Wie viel Mutterschaftsgeld/Elterngeld bekomme ich beim zweiten Kind (derzeit Elternzeit - nicht gearbeitet)?

3 Antworten

Du kannst die Elternzeit von Kind 1 vor Beginn der Schutzfrist beenden, denn:

grundsätzlich kann die laufende Elternzeit nur mit Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet werden (§ 16 Abs. 3 Satz 1 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG)).

Wird während einer laufenden Elternzeit ein weiteres Kind geboren, kann die Elternzeit für das weitere Kind grundsätzlich im Anschluss an die abgelaufene erste Elternzeit genommen werden.

Eine laufende Elternzeit kann aber auf Grund neuer Mutterschutzfristen auch vorzeitig beendet werden, unabhängig davon, ob die Arbeitnehmerin während der Elternzeit in Teilzeit gearbeitet hat oder nicht. Die vorzeitige Beendigung bedarf keiner Zustimmung des Arbeitgebers; die Arbeitnehmerin soll dem Arbeitgeber die vorzeitige Beendigung der Elternzeit lediglich rechtzeitig mitteilen (§ 16 Abs. 3 Satz 3 BEEG).

Hierfür genügt eine schriftliche, aber formlose Erklärung. Es gibt in dem Sinne keine Fristen für die vorzeitige Beendigung. Mit dem Tag des Einreichens der schriftlichen Erklärung gilt die Elternzeit als beendet (vgl. Urteilsbegründung VG Gießen Az.: 5 K 1084/09.GI).

Eine Arbeitnehmerin, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeitet, erhält, wenn Sie Ihre laufende Elternzeit auf Grund neuer Mutterschutzfristen vorzeitig beendet, während der Mutterschutzfristen (sofern anspruchsberechtigt) Mutterschaftsgeld der Krankenkasse sowie den Arbeitgeberzuschuss bemessen am ursprünglichen Einkommen (Vollzeit). Beendet sie ihre Elternzeit nicht vorzeitig, erhält sie neben dem Mutterschaftsgeld den Arbeitgeberzuschuss bemessen an der Höhe des Teilzeitverdienstes.

Eine Arbeitnehmerin, die während der Elternzeit nicht in Teilzeit arbeitet, erhält, wenn Sie Ihre laufende Elternzeit auf Grund neuer Mutterschutzfristen vorzeitig beendet, während der Mutterschutzfristen (sofern anspruchsberechtigt) Mutterschaftsgeld der Krankenkasse sowie den Arbeitgeberzuschuss bemessen am ursprünglichen Einkommen (Vollzeit). Beendet sie ihre Elternzeit nicht vorzeitig, erhält sie nur das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse. (Info: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Fazit: du teilst deinem Arbeitgeber mit, dass du die Elternzeit von Nr.1 zum Tag VOR Beginn der Schutzfrist beendest. Dann bekommst du MUG von der KK und den Arbeitgeberzuschuß- musstest aber nicht wieder arbeiten, um das zu bekommen.

Alles Gute"

Bin kein Experte jedoch eine Bekannte von mir hat ihr 2tes Kind bekommen kurz vor Ablauf dieser 3 Jahre und hat somit weiter Geld bekommen. Jedoch weiß ich nicht obs vom AG war und auch nicht wie hoch der Betrag war. Aber irgendwas hat sie bekommen bzw bekommt es.

Übrigens

Gratulation :-)

Du müsstest 300,-€ Elterngeld bekommen + 75,-€für Dein erstes Kind, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.

Wird das Mutterschaftsgeld der Frau angerechnet, wenn der Mann in diesem Zeitraum Elterngeld bezieht oder ist das unabhängig voneinander?

Hallo,

da bald unser Kind auf die Welt kommt, beschäftige ich mich mit Elterngeld, Elternzeit und Mutterschaftsgeld.

Dass Elternzeit beim Arbeitgeber (mind. 7 Wochen vor Antritt) und Elterngeld bei der zuständigen Behörde (ab Zeitpunkt der Geburt) beantragt werden muss, habe ich verstanden. Bei uns wird es das Basis-Elterngeld sein, da ich Hausfrau bin.

Ich war zwar nur geringfügig beschäftigt, doch da ab Schwangerschaft ein Berufsverbot gilt, werde ich Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt erhalten. Es ist zwar nur wenig, aber Geld ist Geld. Mein Mann wird die ersten 2 Monate nach Geburt Elternzeit nehmen und dann Elterngeld erhalten und ich die nächsten 12 Monate.

Ich habe gelesen, dass Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet wird, wenn man es gleichzeitig bezieht - gilt das nur, wenn die Frau beides gleichzeitig bezieht oder sogar dann, wenn es die Frau bezieht und der Mann in diesem Zeitraum Elterngeld bekommt?

Vielen Dank im Voraus

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Nun ist die Frage: da ich in die 33. Schwangerschaftswoche mich wieder anmelden muss bei die Krankenkasse (wird die AOK da sie mich nicht ablehnen können, und ich bevor ich aus Deutschland gezogen bin auch dort versichert war), habe ich noch Recht auf das Mutterschaftsgeld? Dies wird doch von Krankenkasse und nicht der Staat bezahlt?

Noch ein weitere Frage: ist das Mutterschaftsgeld nebenbei das Elterngeld? Und muss ich Elterngeld oder Arbeitslosengeld beantragen für meine Elternzeit?

Viele, viele Dank im Voraus!

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