Wie sind die Menschen in einer Spielhalle? Gibt es eine Spielsucht oder ist es nur Gier?

4 Antworten

Theoretisch kann man nach allem süchtig werden, was einem einen "Kick" gibt, Fachleute sprechen von Dopamin-Ausschüttung im Gehirn. Das süchtig machende ist nicht nur das Geld: auch wenn es nur "Punkte" als Gewinn gibt, kann man süchtig werden.

Es gibt Menschen, die haben in sich eine gewisse Leere, eine Sinnleere oder Langeweile. Manche tun etwas Sinnvolles, um ihrem Leben einen positiven Kick zu geben, z.B. kann man mit Sport sich einen positiven Kick, eine Dopamin-Ausschüttung verschaffen. Joggen z.B. verschafft solche Glücksgefühle.

Andere stellen fest, dass ungesunde Sachen ihnen diesen Kick verschaffen und dass es einfacher ist, sich an einen Automat zu setzen und eine Münze einzuwerfen und schwupp ist das Leben wieder spannend.

Das Gefährliche an diesen Automaten ist, dass die Hersteller genau wissen, was sie machen müssen um Menschen süchtig zu machen, diese Automaten machen sinn-entleerte Menschen, die keinen Kick in ihrem Leben haben schnell süchtig, durch Geräusche und Lichteffekte.

Reich wird man von diesen Spielautomaten nicht, reich werden nur die Hersteller. Die meisten Menschen, die an solche Automaten gehen, geraten schnell in einen Teufelskreis: bequem bekommen sie für wenige Münzen ihren Kick, vergessen wie sie mit Sport und positiven Freizeitbeschäftigungen einen sinnvollen Kick erhalten können, gehen immer öfter an die Automaten. Schließlich kommen sie ohne Automat nicht mehr aus, ohne ist ihr Leben sinnentleert (mit auch, das merken sie aber nicht, weil Glückshormone ihnen suggieren: du bist glücklich, wenn du am Automat sitzt und unglücklich, wenn du nicht am Automat sitzt).

Schließlich müssen sie in ihrer Freizeit stundenlang an den Automaten sitzen, sie müssen Schulden machen um sich das leisten zu können. Die Automatenwerbung verspricht: das Geld geb ich dir wieder, du gewinnst nächstes Mal. Doch die Rechnung geht nicht auf. Der Süchtige muss immer mehr Schulden machen. Er gerät in eine Abwärtsspirale. Er kommt ohne Automat nicht aus und hofft, seine Schulden durch Automatengewinne zurückzahlen zu können. Er verliert Freunde, die Ehe geht zu Bruch, seine Arbeit ist weg. Er hat immer weniger soziale Kontakte und kein Geld mehr. Er hat schließlich nur noch einen (falschen) "Freund": der Automat, der ihm hilft Glückshormone auszuschütten (durch Geräusche, Leuchtefffekte) und ihm verspricht: mit Gewinn bist du alle Sorgen los.

Ohne fremde Hilfe fällt der Ausstieg schwer, am besten hilft eine Selbsthilfegruppe: http://www.spielsucht-forum.de/persoenliche-spielsucht-beratung-in-deutschland/

Mann kann im Prinzip von allem und mit allem süchtig werden und sich in eine ungesunde Abhängigkeit begeben und hinein manövrieren. Sicherlich steht der Reiz des Geldes bei solchen Automaten im Vordergrund. Aber ein Süchtiger wird bei einem größeren Gewinn eben nicht aufhören zu spielen, sondern will noch mehr gewinnen und verliert dann meistens seinen Gewinn wieder schneller als er schauen kann. Also hängt Gier auch damit zusammen. Der "Kick" des Gewinnens reizt einen. Wäre der Faktor Geld weg, würden wohl auch weniger spielen. Abhängig werden kann man aber von allen möglichen Spielen - auch ohne Geldgewinn und auch am PC.

Es ist das "schnelle Geld" ohne zu Arbeiten was die meisten an Automaten bzw. Glückspiele bindet.

Die Spiele sind sehr clever gemacht, Verluste vergisst man schnell und sieht nur noch die Gewinne.

Ich hatte mal nen Bekannten der sich tierisch darüber gefreut hat 200€ gewonnen zu haben aber dabei hatte er ganz vergessen dass er den Monat über das doppelte reingesteckt hat. Den hat das auch gar nicht interessiert. Hauptsache er hat gewonnen!!


Ne Sucht ist das auf jeden Fall, wenn auch nur eine psychische. Glücksgefühle usw.

Ich fahre jeden Tag Fahrrad und machte dabei relativ häufig irgendwelche "stunts". Das erzeugt auch eine Art "high"-Gefühl was süchtig macht. Das bringt einen dazu immer riskantere Sachen zu machen. Inzwischen bekomme ich richtig schlechte Laune wenn ich mal einen Tag nicht fahren kann weils Wetter nicht mitspielt.

Das ist auch irgendwo eine Sucht, allerdings hat die wenigstens auch viele Vorteile. Man macht Sport und ist fit.

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Es ist eine SUCHT, mann kann nicht einfach aufhören. Halt dich da ja fern!

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