Wieso gibt es so wenig Plätze fürs Medizinstudium?

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4 Antworten

Das ist in Deutschland ähnlich.

Das Problem ist eigentlich ganz einfach: Ob du 1000 oder 1001 Medizinstudenten hast, macht keinen sooo großen Unterschied. Aber wenn du 1500 statt 1000 Medizinstudenten ausbilden willst, dann brauchst du einen größeren Hörsaal.
Und vor allem brauchst du mehr Praktikumsplätze. Also im Laufe des Medizinstudiums macht man in der Regel Chemie- und Biochemie- Praktika, und natürlich die Anatomiekurse usw. für die die Unis erst Mal die Kapazitäten haben müssen. Und das ist nicht nur unglaublich teuer, sondern das auszubauen würde auch ein paar Jahre dauern, wenn es denn angegangen werden würde.
Wie die Situation in Österreich ist - oder auch nur an anderen Unis als meiner - kann ich nicht wirklich beurteilen, aber zumindest hier versucht der Staat lieber, noch mehr und noch mehr Geld zu kürzen und zu sparen - von einem Ausbau kann nicht die Rede sein.
Also einerseits ein Zeit- und Kostenproblem, dass aber in der aktuellen Politik nicht gelöst wird, auch wenn man das langfristig tun könnte.

Die Plätze in der Vorklinik werden anhand der Kapazitäten für diverse Praktika berechnet, anschließend an der Bettenzahl der Krankenhäuser. 

Nur weil es eine regionale Ungleichverteilung der Fachärzte gibt, müssen nicht die Studienplätze erhöht werden. Theoretisch gibt es genügend Ärzte und es kommen auch genügend Nachwuchsmediziner nach, nur entscheiden sich viele ins Ausland zu gehen aufgrund besserer Arbeitsbedingungen, in die Forschung zu gehen oder nur in Teilzeit zu arbeiten, da mehr als die Hälfte der Medizinstudenten weiblich ist.   

Weiterhin sind besonders die Medizinstudienplätze extrem teuer. Für viele Universitäten rentiert es sich nicht, diese oder mehr anzubieten, ansonsten müssten Studiengebühren erhoben werden, was aber, zumindest in Deutschland, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Ein Medizin-Studienplatz ist teuer, sehr viel teurer als ein Studienplatz in den Diskussionwissenschaften.

Darum bieten viele der neu gegründeten Universitäten keine Medizin, z.B. Konstanz. Auch an einigen Technischen Universitäten gibt es keine Medizin.

und in Berlin, wo es Medizin gäbe, sitzen auf den Studienplätzen die Golfstaaten-Prinzen, die hier gratis, auf Kosten des deutschen Steuerzahlers, studieren.

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Ich würd nicht sagen dass wir wenige Plätze haben, sondern einfach viel zu viel Bewerber, deswegen liegt der NC bei 1,0. ein Problem ist dass die Durchfallquote brutal hoch ist, das Medizin Studium ist knallhart, psychisch Vorallem, oder denkst du jeder dahergelaufene kann mal so ein Bein amputieren. Dafür muss man nervlich stark sein und das die wenigsten von uns

Ja eh. P.S.: In Österreich gibt es keinen NC sondern es müssen alle eine Aufnahmsprüfung machen. So hatten sich zum Beispiel für 1.500 Studienplätze mal fast 10.000 Studienanwärter beworben.

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@Dirni: Wie kommst du auf diesen Quasch?
Die Durchfallquote beim Medizin-Studium ist extrem niedrig!

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Die Durchfallquote ist eine der geringsten. Jeder, der das Studium erfolgreich beenden möchte, schafft das auch. Nur gibt es eben doch einige, die nach einigen Semestern merken, dass der Studiengang nicht der Richtige ist, wie bei so vielen anderen Studiengängen auch. 

Das Studium ist nicht knallhart, es ist lernintensiv. Auch darf nicht ein jeder ein Bein amputieren, dafür studiert man sechs Jahre lang Medizin und absolviert anschließend eine langjährige Facharztausbildung. Das lernen kann aber jeder, der es wirklich will.

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