Wie wird man Mormone?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Im Prinzip kannst Du durchaus mit den örtlichen Missionaren darüber sprechen und diese leiten dann alles nötige für die Taufe in Absprache mit Dir und der örtlichen Gemeindeleitung in die Wege. Sie besprechen auch mit Dir, was dahingehend organisatorisch erforderlich ist, und was Du für die Taufe beitragen müsstest - letzteres betrifft eher nur Deine persönliche Einstellung zu dieser Sache, sofern Du noch von etwas umkehren müsstest.

Es wird Taufinterviews geben, wenn ich mich recht entsinne mit dem Gemeindeleiter und mit Missionaren, wodurch festgestellt werden soll - eigentlich dienen diese eher zur Selbstreflexion, als dazu, dass andere etwas über Dich herausfinden, denn es geht ja nicht darum, ob man lügt, sondern ob man wirklich für etwas bereit ist. Wer also bei einem solchen Interview lügt, der macht sich damit direkt oder indirekt nur selbst unglücklich - in diesem Fall, weil man vielleicht selbst noch nicht für die Taufe bereit ist.

Ich hatte mein Taufinterview vor mittlerweile etwa 11 Jahren und ich war nie Missionar, da ich die Kirche erst im Alter von 30 Jahren kennen gelernt hatte. Von daher kann ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, was alles beim Taufinterview gefragt wird. Ich weiß nur, dass es dabei um nichts geht, was die befragte Person in irgendeiner Hinsicht kompromittierbar macht oder womit diese vielleicht sogar in Zukunft beeinflusst wird - schließlich sind Mormonen keine Scientologen.

Mit der entsprechend geistigen Vorbereitung kann schon die Taufe eine sehr schöne und inspirierende Erfahrung sein, und dennoch ist sie erst der Anfang all dessen, was man an geistigen Erlebnissen in beispielsweise dieser Kirche darauf aufbauend erleben kann - wenn man dies tatsächlich erleben möchte. Bedenke aber, dass man in dem Zeugnis, dass man auf diese Weise erlangen kann, keinen Stillstand gibt. Entweder man arbeitet daran, dieses Zeugnis zu stärken und baut dieses dadurch auf, oder man arbeitet nicht am Aufbau dieses persönlichen Zeugnisses und es wird wieder schwächer. Aus eben letzterem Grund gibt es viele, die wieder vom Glauben abfallen, weil sie schnell mit Begeisterung dabei sind, aber noch keine starke Glaubensgrundlage, also noch kein starkes persönliches Zeugnis haben. So etwas verstehe ich dann unter einem Strohfeuer: Schnell mit Begeisterung dabei, aber auch schnell wieder vorbei. Bitte tue Dir das nicht an, dass Du meinst, Dich möglichst schnell taufen zu lassen, nur weil Du jemand anderen, beispielsweise den Missionaren einen Gefallen erfüllen möchtest, sondern lasse Dich erst taufen, wenn Du Dir aufgrund Deines starken persönlichen Glaubens wirklich sicher bist, dass Du Dich aus Deinem eigenen Interesse heraus taufen lassen willst und bleibe dann bitte, trotz aller darauf folgenden Herausforderungen, mit ebensolchen Eifer am Ball, wie Du es vor der Taufe offenbar bist, denn nur so kannst Du eine für den Anfang ausreichend starke Glaubensgrundlage aufbauen. Ich weiß, dass dies seltsam erscheint, aber die Erfahrung lehrt, dass dies immer wieder der Fall gewesen ist. 

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Danke. Ich habe festgestellt, dass es in meiner Stadt doch eine Gemeinde gibt. Wusste ich gar nicht.

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Vielen Dank für das Sternchen. :)

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