Wie wichtig ist es euch, einer Nation dazu zu gehören?

16 Antworten

Heimat hat für mich schon eine Bedeutung, aber nicht im Sinne einer Nation.
Ich bin in der Nähe des Dreiländerecks Luxemburg/Saarland/Frankreich geboren.

Wäre mein Vater nur ein paar Monate früher geboren, wäre er nicht im Deutschen Reich geboren, sondern im Saargebiet (welches erst 1935 Teil des Deutschen Reichs wurde).

Der Dialekt meiner Oma ähnelte eher dem Luxemburgischen Dialekt als dem Saarbrücker Dialekt. Und Lothringen (Frankreich) war nicht weit, Französisch spielte seit jeher eine gewisse Rolle.

Mein Vater hat auch in Frankreich gearbeitet, und meine Mutter bekam daher noch eine (kleine) französische Rente.

Ich bin katholisch (wie die meisten Franzosen auch). Bei uns auf dem Dorf gab es noch einen recht strengen, altmodischen Katholizismus. Daneben hat das Saarland aber auch mehr positive französische Lebensart als andere Bundesländer (auch wenn sich ein Saarländer durchaus auch als Deutscher sieht).

https://www.youtube.com/watch?v=fF5OBfMLsUc

Die Nation ist mir vollkommen gleichgültig. Wichtig ist mir nur ein sozialer Umgang miteinander und die Freiheit so zu leben wie man es für richtig hält (solang man dabei niemandem schadet) Kultur, Religion, Historie ist mir alles gleichgültig. Mich interessiert zwar Geschichte und ich finde es interessant die Wege zu verfolgen die zu unserer Zeit geführt haben aber ich identifiziere mich nicht damit. Ich wäre stolz auf meine Taten... vllt auch auf die meiner Eltern oder Großeltern... (wenn wir irgendwas bemerkenswertes geleistet hätten) aber das wars auch schon.

Praktisch ist das natürlich bedeutsam, weil man dadurch eben staatsbrürgerliche Rechte erhält.

Theoretisch ist mir das egal, weil man ebensogut in eine andere nation hätte hineingeboren werden können.

Emotional ist es mir egal, welcher Nationalität ich angehöre, da ich mich ohnehin als Mensch und Weltbürger verstehe und nicht als Staatsangehöriger.

Aber natürlich mag ich Deutschland und ich schätze auch Israel sehr, mit dessen Menschen und ihrer Kultur mich vieles verbindet.

Trotzdem wäre ich niemand, der einer friedlichen Staatenauflösung und einer pazifistischen, demokratischen "Weltregierung" im Weg stehen würde.

Wenn man also von bürokratischen Aspekten absieht, wäre es mir völlig egal, welchem Staat ich angeblich "zugehörig" sein soll.

Nationalstaaten sollten im Idealfall ein Auslaufmodell sein und es mehr "Unionen", "Vereinigte Staaten", usw. geben, bis auch sie überflüssig werden.

Die Nation und die Nationalität an sich sind mir völlig egal

Mir ist es sehr wichtig, ansonsten fühle ich mich nirgendwo zu Hause. Ich brauche eine Nation, deren Kultur, Traditionen, Musik, Sprache, Geschichte, Denkweise, Glaubensrichtung. Das ist ein Teil meiner Identität.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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