Wieso macht Minimalismus mich nicht glücklich?

9 Antworten

Wenn dein Glück von Konsumgegenständen abhängig ist solltest du dir wirklich Gedanken darüber machen über die Qualität deines Lebens machen. Abgesehen davon ist Minimalismus keine schwarz/weiß-Sache. Man macht es soweit es fü einen passt. Minimalismus bedeutet nicht, dass man sich selbst quält indem man sich Dinge vorenthält die man im Alltag braucht. Es bedeutet, dass man auf Dinge verzichtet, die man eben nicht braucht.

Macht dich das jetzt glücklicher, wenn du ständig was Neues hast? Und wielange hängt das Glücklichsein dann an?

Glücklich sein hängt nicht davon ab, wieviel du hast, sondern ob du dich mit dem, was du hast, zufrieden gibst.

Oder sogar, wenn du wenig hast, es verstehst aus dem noch das beste zu machen.

Sich mal was zu gönnen, oder was zu verändern, das tut allen gut, aber wenn man das ständig macht, dann ist die Freude nur von kurzer Dauer und man will schon wieder was Neues haben.

Außerdem schätzt man seine Sachen mehr, wenn man mal länger darauf sparen muss, als nur loszugehen und zu kaufen.

Es gibt immer für alles einen Mittelweg, kommt nur darauf an, ob uns der reicht.

Musst ja nicht auf alles verzichten. Kannst ja versuchen so viel unnötiges wegschmeißen und Konsum zu vermeiden wie es für dich persönlich passt. Eventuell sachen auch second hand kaufen ebay-kleinanzeigen und so. ist so oft auch günstiger.

es ist schon wundervoll dass du es überhaupt versuchst und es hilft schon wenn du nur ein bisschen nachhaltiger lebst

LG

Der Mensch kompensiert über den Konsum unbewusst seine Defizite. Desto mehr ich gelernt habe, achtsamer zu leben, desto weniger brauche ich. Ich konsumiere dennoch, aber eben gebraucht und immer abwägend, wie lange ich daran wohl Freude haben werde. Im Moment vervollständige ich z. B. Fotoequipment, weil das mein Hobby bis zum Lebensende bleiben wird. Am Kauf von Klamotten, Schmuck, Deko usw. habe ich kaum Interesse.

Das hat aber auch etwas mit dem Alter zu tun.

Minimalismus macht ja nicht automatisch glücklich. Es muss schon eine Überzeugung dahinter stehen.

Dann ist es noch ein Unterschied ob man minimalistisch lebt, oder das Ausmisten an sich zelebriert. Quasi als Gegenbewegung zum Konsum. Wenn sich etwas verändert, ist man vllt. erstmal glücklich. Wenn man sich aber an den neuen Zustand gewöhnt hat, ists häufig wie vorher. Und dann muss wieder was ausgemistet werden, bis nichts mehr da ist. Und dann?

Es sind nicht die Dinge die uns glücklich oder unglücklich machen. Es kommt drauf an, was es für Dinge sind. Wenn du also ausmistest, oder neukaufst, dann achte dabei auf dein Gefühl.

Je mehr negatives man natürlich in seinem Gefühlsleben hat, desto mehr positives muss Außen erlebt werden, um es zu überdecken. Das funktioniert allerdings nur bedingt. Du kannst einen Scheißhaufen noch so viel mit Gold und Glitzer überecken, du weißt trotzdem das er da ist.

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