Wer hat sich in dieser Lage falsch verhalten, ich oder sie?

Heyo,

Letztes Weihnachten habe ich die Musikwünsche verwaltet, über meinen Computer. Ich hatte selbst angeboten, Musik auf Wunsch zu spielen. Das Angebot fand Beifall. Und ich habe auch Wünsche wahrgenommen, die ich selbst nicht mochte. Und mit "nicht möchte", meine ich hier: Einige dieser Songs weckten in mir den Wunsch, mir ein scharfkantiges Objekt in die Trommelfelle zu stechen.

Und dann wollte meine Oma ein Lied, welches ich aus persönlichen Gründen partout nicht spielen wollte. Was ich mit wachsener Intensität zum Ausruck brachte.

Mein erster Versuch, diese Frage zu stellen, scheiterte an meinen Unvermögen, den Sachverhalt in der Detailtreue auszudrücken, die mir angemessen schien, ohne die 3000 erlaubten Zeichen zu überschreiten. Daher bringe ich es hier auf den Punkt:

Meine Oma hat den Rest der Familie angestachelt und mich via Gruppenzwang dazu genötigt, gegen meinen Willen den Song zu spielen.

Dann habe ich mich in mein Zimmer zurückgezogen und geschmollt.

Nun, mit einiger zeitlicher Distanz zu dem Ereignis, sehe ich diese Angelegenheit von zwei möglichen Facetten:

  1. Ich habe mich wie ein trotziges Kleinkind aufgeführt, weil ich meinen Willen nicht bekommen habe, und zwar bezüglich etwas so trivialem wie einem dreiminütigen Song und liege somit im Unrecht, da ich irrational war und es unfair ist, andere unter meinem egozentrischen, autistischen, unreifen Verstand leiden zu lassen.
  2. Meine Oma hat mich heimtückisch gewungen, gegen meine persönlichen Prinzipien und Gefühle zu handeln, mit keiner größeren Rechtfertigung, als der, dass sie diese Gefühle nicht nachvollziehen kann, auch nachdem ich sie erklärt habe.
  3. Es ist vollkommen egal, wer Recht hatte, das eigentliche Problem liegt darin, dann es mich nach vier Monaten noch immer aufregt, oblgeich ich weiß, dass sie sich vermutlich nicht einmal mehr daran erinnert.
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Nun, wenn sich Deine Oma keinen verfassungsfeindlichen Song aus dem 2. Weltkrieg gewüsscht hat, sondern nur sowas wie Heintje, alte Volkslieder usw., hast Du Dich absolut falsch verhalten. Und ich gehe nicht so aus, dass die Oma so krass ist- denn das habe ich ja in wenigen Buchstaben ausgedrückt und das hättest Du ja auch gekonnt- und wenn dem so war, hättest Du recht, denn sowas spielt man nicht. Da hätte ioch auch so gehandelt- aber nur wenn es solche Musik gewesen wäre.

Wenn man einer Gruppe aus verschiedenen Personen unterschiedlichen Alters zusagt, Du machst den DJ, Du bist die Juke-Box, Du spielst, was immer sie wollen, kann man sich dann nicht aufführen, wenn die sich wünschen, was ihnen gefällt- und nicht Dir.

Und ich kenne es, wenn Musik quälend wird. Manche Musik tut mir nicht gut. Auch wenn diese Musiker viele Fans haben... aber ich setze mich dem nicht auf diese Weise aus, wie Du es getan hast. Und wenn man anbietet, dass man alles spielt, was sich andere Wünschen, sollte man damit rechnen, dass die auch solche Musik wählen.

Lerne daraus. Biete Dich nie wieder an, Musik zu machen für alle- oder wenn Du es machst und sie Dich überhaupt wieder lassen, mach, was die wollen. Lerne, sowas ein paar Minuten auszuhalten.

Wenn es Dich noch so sehr belastet, auch wenn die anderen es sicher vergessen haben, scheibe zumindest Deiner Oma, dass es Dir Leid tut, dass ihr Wunsch nach ihrem Lied egal war für Dich und Du nur an Dich und Deine Empfndlichkeit gedacht hast.

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Die Frage kann Dir hier keiner beantworten. Dazu müsste man ales über den Jungen wissen, wiue er als Baby war, als Kleinkind, Kindergartenzeit, Schulzeit, ... und auch dann kann dem Jungen hier keiner eine Ferndiagnose geben.

Autismus ist immer angeboren, auch wenn er recht spät doiagnostiziert werden kann (vor allem Asperger Syndrom und hochfunktionaler Autismus). Aber Dein Freund hätte vor dem Drogenkonsum schon so auffällig sein müssen, wenn das, was Du beschreibst, vom Autismus her kommen soll.

Ich tendiere daher dazu, dass es durch die Drogen ausgelöst wird, was zur Zeit bei ihm los ist. https://www.drugcom.de/?id=topthema&sub=140

Ich bin Autistin, wurde mit 26 mit Asperger Syndrom diagnostiziert und versichere Dir, in bzw. auf der selben Welt zu leben wie Du. Ich grüble vielleicht häufiger und habe andere Interessen- aber das bedeutet nicht, dass diese aus einer anderen Welt stammen- es sind irdische Interessen. Gedanken über das Leben auf dieser Welt.
Ich kann auf normale Fragen antworten, sachlich und präziese. Ich antworte auch respektvoll, wenn ich auf bestimmte Fragen nicht atworten möchte und sage dann, dass es dem Fragensteller nichts angeht usw.- aber sinnloses Zeug- das würde mir im Traum nicht einfallen, mich so anderen gegenüber zu verhalten.

Nicht gerne angefasst werden- wer wird das schon? Aber das ist kein Diagnosekriterium. Google einfach, wenn Du Autismus bei ihm vermutest nach den Diagnosekriterien zu Asperger Syndrom oder hochfunktionalen Autismus. Selbst wenn Du da irgendwo Probleme mit Körperkontakt liest (gibt ja viele Seiten, wo Symptome usw. aufgelistet werden), ist das allein kein Autismus.

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Autismus bewirkt nicht, dass sich alle Autisten gleich verhalten, egal ob es sich auf Verliebtsein bezieht, Hunger zu haben, glücklich zu sein, traurig usw.

Ich habe mich damals so verhalten, dass ich es meinem jetzigen Freund irgendwann gesagt habe. Er mir dann auch und wir sind jetzt seit 6 Jahren, 3 Monaten und einem Tag zusammen. Davor war es ungefähr so.

Davor habe ich eben häufiger grinsen müssen, vor allem, wenn ich ihn sah. Er zog damals in die leere Wohnung nebenan ein... hätte ich keine Ohren, hätte ich wohl im Kreis gegrinst. Ich habe schon seine Nähe gesucht, unter Vorwänden, um das mit der Hausordnung zu regeln und wie er es mit Wäscheaufhängen auf dem Boden so vor hat, da die anderen Mieter es nicht genutzt haben und ich am Samstag die gesamte Wäsche gemacht habe... und eben durch solche Gespräche kamen wir dann auf andere Themen, was wir für Musik mögen usw. Ich saß auch oft um die Zeit, als er Feierabend hatte hinter der Wohnungstür und grinste in mich hinein, als ich seine Fußtritte hörte und wie sein Schlüssel klapperte.
Er war kaum anders... auch er klingelte unter Vorwänden, dass doch der Müll am Folgetag geholt wird und meine Tonne ja voll ist- es war Februar, Wohnungstür stand offen, wir im Treppenhaus und es wurde kalt- ich sate dann, ich hätte Dune- Der Wüstenplanet (Film) rausgelegt und wolle ihn anschauen, aber das Original mit Sting usw.- da war er begeistert und wir sahen den Film gemeinsam... und so wuchsen wir lagsam zusammen und am 14. Februar stand ich eben mit einem dekorativen Kerzenständer für seine Wohnung vor der Tür und stammelte erst schüchtern und nervös und unsicher etwas von Einzugsgeschenk- und sagte dann, es wäre egal, alles Gute zum Valentinstag... irgendwann waren wir dann zusammen.

Nervös war ich schon, aber nicht abweisend. Ich werde nur abweisend, wenn mich jemand anmacht und ich kein Interesse habe.

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Mach Dir Listen und Pläne, wann Du was machst. Wann Du aufstehst, wann Du zu Bett gehst, wann Du die Küche putzt, das Bad usw.

Suche Dir eine Arbeit- die gibt z.B. vor, wann Du aufstehst und wann es (bei Frühschicht z.B.) gut wäre, abends zu Bett zu gehen. Um diese Termine herum regelst Du den Resttag. Dauer der Morgenhygiene und Frühstück, Arbeitsweg, Heimweg nach feierabend, ob Du gleich nach der Arbeit Einkäufe erledigst, dann etwas ausruhen, Zeit für Hobbys, Haushalt, Abendessen, dann vielleicht noch etwas Zeit für Haushalt, Abendbeschäftigung, Frühstück für die Arbeit (Pausenverpflegung) vorbereiten), dann Abendhygiene, Schlafen.

Was Unordnung angeht- ist es nur etwas chaotisch, aber sonst soweit sauber- oder gleitest Du langsam in Richtung Messie ab?

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Lass es abklären und wenn der Typ sich trennt, liebt er Dich sowieso nicht wirklich. Er ist jetzt mit Dir zusammen, so wie Du bist- und wenn Du zusätzlich Autistin bist, ist er auch jetzt schon die ganze Zeit mit einer zusammen. Die Diagnose macht Dich nicht zu einer Autistin, sie gibt Deinem Sein nur einen Namen.

Vielleicht würde es mit Diagnose bei Dir auch psychisch wieder aufwärts gehen und auch ernährungstechnisch. Wenn man sein ganzes Leben versucht, sich anderen anzupassen, wie sie behandelt wird, man es aber nicht ist, leidet man, zerbricht daran. Viele Autisten haben auch Probleme mit Nahrung. Manche vergessen zu essen, wenn sie sich mit ihren Dingen beschäftigen- Hungergefühl dringt dann nicht zu ihnen durch... andere haben bestimmte Routinen, was sie wann wie essen- und es muss z.B. das Brot einer bestimmten Marke sein- ist es nicht im Laden, kaufen sie kein anderes und essen eben nichts an dem Tag. Vielleicht ist es bei Dir ja eher so als dass es eine klassische Magersucht ist.

Ich würde Dir wirklich raten, Dich an einen Spezialisten zu wenden, der sich damit auskennt. Und geh mit Deiner Mutter, dass die dort über Dich als Baby und Kleinkind usw. sprechen kann. Wenn Deine Mutter es schon anspricht, hat sie sich sicher informiert und weiß, dass Autismus angeboren ist und hat Dich in den Beschreibungen auch aus der frühen Kindheit wieder erkannt.

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Nun, was ist "richtig autistisch"? Definiere das bitte. Womit vergleichst Du Dich?

Autismus ist ein Spektrum und hat 3 Diagnosen. Asperger Syndrom, den a-typischen Autismus und das Kanner Syndrom (frühkindlicher Autismus), welcher sich in HFA (hochfunktionaler Autismus), MFA (mittelfunktionaler Autismus) und NFA (niederfunktionaler Autismus) unterteilt. Bei NFA liest man auch in Deutschland häufiger LFA (Englisch). Aber jeder Autist dieser Diagnosen ist anders, auch Autisten mit der selben Diagnose unterscheiden sich voneinander. Bei Asperger Syndrom zum Beispiel, da müssen von den Merkmalen bei der Diagnostik nicht alle erfüllt sein (https://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom#Diagnosekriterien), so hat jeder Asperger andere Symtome und all die vorhandenen Symptome können bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt sein (extrem schüchtern und kaum mit anderen sprechen, distanzlos und viel redend).

Zunächst wäre es wichtig, welche Diagnose die Dir gestellt haben. ADHS kann bei Dir einiges überlagert haben bzw. einige Symtome verdeckt haben, andere sichtbare Verhaltensweisen sind ähnlich bei Autismus und ADHS. Bei AS (Asperger Syndrom) ist auch die Sprachentwicklung normal- da denkt keiner an sowas. Meltdowns usw. kann man ebenso als Wutausbrüche bei ADHS deuten.

Für die Diagnose ist die Kindheit entscheidend. Bei der Diagnostik waren sicher Deine Eltern dabei und haben Angaben über Dich als Baby, Kleinkind usw. gemacht- oder? Wenn ja, ist die Diagnose, die Du bekommen hast, sicher richtig. Vielleicht hilft es Dir ja, wenn Du etwas über Autismus liest. Die Schattenspringer-Comics kann ich sehr empfehlen.

Ich wurde mit 26 mit Asperger Syndrom diagnostiziert. Ich bin für eine Asperger-Autistin normal, aber wenn man mich jetzt mit einem nonverbalen, niederfunktionalen kanner-Autisten vergleichen würde, wäre ich auch kaum autistisch. Vergleicht man mich aber mit Nichtautisten, die soweit "normal" sind, falle ich sehr auf.

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Mein Bruder hat Autismus (Autismus-Spektrum-Störung), aber irgendwie glaube ich nicht, weil er verhält nicht so wie ein Autist..?

Nach verdammten 13 Jahren, die meinen Bruder lebt, habe ich durch einen Brief, der in seiner Tasche lag, den über Autismus beinhaltet ist, erfahren, dass mein Bruder Autismus hat. Davor wusste ich nicht, dass mein Bruder Autismus hat. Ich dachte, er hätte irgendwelche Sprachstörungen, aber doch nicht gleich Autismus, was mich schon irgendwie enttäuschend macht, weil ich die ganze Zeit gedacht hab, dass er nur irgendwelche Sprachstörungen hat. Mein Bruder geht schon lange, seit dem er 5-6 Jahre alt war, auf einem Internat für "Schwer"behinderte, die die Sprachprobleme angeblich verbessern, gar heilen, soll. Er hat sich bis in dieser Zeit ziemlich gut - nein, sogar sehr gut - verbessert, er beherrscht etwas mehr oder weniger die Gebärdensprache, die als Unterstützung dient, er versteht uns meistens in der Familie sehr gut und ist in der Lage zu antworten, das nicht jeder Autist - schätze ich mal - beherrschen kann. Außerdem ganz wichtig, er ist immer motiviert, geht immer sehr gut gelaunt zur Schule (laut Zwischenzeugnis) und ist laut der Lehrern und die Beaufsichtigen ein freundlicher Schüler, der immer Spaß an der Schule hat. Mittlerweile ist auch 13 Jahre alt geworden und geht ganz normal in die 5. Klasse im Internat für (Schwer)behinderte, aber eben für Schülern, die die volle Unterstützung für die geistige Entwicklung brauchen und dementsprechend auch bekommen. Desweiteren aus dem Zwischenzeugnis ist, dass er meist eine Unterstützung benötigt, um eine Situation durch Sprechen zu klären, da er im Bereich "Hören" und Kommunikation ganz schwer große Probleme hat. Denkt ihr, dass das einer zu den Symptomen vom Autismus gehört, oder nicht? Außerdem fehlinterpretiert der Junge sehr häufig, dadurch kommt es bei ihm zur große innere "Erregung", spricht. er rastet immer aus, weil er die ganzen Dingen, die er wahrnimmt, falsch versteht. Ist das auch ein Symptom von Autismus? Aber irgendwie kommt er nicht so vor, als würde er Autismus haben. Außer, dass er beim Hören und Sprechen, und diese häufige Fehlinterpretation Probleme hat, ist der Junge wirklich ganz normal wie mich - zum Beispiel. Obwohl er rastet dann immer aus, wenn ich mal mit meiner Schwester mit ihm, beispielsweise, "Mensch, Ärgere dich nicht" und er verliert, dann rastert er manchmal richtig aus. Aber man merkt es, dass er versucht, die Kontrolle über seine Emotionen zu halten. Nicht desto trotz glaube ich es einfach nicht, dass er angeblich Autismus hat. Denn doch, wäre sein Leben aus unendlich vielen Hindernissen, die er vielleicht nicht schaffen wird, was ich auch an ihm sehr glaube, denn für ein 13 Jährigen, hat er mächtig Potenzial alles zu schaffen! Ich mache mir sehr sorgen, um ihn, dass er sein Leben gar nicht packen wird und nur noch schlimmer wird. Ist Autismus behandelbar, gar - wäre wirklich ein Wunder - auch heilbar? Denn das würde ich für meinen Bruder wirklich sehr wünschen!

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Ich selbst habe auch Autismus, Asperger Syndrom, eine Form davon. Ich falle auf- aber an Autismus denkt da keiner. Wenn ich es erkläre, dann bestätigen die Leute es- "Ja, stimmt!"- oder sowas sagen sie dann. Die meisten Menschen jedenfalls. Manche sagen auch, dass es nicht sein kann, da ich ja spreche- wobei beim Asperger-Autismus die Sprachentwicklung normal ist, nicht selten überdurchschnittlich früh beginnt- aber diese Menschen haben kein klares Bild von dem, was Autismus ist und was nicht. Sie haben nur irgendwo einmal gehört, dass Autisten nicht sprechen und so ist alles, was sprechen kann, kein Autist für sie. Man lernt damit zu leben.

Neben Asperger Syndrom gibt es noch den a-typischen Autismus und den frühkindlichen Autismus, der sich in hochfunktionalen Autismus, mittelfunktionalen Autismus und niederfunktionalen Autismus unterteilt.

Welche genaue Diagnose aus dem Autismusspektrum Dein Bruder hat, weiß ich nicht, da Du aber von Sprachstörungen schreibst, tendiere ich eher zu frühkindlichen Autismus. Aber eie sind Autisten denn bitte, wie stellst Du Dir Autisten vor? So wie Du schreibst scheint Dein Wissen ja sehr begrenzt zu sein. Von dem, was Du über Deinen Bruder schreibst, schließt nichts Autismus aus! Nichts! Autismus verläuft heterogen, das bedeutet, jeder Autist ist anders. "Den Autisten" gibt es daher nicht. Daher liest man oft: Kennst Du einen Autisten, kennst Du einen Autisten.

Autismus selbst ist weder heil- noch behandelbar- was eigentlich auch in kurzer Zeit googelbar gewesen wäre. Autismus bedeutet auch nicht, dass man sein Leben nicht packt- woher hast Du diese Vorstellungen? Ich packe mein Leben ganz gut, ich habe u.a. eine Beziehung zu einem Nichtautisten (über 6 Jahre), ich habe Freunde- die ich nur selten sehe, u.a. wegen Arbeitszeiten oder weil die zu weit weg wohnen, ich hab Führerschein und Pkw, Vollzeitjob auf dem ersten Arbeitsmarkt, einige Jahre allein in eigener Mietswohnung gewohnt (bis ich mit meinem freund zusammengezogen bin) usw.- ich lebe anders, aber ich habe Dinge errreicht, die nicht jeder Nichtautist erreicht hat. Daher sorge Dich jetzt nicht um die Zukunft eines 13jährigen. Was zählt für ihn und euch ist das Jetzt. Selbst wenn er nicht-behindert wäre und bei euch in der nahegelegenen Schule, könnte keiner sagen, was aus ihm werden wird.

Autismus bedeutet auch nicht, dass man unfähig ist, andere Sprachen wie z.B. die Gebärdensprache zu lernen. Viele Autisten, die nicht sprechen können bzw. kaum sprechen können, nutzen sie.

Autismus bedeutet auch nicht, dass man nur dann Autist ist, wenn man schlecht gelaunt zur Schule geht. Wenn es ihm dort gut geht, warum sollte er schlechte Laune haben?

Zum Autismus allgemein:

Es gibt Gemeinsamkeiten, die alle Autisten haben, das sind die Symptome für die jeweiligen Autismus-Diagnosen- aber es müssen nicht alle Symptome aus den jeweilgen Bereichen vorhanden sein. So müssen beispielsweise bei der AS-Diagnostik aus dem Bereich "qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion" mindestens zwei der vier Merkmale (1. merkliche Beeinträchtigung mehrerer nicht-verbaler Verhaltensweisen, die die soziale Interaktion steuern, wie Blickkontakt, Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Gesten 2. Beziehungen zu Gleichaltrigen werden nicht oder nicht dem Entwicklungsstand entsprechend entwickelt, 3. Mangel an spontaner Hinwendung zu anderen, um mit diesen Freude, Interessen oder Stolz über eine Leistung zu teilen (betroffene Kinder neigen zum Beispiel nicht dazu, Dinge, die sie interessieren, anderen Menschen zu zeigen), 4. Mangel an sozialer oder emotionaler Gegenseitigkeit) vorliegen.

Also kann ein Asperger da alle 4 Merkmale haben, andere 3, andere nur 2. Jedes dieser Symptome ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei Deinem Bruder ist es dann kaum anders- auf seine Autismus-Diagnose bezogen. Hier wird Dir allerdings keiner Antworten geben können, ob Deine Zweifel an der Diagnose begründet sind oder nicht- vielleicht solltest Du mit Deinen Eltern reden, dass Du von der Diagnose erfahren hast und lass es Dir erklären. Über Autismus selbst gibt es zahlreiche Bücher, Internetseiten, Gruppen und Foren von Autisten, die auch offen sind für interessierte und Angehörige.

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Man "erkrankt" (ich weiß, dass Autismus keine Krankheit ist) nicht erst mit 13 an Autismus. Auch spätdiagnostizierte Autisten (ich war 26) waren nie anders bei der Diagnose als davor. Um eine solche Diagnose zu bekommen müssen die Symptome von Anfang an da gewesen sein.

Spätdiagnosen treten häufig bei AS auf, da das Kind eine normale bzw. überdurchschnittlich frühe Sprachentwicklung hat und normalintelligent ist (oder ein höherer IQ vorliegt) und man alles andere dann bei dem Kind (autismustypisches Verhalten) zunächst ignoriert oder als solches nicht erkennt. Eltern hoffen, es verwächst sich und oft gehen sie mit aller Strenge gegen das vermeintlich schuldhafte Fehlverhalten des Kindes vor.

Beim Hochfunktionalen Autismus (einer Form des Kanner-Syndroms, auch frühkindlicher Autismus genannt) kam es früher auch gehäuft zu Spätdiagnosen- irgendwann haben die Kinder dann gesprochen (so mit 3-5 Jahren die meisten, die ich aus Foren kenne) und sich mehr oder weniger gut angepasst. Daher bekommen viele erwachsene, die jetzt später gesprochen haben oft eine AS-Diagnose- so auch die aus den Medien bekannte Asperger-Autistin Nicole Schuster (Buch: Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing), die auch sehr spät als Kind gesprochen hat und davor nur eine eigene Phantasiesprache hatte.

Du hast von dem erwähnten Fall nur gehört- und erzählt wird viel. Vor allem wenn die, die es verbreiten keinen Ahnnung vom Thema haben. ADHS ist KEIN sich langsam aufbauender Autismus.

Google einfach die Symptome, die man als Baby, Kleinkind usw. haben muss, um Autist/in zu sein, Kindergartenalter, Schulzeit- und wenn Du da nicht reinpasst, bist Du kein Autist bzw. keine Autistin. Mit 13 pubertiert man, das Gehirn verändert sich und Hormone werden wild durcheinander produziert und es dauert, bis sich da oben in Deinem Kopf die Hormonproduktion richtig eingestellt hat. Vielleicht liegt es daran, dass Du Dich jetzt "anders" fühlst.

Allerdings kann man auch Dinge erwerben- wie z.B. eine soziale Phobie, eine schizoide Persönlichkeitsstörung usw.- je nach dem, was Deine Probleme aktuell sind (ab dem 13. Lebensjahr), können auch andere Diagnosen/Ursachen vorliegen als angeborene Ursachen wie Autismus. 

Aber- der a-typische Autismus tritt ab/nach dem 3 Lebensjahr auf- aber noch in diesem Alter bei Kleinkindern und nicht erst 10 Jahre später. Bei dieser Autismusform zeigt sich das mitunter das Vollbild des frühkindlichen Autismus- aber da es erst spät beginnt, sind für den frühkindlichen Autismus nicht alle Diagnosekriterien erfüllt. Rückwirkend lese ich oft in Elternforen, dass auch die später mit a-typischen Autismus diagnostizierten Kinder als Babys irgendwie auffällig waren- aber sie haben gesprochen, mitunter Interesse an anderen gezeigt (Eltern, anderen Kindern, ...)- und dann hörte alles auf. Keine Lautsprache mehr, Wutausbrüche, Kinder brauchten wieder Windeln, Stereotypien, beharrliche eingehende Beschäftigung mit Teilen von Objekten, ausgeprägte Beeinträchtigung im Gebrauch einer Vielzahl nonverbaler Verhaltensweisen wie beispielsweise Blickkontakt, Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Gestik zur Steuerung sozialer Interaktionen usw. und wenn Du mit 13 auf einmal so ein Verhalten zeigst, ist der auslöser eher ein Trauma als Autismus.

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Recherchiere doch bitte, was selektiver Mutismus ist! Und- Diagnosen stellen Fachärzte- was wir meinen ist völlig egal und hat keine Aussagekraft. 

Und- es geht dann eher darum, ob sie diese Diagnose hat oder nicht- immer diese Formulierungen "leidet an"... Du kennst das Mädchen bzw. die junge Frau, wenn sie Dir als ihre beste Freundin nicht sagt, dass sie darunter leidet und Du es nicht vermutest, dann ist dem wohl nicht so und wir hier können wohl noch weniger beurteilen, ob sie leidet.

Bei selektivem Mutismus sprechen betroffene gar nicht in diesen Selektiv-Situationen- egal ob es Kinder sind oder erwachsene- Deine Freundin spricht da aber durchaus- aber nur, wenn sie gefragt wird. Dann scheidet das doch wohl eher aus- sie ist wohl eher schüchtern. Vielleicht hat sie aber auch eine soziale Phobie oder hat selektiven Mutismus, wurde aber therapiert und ist bei fremden immernoch zurückhaltender, bei dem, was Du beschreibst passen so viele mögliche Diagnosen- oder einfach nur Schüchternheit... wer weiß. Sprich doch mit ihr- ihr seid beste Freunde... wenn Du mit ihr reden würdest statt hier nur über sie zu schreiben würdest Du viel weiter kommen... dann könnte sie Dir sagen, ob sie ein Problem damit hat oder nicht- wobei- wenn sie ein Problem mit sich hätte, wüsstest Du es als beste Freundin- vielleicht stört es nur Dich, wie sie dann ist?

Aber- warum sollte sie auch mit Menschen sprechen, die sie nicht kennt oder- auch wenn sie diese öfter sieht- jedoch keine Bindung zu ihnen hat? Generell scheint mir diese Freundin eher höflich zu sein- ich hasse es zum Beispiel, wenn ich mit jemandem spreche und dessen Begleitpersonen ständig dazwischenlabern, weil sie meinen, mich zu kennen (weil sie meinen Namen kennen, mich vom Sehen her, von einer Geburtstagsparty eines gemeinsamen Freundes)- sowas ist lästig und unhöflich. 

Und- ich weiß nicht, wie Du "kennen" definierst- aber ich habe Menschen im Umfeld, die sehe ich täglich- und es bleiben fremde! Auch, wenn es Mitschüler/Kollegen sind, Nachbarn- es ist eher normal, wenn man distanzierter zu Menschen ist, zu denen man selbst keine Bindung hat. Dieses oberflächliche Getue, einen auf freundlich machen und zu labern ist doch sinnlos und falsch- vielleicht ist sie einfach reifer und verschwendet damit keine Zeit.


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Google doch einfach nach Scheidentrockenheit.

Stress soll das u.a. auslösen, Nervosität usw. oder bestimmte Mikropillen können das auslösen. Aber auch das Tragen von Unterwäsche mit keinem- oder einem nur sehr geringem Baumwollanteil oder wenn man besonders an den schwachen Tagen der Regel noch Tampons benutzt oder wenn man eine übertribene Hygiene mit Seifen usw. im Intimbereich.

Du könntest alle vertretbaren Ursachen für das andere Extrem ausprobieren- oder Du fragst Deine Frauenärztin, ob sie Dir nicht eine Pille verschreiben kann, die dafür bekannt ist, Scheidentrockenheit auszulösen.

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Ich bin etwas erschüttert über die Art mancher Kommentare und was man Dir geraten hat- u.a. dass ihr Kollegen euch alle gegen sie verbünden sollt, euch auflehnen sollt... ich bin fassungslos.

Was sie hat ist eine Vereinbarung zwischen ihr und ihrem Arbeitgeber! Mehr muss man dazu nicht schreiben.

Bei mir auf Arbeit gab es eine ähnliche Situation. Eine Kollegin arbeitet verkürzt, weil ihr 14jähriger Sohn aufgrund seiner Einschränkungen auch noch nicht alleine zurechtkommt. Sie fängt um 07:30 Uhr an, wir um 06:00 Uhr. Sie verzichtet auf mehr Geld und mehr Rente. Eine andere Kollegin störte sich daran, obwohl sie keinen Nachteil dadurch hatte, da es in meiner Abteilung nur Frühschicht gibt. Sie war nur neidisch. Selbst hat sie nie beim Arbeitgeber nachgefragt, ob sie auch verkürzt arbeiten könnte- aber irgendwann griff sie diese Mutter verbal übel an.
Resultat war, dass sie u.a. wegen dieses Vorfalls die Abteilung verlassen musste (auch, weil sie mich gemobbt hat) und der Chef ihr dann in einem Gespräch lautstark klargemacht hat, dass das, was diese Frau hat, eine Sache zwischen Firma und ihr ist- und das meine ich ernst- das hat man von seinem Büro bis raus zur Versandtabteilung gehört- und das ist einegrößere Distanz.

Unser Chef hat Verständnis für ihre Situation mit ihrem Kind und das geht keinem anderen etwas an- vor allem keinen, der seinen Arbeitsvertrag zu den bekannten Konditionen unterschrieben hat.

Dein Arbeitgeber hat Verständnis für diese Mutter und ihre Situation mit ihrem Kind.

Hast Du Deinen Chef vielleicht um Hilfe gebeten, falls Du mit der Betreuung Deines Kindes Probleme hast? Bist Du auch alleinerziehend? Ist Dein Kind auch derart behindert? Oder hast Du einen Partner, Nachbarn, Freunde, sind die Großeltern da, Tanten und Onkel- die Dir unter die Arme greifen und es so hinbekommen, dass Du nicht die Schichten tauschen musst?

Hast Du Dich schon einmal damit befasst, was Autismus ist und was man dem Jungen damit antun würde, wenn man ihn nach all dem Stress nach der Schule zusättzlich in so eine Einrichting stecken würde (die es meines Wissens nach zum Glück nicht gibt) und das Kind dann nachts nach Schichtende irgendwann da abholt und es dann morgens wieder fit für die Schule sein soll, funktionieren soll soweit es ihm als Autist möglich ist?

Würdest Du Dein Kind in so eine Einrichting stecken, wenn es eine Autismusdiagnose hätte (befasse Dich wirklich, was Autismus ist), nur damit Deine Kollegen auch andrere Schichten arbeiten können oder würdest Du versuchen, für Dein Kind die beste Lösung zu finden und dann Deinen Arbeitgeber um Hilfe bitten? Würdest Du Dein Kind früh zur Schule schicken bzw. in den Kindergarten geben und dann bei Spätschicht erst nachts wieder in Empfang nehmen wollen, es den ganzen Tag fremdbetreuen wollen, fremderziehen wollen, ... würdest Du das tun für die Kollegen- oder würdest Du als Mutter nicht mehr zu Deinem Kind halten? Mal ehrlich- beruhigt es Dich nicht irgendwie auch als Mutter, so einen Arbeitgeber zu haben, der in solchen Notfällen da ist anstatt Dir als alleinerziehenden dann zu kündigen, weil Du für einen unbestimmten Zeitraum für Dein Kind da sein musst???

Nach der 4. Klasse endet der Hort. Ab Klasse 5 haben auch Eltern von Nichtautisten oft Probleme.
Einrichtingen für Autisten bzw. behinderte Jugendliche gibt es nicht und selbst wenn, kannst Du weder den Jungen dazu zwingen, da hinzugehen, noch die Mutter, dass sie das Kind gegen seinen Willen da unterbringt, nur weil Du Dich daran störst, welche Vereinbarung sie mit ihrem Arbeitgeber hat.

Was stört Dich daran so sehr? Ist es nur der Neid, dass sie ausschließlich die Frühschichten arbeiten darf oder hast auch Du Probleme wegen Deines Kindes? Hast Du diesbezüglich schon einmal mit Deinem Chef gesprochen oder mit den anderen Kollegen, wann Du Frühschicht machen müsstest, weil sonst keiner für das Kind da wäre?
Du könntest mit dem Chef sprechen und vielleicht darum bitten, dass ihr euch irgendwie zu einer Mitarbeiterversammlung trefft und Du mit Deinem Anliegen an die Kollegen herantrittst- vielleicht gibt es da einige, die dann Dir zuliebe einige Spätschichten mehr machen. Aber wenn es nur Neid ist, tust Du mir leid!

Verstehe mich nicht falsch- ich bin nicht zu 100% dafür, dass alle benachteiligt werden wegen einer Person oder einer Personengruppe z.B. Eltern schulpflichtiger Kinder. Man kann z.B. kinderlose, Singles oder Menschen mit älteren Kindern nicht zwingen, in der Ferienzeit und Hauptsaison immer auf Urlaub zu verzichten- aber um Rücksicht bitten. Viele machen das dann auch gerne, weil sie etwas haben: Verständnis und Mitgefühl und vielleicht auch Zuneigung freundschaftlicher Art für diese Kollegen empfinden und daher ihren Urlaub dann nehmen, wenn die Ferien vorbei sind. Aber- Du arbeitest doch nicht ausschließlich Spätschicht wegen ihr- oder?

Aber: Das Kind der Frau ist behindert- das sucht man sich nicht raus. Alleinerziehend will auch keine(r) enden. Was weißt Du noch über sie? Hat sie noch lebende Verwandte in der Stadt und können die sich um den behinderten Jungen kümmern oder ist sie der Liebe zum Kindsvater wegen hergezogen und steht nun alleine da? Was weißt Du noch über den Jungen, außer, dass er normal beschulbar ist? Die Frau arbeitet 10 jahre da, Du 5, wenn ich das richtig herausgelesen habe... habt ihr euch da nicht irgendwie angefreundet? Hast Du da kein Verständnis?

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Frage ich mich auch- ich bin Asperger-Autistin.

Ich lebe auf dem selben Planeten wie die, die das u.a. von Autisten behaupten, lebe sogar im selben Land. Manchmal stehe ich Menschen, die das über Autisten sagen direkt gegenüber (oder stehe neben ihnen) und: die meisten wissen nicht, dass ich eine Autistin bin, da ich meine Diagnose nicht jedem auf die Nase binde- vor allem nicht denen, die nur dummes Zeug über Autisten reden.

Es sind dumme Klischees. Oder die Neigung, alles, was sie nicht verstehen wollen auf "andere Welten" abzuschieben. Ist doch bei den Entwicklungsländern auch so... die 3. Welt, wenn man nach der 1. oder 2. Welt fragt kommt nur Schulterzucken. Die benutzen diese Worte einfach, ohne zu wissen, was sie sagen und- wie verletzend es sein kann für jede, die sie auf andere Welten verbal verteilen.

Ich lebe auf dem selben Planeten, der selben Welt wie Nichtautisten. Nur- nehme ich sie anders wahr. Blinde haben auch eine andere wahrnehmung, aber sie werden nicht so diskriminiert.

Ich denke, weil viele Autismus nicht verstehen bzw. verstehen wollen- daher sagen sie das oft. oder sie plappern das dumme Zeugf aus den Medien nach. In manchen Filmen werden Autisten auch extrem weltfremd dargestellt oder extrenm hochbegabt, dass Zuschauer den eindruck bekommen, alle wären so- genial und sonst eben nicht teil dieser Welt/Gesellschaft usw.
Manche Menschen haben auch einen seltsamen Glauben, Autisten wären Kristallkinder oder Götterwesen und meinen, wenn man abwesend ist bzw. wirkt, dass man in seiner eigenen Welt wäre.

Man sagt das auch über Menschen, die viel nachdenken, grübeln und abwesend wirken. Manche sagen es auch über wachkomapatienten... aber es ist einfach nur Quatsch. Warum sich diese Bezeichnung für Autisten so manifestiert hat, weiß ich nicht.

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