampe ein Vakuum ist und somit auch keine Sauerstoff was zum verglühen notwendig wäre, mit der Zeit verglüht aber der Glühfaden ,meist Wolfram, trotzdem weil ja auch der Glühfaden nicht ewig dieser Temperatur standhält. ( ca 1000h Lebensdauer)

das hat etwas mit effizienz zu tun. die Leuchtstofflampe ist deswegen heller, weil sie mehr von der elektrischen energie in Licht umsetzt, und nicht so viel davon in Wärme.

eine 100 Watt Glühbirne kommt auf eine Leuchtstärke von 1340 Lumen... das sind etwa 13,4 Lumen Pro Watt. die Leuchtsofflampe hat 90 Lumen pro Watt.

übrigens auch innerhalb der Gattung Glühbirne gibt es gewaltige Unterschiede. das hängt von der Technologie, der Betriebsspannung und der Wattage ab...

eine standartlampe mit 25 Watt bringt es auf gerade mal 220 Lumen, das heißt 4 davon auf 880.... das ist etwas mehr als die Hälfte von einer 100 watt Birne...

lg, anna

anstatt "neonröhre" kannst du das ding auch "gasentladungslampe" nennen. wenn ich die technik richtig verstehe, handelt es sich um ständige blitze, die gerade so langsam ablaufen, dass wir das als unangenehmes flimmern wahrnehmen.

Ich habe vor langer Zeit schon einen Tipp zum Thema Stromverbrauch von LS-Röhren geschrieben.
Der StromFLUSS ist zu Anfang wirklich hoch. Da dies aber nur eine sehr kurze Zeit passiert (Millisekunden) und der StromVERBRAUCH (also was man bezahlt) aus Leistung (Watt) und Zeit (h) multipliziert wird, ist der tatsächliche Verbrauch beim Einschalten NICHT hoch.
http://www.gutefrage.net/tipp/stromverbrauch-beim-starten-von-leuchtstofflampen-und-energiesparlampen-viel-oder-wenig

Gruß DER ELEKTRIKER

Leuchtstoffröhren haben eine wesentlich bessere Lichtausbeute als Glühlampen, weil sie nicht 90% der Energie in Wärme "verpulvern". Beim Einschalten wird kurzzeitig das Mehrfache an Strom verbraucht, das gleicht sich aber durch die Ersparnis in weniger als einer Minute aus - allerdings wird der Starter belastet, was zu einer Verkürzung der Lebensdauer führen kann.

Gibt es denn auch Leuchtstoffröhren ohne diesen Starter?

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@BerndPaulmeier

Bei konventioneller bauweise nein. Nur bei Leuchtstoffröhren mit elektronischem Vorschaltgerät gibt es keine Starter mehr.

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Weil bei der Glühbirne ein Draht glüht. Bei dem Neon oder Leuchtstoffröhren leuchtet jedoch ein Gas( Daher der Name) Ein bekannteres Gas ist Bi-Xenon das bei Autoscheinwerfern verwendet wird. Ich hoffe ich konnte helfen.

Leuchtet tatsächlich das Gas? Daher kommt die weiße Farbe?

In diesen Autoscheinwerfern (Bi-Xenon), kann man sich also wie kleine Leuchtstoffröhren vorstellen?

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@BerndPaulmeier

Nein das Gas leuchtet nicht. Also nicht direkt. Es leuchtet schon, aber dieses Licht ist für den Menschen nicht sichtbar. Erst die Beschichtung auf der Innenseite des Glases der Leuchtstofflampe macht das Licht sichtbar.

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Wegen des Wirkungsgrads. Eine Leuchtstoffröhre hat - je nach Typ und Anzahl der Banden - einen fünf bis zehnmal so hohen Output (bei gleicher Nennleistung)

Naja, die strahlen ja auch über eine viel größere Fläche...

Den tatsächlichen Stromverbrauch kannst du mit einem dementsprechendes Messgerät (gibt es in jeden Baumarkt) prüfen.

Schöne Grüße

Du meinst, wenn da 58 Watt draufsteht, dass sie trotzdem mehr verbrauchen können?

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