Wie würdet ihr damit umgehen wenn die Tochter lesbisch oder der Sohn schwul wäre?

16 Antworten

Was willst du daran ändern? Es ist eine vorgegebene Geschlechtsausrichtung. Manchmal vielleicht nicht gefestigt und als bi bezeichnet. Obwohl das Letztere ein neuzeitliches Phänomen in Städten mit großem Singleanteil zu sein scheint. Aber es ist immer noch dein Sohn / Tochter. Dafür werde ich immer tun, was in meiner Macht steht, damit es ihnen gut geht.Punkt. LG Detlef

Bei den eigenen Kindern würde ich wohl lernen (müssen), es zu akzeptieren, wenn auch nur unter erheblichem Zähneknirschen.

Wenn es hier teilweise heisst "Jeder Mensch muß für sich selbst entscheiden, wie er sein Le-ben lebt." oder "Denn daß Kinder andere Lebensmodelle als man selbst bevorzugen können, ist Lektion Nr. 1 im Leben aller Eltern.", dann klingt das sehr abgeklärt.

Als unser Sohn jahrelang Drogen nahm, da habe ich das auch (zähneknirschend) akzeptiert, aber ich war überhaupt nicht damit einverstanden, genausowenig wie der Satz "Jeder Mensch muß für sich selbst entscheiden, wie er sein Leben lebt." mir weiterhülfe, wenn unsere Tochter auf die Idee käme, auf den Strich zu gehen.

Ich finde aber schon, daß es ein Unterschied ist, ob meine Tochter eine Frau liebt, oder Drogen nimmt. Daran kann sie schließlich zugrunde gehen, was in einer lesbischen Beziehung ja eher nicht der Fall ist.

2

@demosthenes.. Danke für die offene und ehrliche Antwort !

0

@demosthenes: Drogensucht kann man nicht akzeptieren, man muß oftmals hilflos zusehen wie sich ein junger Mensch damit zu Grunde richtet. Aber wenn jemand sich zur Homsexualität bekennt ist das ja wohl etwas ganz anderes. Das ist doch keine tätigkeit wie Drogen nehmen, Rauchen oder Alkohol trinken oder auf den Strich zu gehen, es hat doch auch nichts mit einer bestimmten Lebenseinstellung oder Krankheit zu tun. Es ist einfach eine andere Lebensweise die ich zu akzeptieren habe wenn ich mein Kind liebe, es richtet sich damit ja nicht zu Grunde.

1

Drogenkonsum kann schädlich sein, wenn man nicht damit umgehen kann. Und dein Standpunkt zur Sexarbeit ist sehr problematisch. Es ist ein Beruf wie jeder andere und die Berufswahl deiner Tochter geht dich eigentlich nichts an. 

0

Da ich selbst bi bin, wäre das wohl das geringste Problem, was ich mit einer anderen Lebensform meines Kindes hätte.

Ich kann mir da ganz andere Dinge vorstellen, die mir Probleme bereiten würden, z.B. wenn er überzeugter Soldat würde und in den Krieg zöge, oder Drogen nähme, eine rechtsradikale Gesinnung hätte o.ä., nur mal so als Beispiel.

Doch, es ist mir wichtig, dass er glücklich wird und Menschen findet, die ihn lieben und die er liebt.

Die große Toleranz hat man meist nur dann, wenn man selbst davon nicht betroffen ist.

Grundsätzlich empfinde ich gleichgeschlechtliche Liebe nicht als "abnormal", das möchte ich schon festhalten!

Wenn es jedoch meine eigenen Kinder betreffen würde, müßte ich wahrscheinlich erst lernen, damit umzugehen, und lernen zu verstehen und zu akzeptieren.

Trotzdem würde das "Glück" meiner Kinder für mich an erster Stelle stehen.

mein Gott wie diplomatischschleimigwienerisch.. ! Antwort gelesen ...und DH gedrückt.

0

Ich finde es vor allem wichtig, daß mein Kind überhaupt jemanden gefunden hat, der zu ihm paßt und mit dem er sein Leben teilen möchte. Ich habe lieber eine lesbische Tochter, die in einer glücklichen Beziehung mit ihrer Partnerin lebt, als eine, die alleine dasteht und damit unglücklich ist. Jeder sollte doch so leben, wie es für ihn richtig ist. Was wäre ich denn für eine Mutter, wenn ich die Lebens- und Liebensweisen meiner Kinder verurteilen würde?

Was möchtest Du wissen?