Wie viele Prozent aller IT-Studenten schaffen das Informatik Studium nicht?

4 Antworten

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Im Bachelorstudium war am Ende noch knapp die Hälfte derer dabei, die sich am Anfang eingeschrieben hatten.

Im Masterstudium kann ich es nicht sagen, weil es keinen verbindlichen Studienplan mehr gab und somit ohnehin in jeder Veranstaltung andere Leute saßen, allerdings empfand ich das Masterstudium als sehr viel stressiger, was dazu führen könnte, dass der Anteil derer, die abbrechen, höher sind.

Umgekehrt wird ein Masterstudium natürlich auch nur von denjenigen aufgenommen, die im Bachelorstudium bereits motiviert waren und dies fortführen möchten, wodurch man also eventuell sogar auf eine geringere Abbruchquote im Masterstudium schließen könnte.

Einzelne Veranstaltungen im Master wiesen jedenfalls nach Angaben der entsprechenden Dozenten seit Jahren "Quoten" (Anteil der Teilnehmer, die das Modul bestehen) von gerade einmal 1/3 auf. Das ist sicher nicht in jeder Veranstaltung so, aber es gab sie definitiv. So etwas kann natürlich durchaus schnell zu Frust und Resignation führen.

Eben aus diesen Gründen halte ich zuverlässige Angaben für schwierig.

Ich habe auch einige 'Abbrecher' gesehen, die in einen anderen IT-Studiengang gewechselt und diesen dann erfolgreich abgeschlossen haben, oder z.B. die Hochschule gewechselt und erfolgreich beendet haben.

Von daher ist es wirklich schwer echte Aussagen zu treffen, zumal auch die Vorbedingungen (falsche Vorstellung von Informatik) etc. sich im Laufe der Zeit wandeln. Es ist sicherlich auch nicht jeder Jahrgang gleich, sodaß Einzelerfahrungen natürlich nur Sigularitäten sind.

Man kann allerdings sagen, daß nur ein geringer Prozentsatz den Abschluß wirklich erreicht. Genaue Statistiken könnten vermutlich nur die Hochschulen aufgrund Ihrer Datenbasen (wenn sie alle Informationen zusammenwerfen) erstellen.

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@KarlRanseierIII

Es ist sicherlich auch nicht jeder Jahrgang gleich

Insbesondere ist ein solches Studium auch nicht an jeder Hochschule gleich.

Ich hatte nach Abschluss meines Bachelorstudiums die Hochschule gewechselt (also den Master an einer anderen Hochschule gemacht, als den Bachelor) und durfte daher auch erfahren, wie stark sich die Inhalte selbst zwischen unterschiedlichen Hochschulstandorten innerhalb Deutschlands unterscheiden.

Anders als in der Schule gibt es im Studium keine verbindlichen Lehrpläne mehr. Stattdessen gibt es die so genannte Freiheit der Lehre, aufgrund derer Dozenten weitgehend freie Hand bei der Auswahl der Inhalte ihrer Lehrveranstaltungen haben.

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@NoHumanBeing

Stimmt, die Unterschiede sind teils deutlich. Aber selbst an der gleichen Hochschule ist das mitunter so.

Ein Prof emeritiert, der Lehrstuhl bleibt unbesetzt, die Gesamtzahl der Lehrstühle bleibt, die Neubesetzung liegt in einem anderen fachlichern Schwerpunkt.

Somit gibt es die 'Vorlesungen', die zu dem Lehrstuhl gehörten, nicht mehr in dieser Form. Manchmal werden interessante Teile von anderen Lehrstühlen adaptiert oder übernommen.

Einzig, man versucht gewisse Kernschwerpunkte halbwegs zu erhalten.

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Kann man sicherlich nicht so allgemein sagen, weil es von mehreren Faktoren abhängt.

Soll 'nicht schaffen' auch jene enthalten, die aufgeben?

Deutlich mehr als jeder 2. bricht ab - insbesondere wegen der hohen Mathe-Anforderungen.

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