Wer hat Erfahrungen mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und was denkt ihr darűber?

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5 Antworten

Zuerst einmal die guten Seiten: Die meisten Mormonen sind nette Menschen, führen ein gutes Familienleben und schauen darauf, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung erhalten. Als Nachbarn kann man sich nur solche wünschen.

Die weniger guten Dinge sind: Die LDS-Mitglieder wollen Christen sein, folgen aber anderen Propheten, die nichtchristliche Lehren verbreiten.
Sie behaupten, dass Joseph Smith von einem Engel einen Platz gezeigt wurde, an dem sich goldene Platten befanden, die er zum 'Buch Mormon' übersetzte. Diese Übersetzung soll mittels eines 'Sehersteins' geschehen sein.
Daneben gibt es noch dunkle Punkte in ihrer Geschichte (wie das Mountain-Meadows-Massaker), die nur sehr arrogant und unzureichend aufgearbeitet wurden.

Auf

https://onedrive.live.com/?id=495C3C97A6639589!630&cid=495C3C97A6639589

habe ich dir einen Datenbankauszug hochgeladen, den du zur weiteren Vertiefung nutzen kannst.

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Kommentar von Lexy1409
25.08.2016, 01:19

Wie kommst du darauf, dass Mormonen Christen sein wollen??

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Ich bin selbst ein Mitglied dieser Kirche. Vermutlich wirst Du jedoch eher Meinungen von anderen hören wollen, aber ich habe die Kirche als Erwachsener kennen gelernt, weil ich es als interessant empfand, was in dieser Kirche auch auf Basis der Bibel gelehrt und vertreten wird.

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Früher war ich Pfingstler (Pfingstgemeinde) und heute bin ich seit über 20 Jahren Mormone. Viele Freikirchler machen im Laufe ihres Lebens eine wahre Odyssee durch: Sie wandern von einer Gemeinde zur nächsten. In dieser Gemeinde ist es nicht geistig genug, in der anderen predigt der Pastor nicht richtig und in der dritten Gemeinde haben sie Probleme mit den anderen Geschwistern. Mich störte in der Pfingstgemeinde vor allem der religiöse Konsum, die "One Man Show" des Pastors. Er macht alles, dass die Schäfchen zu ihm kommen und auch bleiben, denn er lebt von ihnen.

Einmal sagte ein Prediger, die Mormonen seien ein Vorbild in Sachen Nächstenliebe, das hat mich sofort sehr interessiert, denn in den Freikirchen, in welchen ich verkehrte herrschte wenig bis gar keine Nächstenliebe. So begann ich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tag zu untersuchen. 

Vieles war neu und ungewohnt. Manches machte mir anfangs auch Mühe. Ich merkte allerdings sofort, dass die Mormonen grundehrlich sind und einen grossen Glauben an Gott haben. Sie nehmen ihren Glauben sehr ernst. Und es stimmte, dass sie sehr viel Nächstenliebe haben, nicht nur untereinander sondern auch für Aussenstehende, doch sie sind anfangs auch sehr scheu im Umgang mit Fremden. Ich wurde durch Gott auf wundersame Weise berührt und wusste, dass diese Kirche wahr ist, deshalb liess ich mir im Anschluss daran taufen. 

Alle Freunde aus der Pfingstgemeinde konnten dies überhaupt nicht verstehen, denn sie konnten den Prozess, den ich durchmachte nicht nachvollziehen. Sie haben sich alle von mir abgewendet, obwohl ich weiterhin den Kontakt gesucht habe. So viel zum Thema Nächstenliebe. 

In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kam ich näher zu Gott als je zuvor in der Pfingstgemeinde. Nicht ein anderer Gott, sondern der Gleiche, den ich schon viele Jahrzehnte kenne. Ich wurde in der Kirche auch als Mensch gefördert und vorallem auch als Christ. Ich habe in den über 20 Jahren Mitgliedschaft kein einziges negatives Erlebnis in der Kirche gehabt, weder mit den Mitgliedern noch in der Lehre. Es gab keinen geistigen Missbrauch, keine Manipulation und auch keine Odyssee. Es gibt auch keinen religiösen Konsum sondern echte Mitarbeit in der Sache Christi. Der Heilige Geist ist mein ständiger Begleiter und ich lese regelmässig in den Heiligen Schriften, natürlich auch in der Bibel.

Die Kirche spricht niemandem sein Heil ab, wenn Du Katholik, Protestant, Jude, Pfingstler, Buddhist oder Moslem bist, auch wenn Du einen ganz anderen Glauben hast, die Kirche spricht Dir nicht Dein Heil ab. Es kommen nicht nur Mormonen in den Himmel ! Aber Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch IHN. 

Wer ist ein Christ ? Nur bibelgläubige Menschen ? Nur Menschen, die an die Dreieinigkeit glauben ? Sind römische Katholiken auch Christen ? Die Bibel sagt, dass "wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben". (Joh. 3:36) Die Mormonen folgen Jesus Christus als ihrem Erretter und Vorbild. ER ist das Zentrum des Mormonismus. Es ist Unsinn zu behaupten, dass Mormonen keine Christen seien aber wer das unbedingt so sagen will soll das machen, das hat für mich keine Bedeutung. 

Klar ist aber auch, dass die Mormonen keine traditionellen Christen sind. Wenn bei uns alles so wäre wie bei den Protestanten oder Katholiken, hätte es keine Wiederherstellung der Urkirche gebraucht. Wir sind keine Abspaltung einer anderen Kirche wie so viele andere Gemeinschaften auf dieser Erde sondern wir haben eine ganz eigene Kirchengeschichte basierend auf der Urkirche welche meines Wissens nur noch die römisch katholische Kirche aufweist. 

Durch diesen Umstand haben wir einzigartige Lehren, die sich in keiner anderen Kirche finden, doch diese Lehren werden sehr geschätzt, auch von mir. Durch diese Lehren kommen wir noch näher zu Gott was höchst erfreulich ist. Wer sich ernsthaft mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beschäftigt und deren Lehren studiert wird zur Erkenntnis kommen, dass diese Kirche wahr ist. Für mich war diese Erkenntnis das Beste, was mir im Leben passiert ist und ich lade jeden Menschen ein, die Kirche ernsthaft zu untersuchen, auch wenn er / sie schon eine enge Beziehung zu Gott hat. 

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Diese hat ein Buch, namens Mormon, welches für sich in Anspruch nimmt, der Bibel gleich zu sein.

Sie haben Prophetien, die einer Überprüfung an Hand der Bibel nicht Stand halten.

Sie gelten als Sekte oder Religionsgemeinschaft mit Sonderlehre.

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Kommentar von JTKirk2000
12.05.2016, 20:31

So ziemlich allem kann ich zustimmen, aber der Begriff Sekte ist nach keiner Definition auf diese Kirche wirklich anwendbar, aber die wenigsten Außenstehenden sind sich dessen bewusst.

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Der Name ist furchtbar lang. Deshalb bleibe ich bei einfachen Variante:
Mormonen, die

Die Mormonen wollen einerseits ChristInnen sein, und folgen andererseits einem anderen Propheten ( Joseph Smith Jr. ) der vom Engel "Moroni" ein Buch, dessen Seiten aus Gold sein soll, gezeigt bekommen hat, welches nun zusätzlich zur Bibel als heilige Schrift gehandhabt wird.

Jeder der sich schon mal ein wenig mit dem christlichen Glauben auseinander gesetzt hat, sieht sofort die Widersprüche in dieser Geschichte.

Ich halte daher die Kirche der Mormonen für ein modernes, kommerzielles Unternehmen.

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Kommentar von JTKirk2000
12.05.2016, 20:30

Ich halte daher die Kirche der Mormonen für ein modernes, kommerzielles Unternehmen.

Was soll daran kommerziell sein? Hast Du Dich mal wirklich darüber informiert, was da in der Kirche abläuft? Wohl kaum, denn sonst würdest Du diese Kirche nicht als ein kommerzielles Unternehmen bezeichnen.

Die Mormonen wollen einerseits ChristInnen sein, und folgen andererseits einem anderen Propheten ( Joseph Smith Jr. ) der vom Engel "Moroni" ein Buch, dessen Seiten aus Gold sein soll, gezeigt bekommen hat, welches nun zusätzlich zur Bibel als heilige Schrift gehandhabt wird.

Jeder der sich schon mal ein wenig mit dem christlichen Glauben auseinander gesetzt hat, sieht sofort die Widersprüche in dieser Geschichte.

Und jeder, der sich schon mal ein wenig mehr sowohl mit dem christlichen Glauben und idealerweise auch mit der Geschichte der Mormonen in alter Zeit auseinander gesetzt hat, weiß, dass diese Widersprüche, wenn überhaupt, nur oberflächlich existieren, aber eigentlich gar keine sind. Ähnlich ist es ja auch mit der Entwicklung der Schriften der Bibel.

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