Wie soll ich der Mutter erklären was ihre Tochter da macht?

9 Antworten

Ich kann verstehen dass das schwierig ist. Offensichtlich passt du auf das Mädchen auf wenn die Mutter ebenfalls anwesend ist?

Was die Mutter betrifft: Ich würde sie in dem Glauben lassen. Egal ob sie es nicht wahrhaben will oder ob sie wirklich so naiv ist, du tust du weder ihr noch dem Kind einen Gefallen wenn du sie "aufklärst".

Du kannst dem Kind ganz einfach erklären, wenn du da bist, möchtest du mit ihr spielen, mit ihr zusammen was machen. "Sowas" kann sie alleine machen, in ihrem Zimmer. Aufs Klo geht sie ja auch alleine. Und wenn die Mutter der Meinung ist dass das Mädchen müde ist, kann sie ja ins Bett gehen ;-)

Ich hoffe du verstehst was ich meine und dass ich dir ein bisschen helfen konnte. Es ist sicher ein schwieriges Thema!

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Ja, wenn die Mutter viel zu tun hat babysitte ich auch manchmal wenn die Mutter da ist, aber ich bin mit den Kindern auch manchmal alleine.

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Bevor ich auf die zwei Teile deiner Frage eingehe, möchte ich voran stellen, dass es gar nicht so selten und ungewöhnlich ist, dass sich auch ganz kleine Kinder, natürlich noch nicht bewusst, was sie tun, selbst befriedigen. Ihnen gefällt das schöne Gefühl, was sie dabei haben und machen es dann auch. Es ist überhaupt kein Problem, solange sich die Kinder dabei nicht verletzen. Auf keinen Fall sollte man das verbieten oder gar mit Strafe belegen. Ein Verbot könnte schwere seelische Konsequenzen für das spätere Leben haben, weil durch die Unterbindung der Selbstbefriedigung dem Kind suggeriert wird, es täte etwas Verbotenes oder sogar Schmutziges.

Nun zu deinen konkreten Fragen:

Mit der Mutter des Kindes würde ich auf keinen Fall darüber reden, denn wenn du vermutest, dass die Mutter durch ihre Religiosität streng reagieren wird, solltest du das dem Kind unbedingt ersparen. Mit der Mutter würde ich nur dann reden, wenn du ganz gewiss sein kannst, dass sie das Verhalten des Kindes toleriert und nicht unterbindet.

Allerdings würde ich unbedingt mit dem Kind reden, denn du bist mit der Sache konfrontiert und hast natürlich zu reagieren, wenn das Kind vor dir masturbiert. Dulden kannst du es nicht, aber verbieten auch nicht. Du hast hier eine hohe pädagogische und psychologische Verantwortung. Mach dem Kind deutlich, dass am das, was sie tut, nur macht, wenn man ganz alleine ist und es kein anderer mitbekommt. Sag ihr, dass es nichts schlimmes ist, aber etwas ganz persönliches und es darum niemand angeht. Bring dazu Beispiele (man ist auch, wenn man austreten muss, alleine oder man bohrt sich auch nicht in der Nase, wenn andere dabei sind usw., was dir als Beispiele noch einfällt.). Schick das Kind das nächste Mal raus aus dem Zimmer, wenn es masturbieren möchte, oder entferne du dich diskret. Sprecht aber offen darüber. Vielleicht lässt es dann das Kind von selbst, wenn andere dabei sind oder mitbekommen. Da die Masturbation nicht schädlich ist, egal in welchem Alter sie betrieben wird, solltest du auf keinen Fall generelle Verbote aussprechen oder gar mit Bestrafung drohen.

Du solltest mit der Mutter reden. Selbstbefriedigung ist keine Sünde. Ich war als Jugendliche in einer Kirche/Jugendgruppe, jedenfalls war es da keine Sünde- ich habe das im Taufseminar sogar den Pastor gefragt- aber sicher gibt es auch radikalere Christen, die das glauben... leider.

Fakt ist, das Kind muss erfahren, was es macht, dass das, was sie macht normal ist- aber dass man das eben nur allein im Kinderzimmer machen sollte.

Ich hoffe, dass die Mutter nicht so dumm und naiv ist, dass sie nicht weiß, was das ist- mit Müdigkeit hat das jedenfalls nichts zu tun.

Aber das Kind sollte sensibilisiert werden, denn wenn sie sowas im Hallenbad oder an anderen öffentlichen Orten macht, könnten u.a. pädophile aufmerksam auf sie werden. Irgendwann könne das auch Mitschülern auffallen und sie würde zum Gespött aller werden.

Wenn die Mutter Probleme machen sollte und Du das Kind dann in irgendeiner Gefahr wähnst, solltest Du Dich ans Jugendamt wenden- notfalls auch anonym oder zumindest darum bitten, dass kein Name genannt wird- denn wenn das Kind überall an sich herumspielt, kann es ja auch jeder sein, der da anruft oder so. Wenn Du da hin gehst und sagst, Du willst den Job nicht verlieren, aber sorgst dich, kreuzen die da vielleicht auch wegen anonymer Hinweise auf.

Was Deine Zeit mit dem Kind angeht- beobachte sie dabei- wenn Du sagst, dass Du willst, dass sie aufhört- sieht sie Dich da provozierend an und macht weiter- oder ignoriert sie Dich da völlig? Wenn sie Dich aber fragt, was sie sein lassen soll- sagst Du einfach, sowas wie: "Na dass Du da vor mir da unten rumspielst." Wenn sie fragt, warum, sagst du einfach, dass man sowas nur allein in seinem Zimmer machen soll- das ist wie in der Nase popeln.

Vielleicht kannst Du sie durch Gesellschaftssiele ablenken.

Ein derart provozierendes Verhalten kann aber auch ein Hinweis sein, dass die Kleine vielleicht Beobachtungen- schlimmstenfalls Erfahrungen gemacht hat bezüglich Sex. Es kann- muss aber nichts passiert sein. So, wie Die Mutter sich verhält, würde ich da vielleicht skeptisch werden- aber ich kenne ja die Frau und das Kind nicht- aber sowas als Müde zu bezeichnen, um Dich zu vertrösten wirkt seltsam auf mich.

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Nein, ignorieren tut sie mich dann nicht, aber wie du gesagt hast sie fragt halt was sie unterlassen soll. Aber das da irgendwas sexuell schiefläuft denke ich weniger, aber die Mutter ist halt sehr verklemmt und spricht nicht darüber. Sie hat auch die Auffassung keinen Sex vor der Ehe und so.

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@123457abcdefg

Vielleicht findest Du ein Kinderbuch für Mädchen, was dieses Thema beinhaltet in eurer Stadtbibliothek. Gib es der Mutter zur Sicht- sage aber vorher, dass es ein Leihbuch ist- und frage, ob Du es mit der Kleinen besprechen kannst. Sage ihr einfach, Du sorgst dich um die Kleine- wenn sie das vielleicht mal im Schwimmbad macht- wegen der pädophilen... sage einfach, dass das vielleicht von junger Frau (die Kleine) zu junger Frau (ich gehe mal davon aus, Du bist weiblich) vielleicht einfacher ist. Bei Mama hört sie vielleicht nicht so.

Oder- Du findest einen Film zu dem Thema und darfst ihn mit ihr ansehen...

Du kennst die Mutter ja auch seit fast 7 Jahren... irgendwie findest Du sicher mal einen richtigen Moment, das anzusprechen. Wie religiös muss man sich die Frau vorstellen- doch nur naiv-verträumt, eher etwas in Richtung "Stock im Arsch/verklemmt" oder absolut schlimm (Mutter von Carrie aus Stephen King's Buch/Film)?

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@Lea1984

Wer die Mutter von Carrie aus Steven Kings Buch ist, weiß ich leider nicht, aber wie gesagt sie ist gegen Sex vor der Ehe und spricht nicht mit ihren Kindern darüber in keinster Form.

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@123457abcdefg

Dann ist es wohl sehr schwer... ich hoffe dennoch, dass Du einen weg findest. Vielleicht kannst du auch mal mit dem Pastor ihrer Kirche reden. Unser Pastor damals, als ich noch gläubig war, war zwar auch nicht für Sex vor der Ehe, wohl aber für Aufklärung und all das.

Vielleicht kannst Du den mal fragen- die haben doch sowas wie Schweigepflicht. Vielleicht- wenn Du ihn darauf anstößt, macht er mal eine Predigt in diese Richtung, dass man Kinder auch durch Aufklärung über Sex, ihren Körper, seinen Bedürfnissen usw. vor dem vorehelichen Sex schützen kann bzw. ihnen verdeutlichen kann, warum man wartet usw., das wäre aber ein für Dich sehr zeitaufwendiger Versuch, den Kindern zu helfen.

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@Lea1984

Die Idee von "ponyfliege" , die Klassenlehrerin zu informieren, wäre doch ein guter Tipp- dann könnte die das zum Thema Aufklärung/Sexualkunde mit einbeziehen, ich glaube wir waren etwa 8 Jahre alt damals, als es bei uns damit los ging in der Grundschule, Klasse zwei war das.

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