Wieso gibt es an Lautsprecher große oder kleine Magneten? Wofür sind die?

3 Antworten

Die Größe eines Magneten sagt nichts über die Leistungsfähigkeit aus. Grundsätzlich hängt diese von der Magnetfeldstärke ab. Und diese wiederum vom verwendeten Material. Neodym bspw. ist ungefähr 10x stärker als ein klassischer Ferritmagnet (einige Emphaser-Woofer), ist aber auch teurer und reagiert leider recht stark auf Hitze. Auch die Gleichmäßigkeit ist ein wichtiger Faktor. Deswegen sind große Magneten oft in mehrere Scheiben "geschnitten" oder bilden sogar aus viele kleinen Magneten einen Ring (Focal). Das erzeugt jeweils ein homogeneres Magnetfeld. Der Durchmesser hängt einmal vom Schwingspulendurchmesser ab (zw. 5 und 10 cm), die Höhe von der axialen Auslenkung der Woofermembran. Natürlich sind die Riesenmagneten eines 30-kg-Ground Zero-Plutonium-Woofers sehr stark und ermöglichen die elektrische "Gegenleistung" in der Schwingspule von 10 kW (!). Die Kühlung erfolgt bei Woofern meist über eine Polkernbohrung. Bei normalen Lautsprechersystemen sind sie aber oft auch geschlossen.

Unterschiedliche Lautsprecher Qualitäten oder verschiedene Einsatzzwecke. Kann auch eine unterschiedliche Herstellerpolitik sein. Ach es gibt so viele Gründe, warum andere es anders machen.

Kleiner Magnet = billiger/Lautsprecher ... Größerer Magnet, höheres Magnetfeld = mehr Leistung, einfach gesagt. HighPower haben meist eine Öffnung im Magneten zur Kühlung :-)

Emphaser E15 Neo-SPL mit 699 Euro ein Billigwoofer, weil der einen kleinen Magneten hat (Neodym halt)?!?!?! Natürlich ist die Aussage nicht ganz falsch, bezieht sich aber nur auf klassische Ferritmagneten. Kleine Magneten weisen auf ein schwächeres Magnetfeld hin, auf kleine Schwingspulen und eine geringe Auslenkung.

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