Wieso immer noch Feuerwehr-Sirene, obwohl doch alle Feuerwehrleute Piepser haben?

22 Antworten

Auf dem Land ist das immer noch üblich, weil die Piepser leider nicht überall Funkempfang haben. Die Aufstellung entsprechender Relaisstationen ist auf dem Land teilweise problematisch. Die Sirenen haben auch noch die Funktion, die Bevölkerung im Katastrophenfall zu warnen. Das nur als zusätzlicher Hinweis.

Gerade auf dem Land sind viele Landwirte in der Feuerwehr. Diese sind unter Tags auf dem Feld unterwegs und haben oft keine Melder dabei. Außerdem ist die Netzabdeckung auf dem Land eher schlecht, was dazu führt, dass die Melder teilweise in bestimmten Gebieten gar nicht auslösen. Die Sirene ist über weite Gebiete hin für jeden hörbar und damit meiner Meinung nach immer noch ein sehr wichtiges Mittel zur Alarmierung.

Auf dem Land ist das Funknetz veraltet, das heißt die Pipser haben keinen Empfang. In den Städten und Dörfern wo das Netz ausgebaut ist, haben die Feuerwehrleute einen Pipser für die Einsätze die bis zu 50Km vom Dorf wo man in der Feuerwehr ist noch reagieren. Die Sirene geht in den moderneren Netzen nur jeden 1. Samstag im Monat oder bei schlimmen Einsätzen, wie Gefahrenstoffe die das Dorf bedrohen können.

Schon einmal an die "doppelte Sicherheit" gedacht ? Es soll Menschen geben die sich 2 Wecker stellen um auch wirklich pünklich auf zu stehen. So ist das mit den Meldern und der Sirene vieler Orts. Nach dem Ende des kalten Krieges waren die Siren dessen ursprüngliche Aufgabe das Warnen der Bevölkerung im Verteidigungsfall und bei Katastrophen war nicht mehr Notwenfig und "up to date;-)" Um die Bevölkerung bei "Feuer und anderen Notständen" zu warnen, war ein 1- minütiger Dauerton mit zwei 12 Sekunden langen Unterbrechungen vorgesehen. Mit diesem Signal wurden folglich auch die Freiwilligen Feuerwehren alarmiert. Vom Bundesamt für Zivilschutz wurde den Komunen die kostenlose übernahme der Sirenen angeboten, da vieler Orts die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren darüber sicher gestellt war. Auch mit den neueren technischen Entwicklungen (Funkmeldeempfänger) halten viele Komunen die Sirenen als 2. Alarmierungsweg weiterhin bereit. Entweder um bei einem evtl. Ausfall der Funkalarmierung noch auf die Sirenen zurück greifen zu können oder um bei großeren Schadensereignissen die Dringlichkeit zu unterstreichen und auch wirklich eine vielzahl von Einsatzkräften zu erreichen, da es ja sein kann dass der eine oder andere "Kamerad" gerade kein Empfang mit seinem Melder hat (Aufenthalt im Keller, spielt mit dem Kindern im Garten und der Melder liegt im Haus etc.)

  • es dient auch deiner Sicherheit, die eine Minute die du gestört wirst wirst du schon verkraften - denk an die Feuerwehrfrauen und -männer die in diesem Fall länger als eine Minute in ihrem alltäglichen Leben gestört werden -

Also in meiner alten Wehr lief aus mehreren Gründen IMMER die Sirene mit.

Erstens hatten nicht alle Kameraden einen FME

Zweitens arbeiteten mehrere Kameraden einer Nachbarwehr in der Nähe unseres Gerätehauses und haben somit schnell das LF8 besetzen können

drittens war es ein Ort mit sehr alter, extrem eng bebauter Substanz, d.H. ein Wohnhausbrand wurde fast immer auch zur direkten Gefahr für die anderen Wohnhäuser. Daher die Entscheidung der WEhrführung über die Sirene die Bevölkerung mitzualarmieren.

Wir hatten übrigens zweimal den Fall, dass Gehöfte in der Ortsmitte brannten und dass durch die Sirenenalarmierung eine gut Funktionierende Nachbarschaftshilfe bezüglich des auseinanderziehens und abtransportes brennender Heuballen Schnell vor Ort war und die FF sich auf die eigentlichen Löscharbeiten konzentrieren konnte.

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